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Montag, 8. Oktober 2012

Andrew Wooten führt Sandhausen zum Sieg [SVS - VfR Aalen 1:0]

Ohne, dass die jungen Fans von der Stehplatztribüne dieser aufgefordert hätten, erhoben sich nach und nach die Fans auf der Haupttribüne und begannen das Lied "Steht auf für den SVS!" anzustimmen. Die langen drei Minuten, die nachgespielt wurden, waren von einem durchgängigen Pfeifkonzert begleitet, ehe Schiedsrichter Benjamin Brand das Sandhäuser Publikum erlöste und die Partie abpfiff. Überall fielen sich die Menschen in die Arme und die Mannschaft feierte mit ihren Fans den zweiten Saisonsieg im neunten Spiel gegen den Mitaufsteiger aus Aalen, der doch mit so breiter Brust nach Sandhausen gereist war. Gerade gegen den Tabellenfünften, der seine letzten drei Ligaspiele gewonnen hatte, gelang es der Dais-Elf sich aus der Negativspirale zu befreien. Bei vielen Verantwortlichen war die Erleichterung förmlich zu sehen, die von ihnen abfiel, denn die Sandhäuser konnten keines der letzten fünf Spiele gewinnen und standen bereits auf einem Abstiegsplatz. Gerd Dais freute sich ebenfalls: "Es war ganz wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen"
Und wie: Sandhausen, nun auf Platz zwölf liegend, wäre bei einer Niederlage noch weiter in den Tabellenkeller gerutscht, denn die Konkurrenten aus Duisburg (1:0 in Cottbus) und Aue (3:1 gegen Regensburg) gewannen ebenfalls.

Quelle: augsburger-allgemeine.de
Vor dem Spiel hatte Trainer Gerd Dais zunächst für Verwunderung bei den Anwesenden im nicht sehr gut besetzten Hardtwaldstadion gesorgt. Ganze sechs Änderungen nahm er an seiner Anfangself gegenüber dem Spiel in München vor. Das Ausrufezeichen: Kapitän Frank Löning musste auf der Bank schmoren, während Kingsley Onuegbu dessen Platz im Sturm übernahm. Weil David Blacha sich im Training am Freitag einen Muskelfaserriss zuzog, beorderte Dais den nominellen Stürmer Andrew Wooten, der im Sommer auf Leihbasis von Kaiserslautern gekommen war, auf die rechte Außenbahn. Die beste Entscheidung, die Dais in dieser Saison traf, würde manch einer nach dem Spiel sagen. Andrew Wooten war der überragende Akteur auf dem Platz. Beim einzigen Tor des Tages startete er über die rechte Seite, ließ Gegenspieler Buballa gekonnt mit einem ansehnlichen Trick aussteigen und flankte präzise auf seinen am kurzen Pfosten lauernden Mannschaftskollegen Kingsley Onuegbu, der praktisch nur noch noch den Fuß hinhalten musste.
Fast hätte Andrew Wooten auch noch ein Tor selbst gemacht, doch seinem fulminanten Distanzschuss stand der Pfosten im Weg. Sandhausen war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und zeigte ein anderes Gesicht als in den letzten Wochen, während Aalen nach Aussage des Sportchefs der Schwäbischen Post, Werner Röhrich, "die schlechteste erste Halbzeit der Saison" spielte.

"In der zweiten Halbzeit waren wir wieder unter Druck, da müssen wir ansetzen und Ruhe ins Spiel bringen", analysierte der im defensiven Mittelfeld spielende Fabio Morena das Spielgeschehen nach der Pause und auch Gerd Dais hätte sich im zweiten Durchgang mehr Abgeklärtheit von seinen Spielern gewünscht: "Wir haben versäumt die Konter richtig zu Ende zu spielen". Tatsächlich war es der VfR Aalen, der im zweiten Durchgang auf den Ausgleich drängte, jedoch "in der Offensive nicht die nötige Durchschlagskraft entwickelte", wie VfR-Trainer Ralph Hasenhüttl geknickt festellte. So mussten die Sandhäuser zwar bis zum Ende zittern, retteten sich jedoch dank einer sicher stehenden Defensive ins Ziel.

Nach dem Spiel redete natürlich alles vom Newcomer Andrew Wooten, der so beeindruckend aufgetrumpft hatte. Sogar Gerd Dais, der die Dinge meistens sehr nüchtern betrachtet, geriet ins Schwärmen: "Er hat gezeigt, dass er die Position sehr gut spielen kann und hat viele gefährliche Situationen eingeleitet. Und natürlich die schöne Vorlage".
Torschütze Onuegbu sprach von einem "geilen Gefühl" wieder einmal ein Tor erzielt zu haben, lobte jedoch auch die Leistung seines Kollegen Wooten, mit dem er, wie er verriet, die Situation vor dem Tor des Tages bereits im Training erprobt hatte: "Er hat zu mir gesagt: wenn ich den Ball hab, dann lauf zum kurzen Pfosten".
Der Gelobte gab freudestrahlend Rede und Antwort über seinen ersten Einsatz von Beginn an: "Ich habe im Training immer Gas gegeben und bin froh, dass ich die Chance bekommen habe." Er fühle sich außerdem sehr wohl in Sandhausen, sei sehr gut von der Mannschaft aufgenommen worden.

Jetzt ist erstmal die Länderspielpause. Danach müssen die Sandhäuser auf dem Betzenberg antreten, dann wieder mit Onuegbu und vor allem Wooten ? Dais wollte sich darauf noch nicht zwei Wochen vorher festlegen, er "verteile schließlich keine Blankoschecks", außerdem sind Klotz, Adler und Riemann dann wieder einsatzbereit. Den 23-Jährigen, sympathischen Deutsch-Amerikaner würde es zumindest ungemein freuen, immerhin ist Kaiserslautern sein alter Verein. Wenn er an alter Wirkungsstätte zum Einsatz kommen sollte, dann werde er natürlich "100 Prozent" geben, denn "es geht noch besser", gab er mit einem Augenzwinkern zu. Die Fans werden mit diesem hochtalentierten, jungen Mann wohl noch viel Freude haben...



SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg, Pischorn, Schulz (32. Kittner), Achenbach; Morena; Fießer (79. Glibo), Tüting, Kandziora; Wooten, Onuegbu (83. Löning).

VfR Aalen: Fejzic; Traut, Barth, Hübner, Buballa; Hofmann, Grech (84. Bergheim); Lechleiter, Dausch, Klauß (63. Valentini); Cidimar (70. Reichwein).

gelbe Karten: Tüting, Glibo - Grech

Tor: 1:0 (20.) Onuegbu 

Zuschauer: 2.800 

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen), 


Dienstag, 7. Februar 2012

Nachholspiel vom 21. Spieltag: VFR Aalen - SV Sandhausen 07.02.12 | 2:0

Bei -15°C, zum Teil vereistem Platz und zwischenzeitlich einsetzenden Schneefall verliert des SV Sandhausen das Nachholspiel vom 21. Spieltag beim VFR Aalen mit 2:0. Dies soll jedoch keine Ausrede für die Niederlage sein. Die Aalener waren die bessere Mannschaft, sie machten zwar auch Fehler im Aufbauspiel, allerdings nicht so viele wie die Sandhäuser und nutzten ihre Chancen effektiv. So fiel das Führungstor für die Heimmannschaft gerade in einer Drangphase der Sandhäuser und auch beim 2:0 in der Nachspielzeit durch den ehemaligen Sandhäuser Leandro Grech wurde schnell umgeschalten und die SVS-Defensive überlaufen. Da die Aalener durch das zweite Tor nun eine bessere Tordifferenz als die Sandhäuser haben, liegt der VFR jetzt auf dem 1. Platz mit 43 Punkten. Sandhausen liegt punktgleich dahinter. Beide Teams weisen 5 Punkte Vorsprung auf den dritten Regensburg und sieben Punkte Vorsprung auf den vierten aus Erfurt auf.

Beide Teams spielten mit der Startaufstellung vom Samstag.

Hier stand an diesem Dienstagabend also ein echtes Spitzenspiel bevor. Der Tabellenzweite aus Aalen empfängt den Tabellenführer, den SV Sandhausen. Es war lange fragwürdig, ob das Spiel denn überhaupt stattfinden könnte, doch um 8:30 Uhr heute Morgen gaben die Verantwortlichen des VFR Aalen grünes Licht. Mit Hilfe einer Isolierplane hatte man die vollständige Vereisung des Rasen über Nacht verhindert und dem schon einmal abgesagten Spiel stand nichts mehr im Wege

Die Aalener, die mit vier Siegen in Folge in diese Partie gingen, wollten zum nur einige wenige Kilometer entfernten Nachbarn punktetechnisch aufschließen, hatten allerdings auch im Hinterkopf, dass man, wenn man mit einem Zwei-Tore-Unterschied gewinnen würde, die Tabellenführung erringen könnte.

Der SVS wollte dies natürlich verhindern und am liebsten dreifach Punkten auf der Ostalb, denn das wäre ein entscheidender Schritt in Richtung Aufstieg.

Bei eisigen Temperaturen und einsetzendem Schneefall ging es dann also um 19 Uhr vor 3214 Zuschauern los. Man sah sofort beiden Mannschaften an, dass sie sich erstmal an die Platzverhältnisse gewöhnen mussten, denn beide produzierten Abspielfehler am Fließband. Vor allem in den ersten Minuten kam so gut wie kein Pass beim Mitspieler an. Der VFR Aalen hatte in der Folge zwei-drei Möglichkeiten per Freistoß, konnte aber nichts gefährliches zustande bringen. Sehr auffällig war, dass die Schaltzentrale der SVS-Offensive, David Ulm, an diesem Abend so gut wie jeden Ball vertendelte. Jedoch lag das nicht nur an seiner Leistung, denn jedes Mal, wenn er angespielt wurde, waren gleich zwei-drei Aalener bei ihm, um ihn unter Druck zu setzen. Das fruchtete: Ulm konnte keinerlei Offensivakzente, die man normalerweise in einem Spiel mehrfach von ihm zu sehen bekommt, setzen und meistens führte das Zuspiel auf ihn zu einem Ballverlust für die Sandhäuser. Nachdem erst Sandhausen durch Löning und kurz darauf, nachdem eine halben Stunde gespielt war, die Aalener durch Lechleiter eine Chance hatten, nahm die Partie zusehends an Fahrt auf. Die Aalener hatten etwas mehr vom Spiel und brachten die Viererkette, allen voran Marco Pischorn, der einen rabenschwarzen Tag erwischte, das ein oder andere Mal in die Bredouille. Die beste Chance für die Sandhäuser hatte Winterneuzugang Nico Klotz, der beste Sandhäuser an diesem Tag, als er mit dem Außenrist den Ball an die Latte des Tores von Aalen-Keeper Bernhardt setzte. In den letzten zehn Minuten vor der Halbzeitpause hatte Aalen noch zweimal eine Möglichkeit durch Robert Lechleiter, über den das ganze VFR-Spiel lief, SVS-Titan Daniel Ischdonat blieb jedoch immer der Sieger. So ging es mit einem 0:0-Unentschieden in die Pause. Die Aalener hatten mehr Spielanteile, doch auch die ein oder andere Sandhäuser Chance hätte die Führung herbeibringen können. Auffällig war, dass neben Pischorn und Ulm, die ansonsten immer die Schlüsselfiguren im Spiel der Sandhäuser darstellen, auch die linke Seite über Kandziora und vor allem Blum wenig oder gar nicht in Erscheinung trat. Wenn nach vorne gespielt wurde, dann meist über die rechte Seite.

Zur Pause wurde auf Seiten der Aalener Haller vom Platz genommen und der offensiver orientierte Valentini eingewechselt. Die beiden Teams ließen sich, wie schon zu Beginn des Spiels, etwas Zeit bis sie Akzente setzten. Nachdem ein bisschen mehr als 50 Minuten gespielt waren, hatte Dausch gesehen, dass Ischdonat zu weit vor dem Kasten stand und so fast per Freistoß die Führung markiert, Ischdonat schaffte es jedoch noch den Ball über das Gehäuse zu lenken. Nach 55 Minuten hatte Trainer Gerd Dais dann genug gesehen und wechselte seinen Spielmacher David Ulm aus. Für ihn kam der Last-Minute-Transfer Adriano Grimaldi. Der SVS spielte nun also mit zwei Spitzen. Statt das das Spiel aber nun wieder intensiver werden würde, verflachte es zunehmends und Gerd Dais hüpfte wie ein Rumpelstilzchen an der Seitenlinie auf und ab - er war überhaupt nicht zufrieden wie seine Mannschaft sich hier präsentierte. In der 69. Minute war dann Schluss für den Sandhäuser, der an diesem Tag die meisten Akzente setzte: Für den angeschlagenen Nico Klotz kam Roberto Pinto ins Spiel. Nun wurden die Sandhäuser stärker. Doch gerade in der kleinen Drangphase der Sandhäuser fällt das Führungstor für den VFR Aalen durch den fünf Minuten zuvor eingewechselten Joker Sauter, der von Hofmann genial in Szene gesetzt wurde, aus guter Position ins lange Eck einschiebt und Ischdonat so keine Chance lässt. VFR-Trainer Ralph Hasenhüttl bewieß also abermals ein glückliches Händchen, was die Einwechslungen betrifft. Schon am Samstag gegen Regensburg wechselte Hasenhüttl Fabian Weiß ein, der das Siegtor für Aalen erzielte. Erst jetzt beginnt Sandhausen richtig loszulegen und hatte zweimal durch Löning und einmal durch Blacha die Rießenchance zum Ausgleich. Bei Blachas Schuss lenkt Aalen-Torwart Bernhardt den Ball mit dem Knie beinahe ins eigene Tor. Die Nachspielzeit von zwei Minuten wird angezeigt und der SV Sandhausen schmeißt nochmal alles nach vorne. In der 92. Minute wird dann ein Angriff der Sandhäuser abgefangen und blitzschnell umgeschalten. Sauter und der Ex-Sandhäuser Leandro Grech überlaufen die SVS-Defensive und Grech erzielt das Siegtor gegen seinen ehemaligen Verein, was zugleich die Tabellenführung für den VFR Aalen bedeutete.
Der VFR Aalen gewinnt in diesem Derby verdient, weil die Sandhäuser nicht ihren Rhythmus fanden und gerade die entscheidenden Spieler in der Offensive, wie auch in der Defensive, einen schlechten Tag erwischten.
Am Samstag empfängt der SV Sandhausen am heimischen Hardtwald den Chemnitzer FC, der sich am vergangenen Samstag gegen Unterhaching in bestechender Form gezeigt hat. 

Kommentar:

Leider hat sich der VFR Aalen an diesem Tag cleverer angestellt als wir. Gerade das Ausschalten von David Ulm war ein entscheidender Schachzug der Aalener, der das Offensivspiel von uns zum Erlahmen brachte. Auffällig war aber auch, dass der SVS erst nachdem man in Rückstand geraten war auf einmal richtig aufspielte, wie als ob man sich die ganze Zeit zurückgehalten und einfach nur abgewartet hätte. Das diese Schlussoffensive gegen ein Spitzenteam, wie der VFR Aalen eines ist, nicht gereicht hat, kam dann auch wohl keineswegs überraschend. Das zweite Tor der Aalener und der damit verbundene Verlust der Tabellenführung hätte allerdings verhindert werden können, ja müssen. Es gibt jedoch auch positive Seiten dieses Verlustes. Unsere Jungs haben weiterhin 5 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und 7 Punkte Vorsprung auf den 4. Platz und der Druck des Gejagten, des Tabellenführers wurde nun auf die Aalener übertragen.
Jetzt gilt es gegen Chemnitz am Samstag die passende Antwort zu liefern, was jedoch nicht einfach wird, immerhin zeigen sich die Chemnitzer seit Beginn der Rückrunde, vor allem in Person von Anton Fink (Neuzugang, ist vom KSC gekommen), in bestechender Form.




VFR Aalen: Bernhardt - Traut, Kister, Mössmer, T. Schulz - Hofmann, Leandro - Haller (46. Valentini), Dausch (90. Weiß) - Cidimar (68. Sauter), Lechleiter

SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, D. Schulz, Kandziora - Fießer - Klotz (69. Pinto), Danneberg, Ulm (54. Grimaldi), Blum (80. Blacha) - Löning

Gelbe Karten: Danneberg

Tore: 1:0 Sauter (74.), 2:0 Leandro (90.+2)

Zuschauer: 3214

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)



Dienstag, 10. Januar 2012

Die Kicker-Rangliste der 3. Liga: Stürmer

Und wieder ist ein SVS-Spieler ganz vorne mit dabei:

Frank Löning  belegt in der Rangliste der besten Stürmer der 3. Liga den 3. Platz hinter Robert Lechleiter vom sympathischen Verein von der Ostalb, VFR Aalen, und dem Bruder des Bayern- und Nationalspieler Bastian Schweinsteiger, Tobias, der sein Geld beim Tabellenführer Jahn Regensburg verdient und in der Hinrunde die meisten Tore erzielt hat (12). Alle drei befinden sich im Feld "Herrausragend". Auch vor einem halben Jahr rangierte der Sandhäuser Kapitän Frank Löning auf Platz 3 der Rangliste. Damals wie heute meistert er seine Aufgabe als Stürmer, nämlich die "Buden" für die Sandhäuser zu erzielen, fabelhaft. Nach der Hälfte der aktuellen Spielzeit hat er schon neun Tore erzielt und befindet sich in der Torjäger-Liste auf Rang zwei, hinter jenem Tobias Schweinsteiger.

Auch an dieser Stelle nochmal Herzlichen Glückwunsch an Frank, du hast es verdient !

Sonntag, 24. Juli 2011

1. Spieltag: SV Sandhausen - VFR Aalen 24.07.11 | 2:0

Ein toller Saisonauftakt für den SV Sandhausen. Die Mannschaft von Trainer Gerd Dais gewann am Samstagnachmittag gegen den VFR Aalen im Baden-Württembergischen Derby mit 2:0.
Die Sandhäuser dominierten die Partie und ließen sich auch nicht in einer Drangphase der Aalener, am Anfang der 2. Halbzeit, aus der Ruhe bringen.

Schon im Vorfeld des Spiels war man voller Optimismus. Die wichtigen Stammspieler waren zusammen geblieben, die Mannschaft wurde an den richtigen Stellen verstärkt. In der Vorbereitung hatte man unter anderem gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt gewonnen (3:2) und gegen den Bundesligisten Kaiserslautern ein Remis erzielt (1:1). Außerdem trauen einige Trainer der 3. Liga Sandhausen sogar den Aufstieg zu, was aber, wie man letzte Saison gesehen hat, nichts positives sein muss (18 von 20 Trainer erklärten den SVS zum Aufstiegsfavoriten Nummer 1. Die Mannschaft legte daraufhin eine miserable Hinrunde hin, überwinterte auf einem Abstiegsplatz. Erst mit der Wiederverpflichtung von Trainer Gerd Dais rettete man sich vor dem schon sicher geglaubten Abstieg.) .

Zum Spiel:


Trainer Gerd Dais ließ drei Neuzugänge von Anfang an ran: Busch (gekommen von RW Ahlen) in der Abwehr, Kandziora (Borussia Dortmund II) und Aykut Öztürk (Carl Zeiss Jena) im Mittelfeld. Auch eine große Überraschung war dabei: Vor ca. einer Woche wurde vermeldet, dass sich Kapitän Frank Löning beim Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte und mindestens drei Wochen ausfällen würde. Doch Löning spielte von Anfang an, ist sogar, wie er nach dem Spiel dem SWR sagte, "schmerzfrei".

Das Spiel begann. Der SVS zeigte in der Anfangsphase mehr Engagement als Aalen, hatte mehr Ballbesitz. Schon nach 13 Minuten passierte es: Nach einem Eckball sprang Abwehrhühne Daniel Schulz am höchsten und erzielte das 1:0 für die Sandhäuser. Das war wie ein kleiner Weckruf für die Aalener, die die Anfangsphase total verschlafen hatten. Die Angriffbemühungen blieben aber vor dem Tor zu harmlos, als dass man Torhüter Ischdonat in Gefahr hätte bringen können. Der SV Sandhausen beschränkte sich auf Konter und Standartsituationen, diese waren aber immer gefährlich.

In Durchgang zwei ein ähnliches Bild, mit dem Unterschied, dass der VFR Aalen nun auch mal gefährlich wurde: Ex-Sandhäuser Leandro Grech traf nach 60 Minuten "nur" das Lattenkreuz. Eine Minute später auf der Gegenseite ein Eckball für die Sandhäuser. Nach einer Kopfballverlängerung zieht Kapitän Frank Löning aus kurzer Distanz ab und entscheidet das Spiel - 2:0 ! Löning war es auch, der einige Minuten später einen Kopfball gegen die Latte setzte. Der SVS spielte die Führung in der Schlussphase locker runter und gewann am Ende verdient. Der eingewechselte Rohracker (66.) machte ein super Spiel !

Kommentar:


Ein Auftakt nach Maß für uns ! Der SVS ist nun seit 25 Spielen (zählt man die Test- und Pokalspiele dazu) ungeschlagen. Von der Spielweise ist es unter Gerd Dais ganz anders als letzte Saison (damaliger Trainer Frank Leicht). In der letzten Saison bemühte man sich immer schönen Offensivfußball zu spielen, war vor dem Tor aber nicht effektiv genug, nutzte seine Chancen nicht. Dies ist nun anders. Die Mannschaft hatte in diesem Spiel nicht viele Chancen, verwertete diese aber und stand auch in der Defensive gut. Vor allem die Standards waren überragend. So folgt nach der Pflicht nun die Kür: Am Samstag kommt der Deutsche Meister Borussia Dortmund an den Hardtwald (DFB-Pokal 1. Runde)! Schon 4 Tage später muss man dann auswärts, in Offenbach ran. Man darf gespannt sein was die nächsten Spiele bringen. Vielleicht geschieht nach 1995 (13:12 i.E. gegen den VFB Stuttgart) ein zweites Wunder.



SV Sandhausen: Ischdonat - Kandziora, Schulz, Pischorn, Busch - Glibo - Danneberg, Ulm (83. Blacha), Blum (84. Halfar ), Ötztürk (66. Rohracker ) - Löning


VfR Aalen: Bernhardt - Traut , Gorka, Kister , T. Schulz - A. Hofmann - Mössmer (46. Calamita ), Leandro , Ruiz , Haller (61. Sauter ) - Lechleiter
 

Tore: 1:0 D. Schulz (13.) 2:0 Löning (61.)


Zuschauer: 2100 
Schiedrichter: Thomas Metzen (Mechernich)
Gelbe Karten: Haller, Gorka (beide Aalen)




www.maps-einbinden.de

Montag, 11. April 2011

VFR Aalen : SV Sandhausen 09.04.11 | 0:0

Aalen. So hätte das wohl nach dem berauschenden 5:0 gegen Ahlen nicht jeder erwartet. Der SVS muss sich an diesem Tag mit einem 0:0 gegen den Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib begnügen. Zwar hält die Serie - man ist seit nun mehr sieben Spielen ungeschlagen und hat die letzten sechs Spiele zu Null gespielt - jedoch bot die Mannschaft eine magere Leistung an diesem Tag. Die Gastgeber aus Aalen hatten sogar ein leichtes Chancenübergewicht.

Gerd Dais schickte die gleiche Mannschaft wie im letzten Spiel beim Kantersieg gegen RW Ahlen aufs Feld.
Die ersten 20 Minuten dieses Spiels gelten im Nachhinein fast als die ereignisreichste Phase. Auf der Seite der Gäste vergaben Blum (5.) und Schauerte (10.), bei den Gastgebern war es zweimal Lechleiter (16. und 18.). Diese herausgespielten Chancen wurden jedoch auf beiden Seiten kläglichst vergeben. Von da ab dümpelte das Spiel vor sich hin. Es waren die Gastgeber die in der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte nochmal das Tempo erhöhten. Doch die Defensive des SVS stand erneut zu gut um großartig zu Chancen zu kommen. in der 42. Minute gelang es Kettemann doch. Der Ball rollte jedoch knapp am Pfosten vorbei. So ging man in die Kabine.









Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Beide Mannschaften stehen defensiv gut, die Offensivabteilungen beider Mannschaften jedoch ein Totalausfall an diesem Tag. In der 64. Minute dann jedoch eine 100%ige Chance für die Sandhäuser: Löning lupfte den Ball über die Abwehrkette der Aalener, so dass Schauerte allein vor Torhüter Bernhardt war. Auch Schauerte versuchte den Ball über Bernhardt zu heben, traf dabei aber nur die Latte. Schade. In der 66. Minute, also kurz danach, dann die größte Chance für Aalen: Lechleiter zieht im Strafraum ab, trifft jedoch nur den Innenpfosten. Nach diesen beiden riesen Chancen passierte dann eigentlich nichts mehr. Es blieb beim gerechten 0:0

Ich war schon eigentlich sehr überrascht, dass die Mannschaft nicht wirklich viel aus dem 5:0 Kantersieg gegen RW Ahlen, vier Tage zuvor, mitgenommen hat. Man stand defensiv zwar wieder überragend, wie die letzten sieben Spiele, der Offensivrausch vom Mittwoch blieb jedoch aus. Trotz dessen muss man denke ich mit dem einen Punkt zufrieden sein und sollte nicht vergessen, dass wir uns weiterhin im Abstiegskampf befinden, wir brauchen also jeden Punkt. Am nächsten Freitag ist am Hardtwald der Tabellenvierte aus Erfurt zu Gast. Die Thüringer spielen noch um den Aufstieg in die 2. Liga mit und werden uns sicherlich keine Punkte schenken. Ich denke aber trotzdem, dass wir einige Chancen haben, da wir bereits oft in dieser Saison gezeigt haben, dass wir gerade gegen "große" Gegner guten Fußball spielen können. Also Jungs: Auf gehts SV Kämpfen und Siegen!


Noch eine kleine Bemerkung zu den Sandhäusern an diesem Tag: Ich war wirklich sehr positiv überrascht, dass ihr euch wirklich hingestellt und die Mannschaft supportet habt. Da von meiner Seite großen Respekt. Ich finde es jedoch ein Unding, dass ihr, und das ist jetzt hauptsächlich an die Veteranen gerichtet, nur weil ihr auf uns sauer seid, "scheiß VFR Aalen" singt. Das ist einfach total engstirnig. Freibeuter schreibt bei seinem Carpe-Diem Bericht z.B. auch wie sympathisch ihm die Aalener Fans waren.
Ich hoffe weiter auf ein Verbleiben beider Vereine in Liga 3.


SV Sandhausen: Ischdonat - Hillenbrand, Schulz, Pischorn, Sievers - Glibo - Schauerte (80. Benschneider), Danneberg, Ulm (71. Dorn), Blum (61. Pinto) - Löning


VFR Aalen: Bernhardt - Scheuring, Barg, Sulu, Valentini - Hofmann - Traut (81. Haas), Kettemann, Lechleiter, Fink (56. Herröder) - Grüttner (71. Almeida-Knüttgen)


Tore: Keine.


Zuschauer:  2514


SchiedsrichterKunzmann (Bad Hersfeld)