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Montag, 20. Februar 2012

26. Spieltag: SV Wehen Wiesbaden - SV Sandhausen 18.02.12 | 0:4

In einem sehr einseitigen und unausgeglichenen Spiel gewinnt der SV Sandhausen in Wiesbaden mit 0:4. Die Sandhäuser gingen früh in Führung und kontrollierten über 90 Minuten die Partie gegen eine Wiesbadener Mannschaft, die vor allem in der Defensive katastrophale Schwächen offenbarte. Für die Gäste aus Sandhausen war es also ein perfekter Tag: Man schenkte dem Team von Peter Vollmann bei dessen Debut eine Packung ein, eroberte sich dank des nun besseren Torverhältnisses die Tabellenführung von Aalen zurück und beim Top-Torjäger und Kapitän Frank Löning ist der Knoten durch sein Dreierpack geplatzt. Dazu kommt, dass der Dritte aus Regensburg in Bielefeld Punkte liegen ließ.

In Wiesbaden ging es unter der Woche turbulent zu. Erst verlor man das Nachholspiel zu Hause mit 2:0 gegen Osnabrück, dann wurde Trainer Gino Lettieri nach zwei Jahren in der Landeshauptstadt Hessens entlassen. Nachfolger ist der aufstiegserfahrene Peter Vollmann, der 2002 mit Eintracht Braunschweig und 2011 mit Hansa Rostock in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. Diesmal gilt es jedoch bis zum Ende der Saison den Abstieg zu verhindern. Denn die Wiesbadener mussten ihre Ziele wegen der letzten Wochen und den damit verbundenen schlechten Leistungen der Mannschaft deutlich nach unten korrigieren. Vor der Saison sagten 16 von 20 Trainer der 3. Liga, dass Wiesbaden der Top-Favorit auf den Aufstieg sei und dies war vor der Saison auch noch das Ziel des Vereins, immerhin hatte man sich mit erfahrenen Erst- und Zweitligaspielern verstärkt. Auch zwei alte Bekannte spielen beim SVWW: Der langjährige Verteidiger und Publikumsliebling der Sandhäuser Alf Mintzel und Torhüter Michael Gurski. Gerade beim Debut des neuen Trainers standen die Zeichen jedoch schlecht, immerhin ging es gegen den Tabellenzweiten und Trainer Vollmann musste auf acht Spieler verzichten.

300 Sandhäuser Fans waren nach Wiesbaden gereist um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. Diese hatten die Anfeuerung auch bitter nötig, immerhin verlor man in der vorigen Woche das Nachholspiel gegen den VFR Aalen, der dem SVS nicht nur drei Punkte, sondern auch noch die Tabellenführung abknüpfte. So war es an diesem Tag wichtig wieder in die Spur zu finden. Gerd Dais gab schon vor dem Spiel bekannt, dass er den Spielern vertrauen wird, die er auch schon gegen Aalen von Anfang an gebracht hat. Vor dem Spiel wurde dann bekannt, dass es doch eine Änderung gab: Für Kandziora sprang Marcel Busch als Außenverteidiger ein.Bieler. 


Der SV Sandhausen war von Beginn an die engagiertere Mannschaft. Gegen, vor allem in der Defensive, schlecht stehende und lustlose Wiesbadener kam man deswegen früh zu Chancen. So auch nach sieben Minuten, als Marco Pischorn einen Ball nach vorne schlägt, dieser vom Wiesbadener Bieler mit dem Kopf amateurhaft geklärt wird, so dass SVS-Kapitän Frank Löning den Ball per Volley für Gurski unhaltbar ins rechte Eck donnert - ein Tor mit *Tor des Monats*-Charakter. Endlich gelang dem immer sehr gut spielenden Frank Löning mal wieder ein Treffer, immerhin hatte er seit neun (!) Spielen nicht mehr getroffen.
Die Wiesbadener versuchten in der Folge ins Spiel zu finden und übernahmen etwas die Initiative. Es dauerte jedoch fast eine halbe Stunde, bis sich das Bemühen der Hessen wirklich in ansehnliche Torchancen verwandelte. Beim Schuss des Wiesbadeners Janjic bewies Torhüter Daniel Ischdonat seine ganze Klasse, denn diesen Ball hätte nicht jeder Torwart der 3. Liga in dieser Weltklasse-Manier aus dem Winkel gefischt. Zwar hatten die Wiesbadener noch zwei weitere Chancen, diese aber so wie die vor der Großchance durch Janjic eigentlich nicht erwähnenswert. Trotz der kleinen Wehener Drangphase, wenn man es so nennen mag,  spielte der SVS den besseren und reiferen Fußball. Vor allem beim eigenen Aufbau- und Offensivspiel hatte man alle Zeit der Welt und wurde nicht angegangen. So fiel dann auch zehn Minuten vor der Pause das zweite Tor für die Gäste. Danny Blum schlägt einen Ball in den Strafraum, David Ulm hat alle Zeit der Welt zu warten bis Marcel Busch angelaufen kommt, legt diesem dann den Ball vor und hört ihn dann zwei Sekunden später wieder an sich vorbei in Richtung Tor rauschen - das 0:2 durch Marcel Busch. Das war ein unglückliches Gegentor für den Ex-Sandhäuser Michael Gurski, denn der Schuss von Marcel Busch wurden noch vom eigenen Abwehrspieler abgefälscht, so dass Gurski - wie schon beim ersten Gegentor, keine Abwehrchance hatte. 
Die Wiesbadener wirkten nach diesem zweiten Gegentor nun etwas verunsichert, doch es kam noch schlimmer für sie. Kurz bevor Schiedsrichter Benjamin Cortus die Pfeife zum Halbzeitpfiff in den Mund nahm, rappelte es noch einmal im Kasten von Michael Gurski: Nach einem Eckball konnte keiner der Wiesbadener entscheidend klären, so dass der Ball, wie schon bei seinem ersten Tor, Frank Löning an der Strafraumgrenze vor die Füße rollte, und von diesem im linken Eck versenkt wird. Danach ging es in die Kabine, die Sandhäuser Fans skandierten etwas frühzeitig, aber wohl nicht abwegig: "Auswärtssieg, Auswärtssieg...", während die Wiesbadener Spieler mit hängenden Köpfen in die Kabine gingen, denn wie soll man denn einen 0:3-Pausenrückstand aufholen ? 

Nach der Pause das gleiche Bild: Sandhausen gewinnt die Zweikämpfe, Sandhausen mit Lufthoheit, Sandhausen mit schnellem Umschalten, Sandhausen mit schönem Offensivspiel - Sandhausen dominiert das Spiel. So bekam man gleich die erste Möglichkeit. Nach einem Eckball erzielte Marco Pischorn beinahe das 4. Tor, doch ein Wehener klärt für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie. Doch das 4. Tor ließ tatsächlich nicht lange auf sich warten: So läuft Nico Klotz mit dem Ball von der Mittellinie bis in den Strafraum ohne in irgendeiner Weise bedrängt zu werden und legt dann auf den in der Mitte lauernden Löning ab, der den Dreierpack perfekt macht. Gerade bei diesem Tor verteidigte die Wiesbadener Hintermannschaft wie die eines Amateurclubs, wie sonst könnten zwei Spieler eine komplette Abwehr überwinden.
Weiter ging es über Nico Klotz, der noch einmal durchs komplette Mittelfeld marschierte und erst am guten Michael Gurski scheitert. Michael Gurski war der einzige Wiesbadener, der ansatzweise seine Form auf den Platz brachte an diesem Tag, was die Wiesbadener Fans, die im übrigen in der Pause ihren Banner abgehängt und den Support eingestellt hatten, mit ihrem "Außer Gurski könnt ihr alle gehn' "-Gesang ebenfalls zum Ausdruck brachten.
Sandhausen fuhr danach einen Gang runter, blieb jedoch stets offensiv gefährlich. So zeigte Danny Blum bei einem Freistoß aus 33 Metern seine überragende Schusstechnik, denn dieser Schuss hätte direkt im Winkel eingeschlagen, wäre Gurski nicht noch drangekommen. Bis zum Ende des Spiel verteidigten die Sandhäuser abgeklärt, sparten Kräfte und spielten das Spiel wie eine Spitzenmannschaft herunter. Es bleibt am Ende beim 0:4 für die Gäste aus Sandhausen, die sich dadurch die Tabellenführung vom VFR Aalen zurückholen, der zu Hause gegen Burghausen mit 2:0 gewann. Es war also ein Alptraum eines Debuts für Neu-Trainer Vollmann, doch auch dieser gab nach dem Spiel zu, dass der Sieg der Sandhäuser "in Ordnung gehe..". Gerd Dais bemängelte sogar, dass man "nicht noch ein paar Tore mehr..." erzielt hätte, trotzdem "kann man mit dem 0:4 sehr zufrieden sein..". Nach dem Spiel wurde dann noch mit den Fans gefeiert. Ein rundum perfekter Tag für den SV Sandhausen.



Kommentar:

Besser als in diesem Spiel geht es eigentlich nicht. Wir haben uns, die Spieler wie die Fans, in Wiesbaden eindeutig als zweitligareif verkauft, die Tabellenführung wieder übernommen und den Vorsprung auf Rang drei und vier vergrößert. Wiesbaden hatte nicht den Hauch einer Chance und wenn sie mal wirklich zum Zug kamen, war Daniel Ischdonat da.
 Jetzt kommt am Samstag Oberhausen zu uns an den Hardtwald. Gerade gegen diesen vermeintlich schwachen, weil gegen den Abstieg spielenden, Gegner sollte man aufpassen, immerhin setzte es im Hinspiel in Oberhausen eine 4:1-Niederlage, doch so wie die Mannschaft gerade spielt bleiben die drei Punkte hoffentlich am Hardtwald. 
Nur mal am Rande: Der SVS ist dann seit mittlerweile über einem Jahr, nämlich seit genau 378 Tagen zu Hause ungeschlagen.



SV Wehen Wiesbaden: Gurski, Schimmel, Lanzaat, Döringer, Bieler, Book, Ivanna (46. Smeekes), Kolb, Christ (81. Menga), Janjic, Wohlfarth (76. Bouhaddouz).
SV Sandhausen: Ischdonat, Busch, Pischorn, Schulz, Schauerte, Fießer, Klotz, Danneberg (76. Glibo), Ulm (76. Blacha), Löning (81. Grimaldi), Blum.
Tore: 0:1 Löning (7.), 0:2 Busch (35.), 0:3 Löning (43.), 0:4 Löning (52.). 
Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach) 
Zuschauer: 2.553

Sonntag, 5. Februar 2012

24. Spieltag: Arminia Bielefeld - SV Sandhausen 04.02.12 | 1:3


Der SV Sandhausen hat wie erhofft an den Heimerfolg gegen Unterhaching angeknüpft und gewinnt in Bielefeld auf der Alm mit 1:3. Bei deutlichen Minusgraden und vereistem Platz nutzten die Kurpfälzer ihre wenigen Chancen, dem Wetter entsprechend und im Stile eines Aufsteigers, eiskalt aus - das vor allem in den Heimspielen hochkochende und leidige Thema Chancenverwertung stand also diesmal nicht zur Debatte. Es war die erste Heimpleite seit sieben Spielen für die Arminia. Im Spitzenspiel zwischen Aalen und Regensburg dreht Aalen das Spiel und rückt auf den zweiten Platz der Tabelle vor. Somit würde es im Nachholspiel, das eigentlich am Dienstag stattfinden soll, aber noch wegen dem vereisten Aalener Platz auf der Kippe steht, zum Spitzenspiel Zweiter gegen Erster kommen.

Nach dem 3:1-Erfolg gegen Unterhaching vergangene Woche wurde nichts an der Anfangself geändert - es gab ja auch keinen Grund dazu. Das neue, offensivere System hatte schließlich gegriffen. Gegen die Arminen, deren Formkurve deutlich nach oben zeigt, wollte man, nachdem man am vergangenen Samstag am heimischen Hardtwald gegen Unterhaching gewonnen hatte, nachlegen und so eine Serie starten.

Die Arminen dagegen wollte dem Tabellenführer zumindest einen Punkt abluchsen und ihre Serie von sechs Heimspielen ohne Niederlage ausbauen. Die Bielefelder wurden im Vorfeld als deutlich stärkerer Gegner als Unterhaching gehandelt, zeigt die Mannschaft doch, seitdem Stefan Krämer der Cheftrainer der Arminen ist, einen ansehnlichen Fußball und ist in der 3. Liga angekommen. Keine einfach Aufgabe also für den SV Sandhausen, zudem war bei mehr als zehn Minusgraden der Platz gefroren und rutschig.

Als erstes übernahmen die Bielefelder die Initiative, brachten jedoch nichts gefährliches Zustande, außer zwei Angriffe, die aber von der Sandhäuser Abwehr in ihrer Entstehung gestoppt wurden. Nach dreizehn Minuten dann der SVS, von dem zuvor noch keine Offensivaktion zu sehen war: Ulm spielt einen steilen Pass, der eigentlich Blum erreichen soll, jedoch zu ungenau ist, so dass er dem Bielefelder Hübner vor die Füße kommt. Als dieser jedoch in Richtung des eigenen Torwarts läuft und diesem zuspielen möchte, taucht Danny Blum von hinten auf und schiebt blitzschnell ein, Nico Klotz berührt den Ball nicht mehr und überlässt Blum das Tor. Trotz des Abwehrbocks von Hübner eine außergewöhnliche Aktion von Blum, bei dem gegen Unterhaching der Knoten geplatzt ist. Zehn Minuten später: Ulm wird einige Zentimeter vor der Strafraumgrenze gefoult - sehr gute gesehen von Schiedsrichter Harm Osmers. Den darauffolgenden Freistoß tritt Julian Schauerte und zirkelt diesen wunderbar ins obere linke Eck. In der Folge sah man, wie schon zuvor, ein relativ schwaches Spiel mit Vorteilen für Sandhausen, zumindest im Mittelfeld gewann man viele Bälle, kam jedoch nicht oft zum Abschluss. Kurz vor der Pause tauchte dann noch einmal Danneberg vor Arminen-Keeper Ortega auf, schoss jedoch den Ball über das Gehäuse. Zur Halbzeit führten die Sandhäuser verdient mit 0:2. Zwar hatte man sich kaum Chancen erspielt, was bei dem vereisten Boden jedoch auch schwer war, man nutzte aber die ersten beiden Chancen gleich ganz abgezockt aus.

Auch nach der Pause waren die Gäste die bessere Mannschaft. Wenn Bielefeld mal einen Angriff versuchte, verhedderte man sich in der gnadenlosen SVS-Defensive. So gibt es bis zur 62. Minute auch nichts besonderes zu berichten. Nach einem Eckball hält Ortega zunächst den Kopfball von Pischorn, beim Nachschuss des Selbigen lag der Arminen-Torwart jedoch schon geschlagen am Boden, so dass die Entscheidung im Spiel gefallen war - der SVS führte mit 0:3. Danach wechselte Krämer noch drei Offensivkräfte ein um wenigstens ein bisschen Ergebniskosmetik zu betreiben. Die Einwechslungen fruchteten und die Arminia kam zu einigen etwas besseren Angriffen, auch weil der die Sandhäuser jetzt nicht mehr so konsequent in die Zweikämpfe gingen. So gelang Arminia Bielefeld in der 69. Minute noch der Treffer zum 1:3 durch Rzatkowski. In der Folge machten sich die Bielefelder noch Hoffnung, konnten aber bis zum Ende kein Tor mehr erzielen. So blieb es beim hochverdienten und abgezockten 1:3-Auswärtserfolg für den SV Sandhausen. In der defensive souverän und abgeklärt, in der Offensive effektiv und abgezockt - das waren die Sandhäuser an diesem Tag.


Am Dienstag, den 07.02.12 findet, wenn sich die Platzverhältnisse in Aalen nicht deutlich verschlechtern, das Nachholspiel vom 21. Spieltag statt. Dadurch, dass der VFR Aalen sich nun in der Tabelle auf Platz 2 befindet, steht also ein absolutes Spitzenspiel vor der Tür. Die Aalener, die die letzten vier Spiele gewonnen und drei davon gedreht haben, wollen dem Spitzenreiter ein Bein stellen und zu diesem aufschließen.


Kommentar:


Habe ich in der letzten Wochen noch den vergebenen Chancen hinterhergetrauert, so kann man, so denke ich, mit der Mannschaft sehr zufrieden sein. Zwar hat man nicht so gut wie gegen Haching gespielt, was jedoch auch den Platzverhältnissen anzurechnen war, jedoch zeigte man sich wie eine Mannschaft, die wirklich aufsteigen will und auch die Fähigkeiten dazu hat. Denn wenn man aus den ersten beiden Chancen zwei Tore macht, dann ist man ein absolutes Spitzenteam. So steht am Dienstag nun das Spiel gegen Aalen an. Es wird eine ziemlich enge Kiste werden, denn die Jungs von Ralph Hasenhüttl sind im Moment sehr gut drauf - man darf also gespannt sein. Forza SVS ! 





Arminia Bielefeld: Ortega - Riemer (63. Hille), Hübener, Hornig, Krük (64. Kullmann) - Jerat, Schütz - Rahn, Rzatkowski, Schönfeld - Klos
SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Kandziora - Fießer - Klotz (86. Kittner), Danneberg, Ulm (90. Glibo), Blum - Löning (90+1. Grimaldi)
Gelber Karten: Jerat, Schönfeld
Tore: 0:1 Blum (13.) 0:2 Schauerte (23.) 0:3 Pischorn (62.) 1:3 Rzatkowski (69.)
Zuschauer: 6500
Schiedsrichter: Osmers (Hannover)


Donnerstag, 10. November 2011

16. Spieltag: VFB Stuttgart II - SV Sandhausen 05.11.11 | 0:1

Jede Serie geht einmal zu Ende...Jedoch nicht die des SV Sandhausen - ganz im Gegenteil: Der SV Sandhausen gewinnt mit 0:1, durch ein Tor von Ex-Stuttgarter Marco Pischorn in der 25. Minute und fügt dem VFB Stuttgart II die erste Heimpleite der Saison zu. Durch diesen Auswärtssieg stehen die Sandhäuser weiter an der Tabellenspitze mit dem gleichgebliebenen Vorsprung von fünf Punkten auf den Zweiten aus Regensburg.

Zum Spiel:

Auf Seiten des SVS konnte man keine Veränderungen im Vergleich zum Spiel eine Woche zuvor gegen Saarbrücken bemerken.

Schon vor dem Spiel standen vor allem die beiden Torjäger Frank Löning und Neu-Stuttgarter sowie Ex-Hoffenheimer Christoph Hemlein im Fokus. Hemlein hatte in den letzten Wochen einige Einsatzzeit in der 1. Liga genießen dürfen und sollte an diesem Tag die Sandhäuser auf den Boden der Tatsachen zurückschießen.

Dementsprechend begannen die Stuttgarter auch sehr engagiert. So musste Ischdonat schon in den Anfangsminuten sein Können zeigen. Doch auch der SV Sandhausen kam immer wieder zu Chancen, meist durch  individuelle Abwehrfehler der Stuttgarter begünstigt. So fällt in der 25. Minute dann nach einem Eckball das Führungstor für die Gäste aus Sandhausen durch den Ex-Stuttgarter und Abwehrspieler Marco Pischorn. Die Stuttgarter waren bis zum Führungstor zwar die spielbestimmende Mannschaft mit den klareren Chancen, der SVS schlug in Person von Pischorn jedoch eiskalt zu. Nach dem Gegentor waren gewannen die Gäste aus Sandhausen zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Zwar folgten weiter viele Angriffe der Schwaben, diese verebten jedoch im starken Abwehrverbund der Badener. Gleichzeitig machten die Sandhäuser aber auch mehr für die Offensive. So hatte kurz vor der Pause Roberto Pinto die Riesenmöglichkeit das 2. Tor zu schießen, schoss aber ein kleines bisschen zu hoch.

Vor 300 Zuschauern, die aus Sandhausen angereist waren, ging es weiter. Der SV Sandhausen jetzt mit einem deutlich aggressiveren Pressing und auf Konter lauernd, man wollte hier unbedingt nachlegen, um den Sieg nicht noch aus der Hand zu geben. So zwang man die VFB-Abwehr zu einigen Fehlern, die jedoch leichtfertig vergeben wurden. Kandziora, Blacha vergaben gute Chancen, Löning gar tauchte vor Torhüter Wieszt mutterseelenallein auf, brachte den Ball jedoch nicht an diesem vorbei. Auch in der Folge parierte der junge Gastgeber-Keeper überragend. So vereitelte er immer wieder gute Chancen der Sandhäuser, so dass diese es nicht schafften den Ball im Tor unterzubringen. Die Stuttgarter waren zwar sehr bemüht, jedoch nicht wirklich konstruktiv im Spielaufbau. Außerdem stand die Abwehr der Gäste an diesem Tage viel zu sicher, um etwas gefährliches zuzulassen. So blieb es beim hochverdienten Sieg für den SV Sandhausen. Nach dem Spiel gingen die Spieler zu ihren Fans und ließen sich gebührend feiern, stimmten allerdings nicht in die "Spitzenreiter, Spitzenreiter"-Rufe ihrer Fans ein. In Sandhausen wird darauf geachtet nicht abzuheben......

Kommentar:



Bis auf die ersten Minuten hatten uns die Stuttgarter Amateure nichts entgegenzusetzen. Der Sieg hätte eigentlich noch viel höher ausfallen können bzw. müssen. Da ein Sieg jedoch ein Sieg ist und drei Punkte drei Punkte sind, ist es nicht relevant, dass nicht nachgelegt wurde. Sehr schön fande ich, dass diesmal so viele Fans mit auswärts gefahren sind, die Mannschaft braucht diese Unterstützung. Jetzt kommt erstmal das Spiel im Pokal und dann in zwei bzw. drei Wochen die schweren Spiele gegen die ambitionierten Mannschaften aus Münster und Osnabrück. Da gilt es sich zu beweisen, wenn man weiter ganz oben in der Tabelle stehen möchte. Ich bin jedoch ziemlich zuversichtlich, dass unsere Jungs das schon machen werden.


VfB Stuttgart II: Wieszt - Vecchione (62. Holzhauser), Bicakcic, Vier, Hertner - Rathgeb, Röcker - Riemann, Janzer (69. Benyamina) - Hemlein (77. Breier), Aschauer


SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Schulz (48. Kittner), Pischorn, Halfar - Glibo - Pinto, Blacha (75. Fießer), Ulm, Kandziora (63. Blum) - Löning
Gelbe Karten: Hemlein - Ulm 
Tore: 0:1 Pischorn (25.)
Zuschauer: 900
Schiedsrichter: Kunzmann (Bad Hersfeld)

Sonntag, 23. Oktober 2011

14. Spieltag: SV Werder Bremen II - SV Sandhausen 22.10.11 | 0:2

"Bis über die 90 Minuten haben wir es nicht geschafft das Spiel in den Griff zu bekommen, aber heute haben wir mal mit kämpferischem Herz gezeigt, dass wir auch solche Spiele gewinnen können. Wir haben heute zwei oder drei Torchancen gehabt, davon zwei gemacht, das ist schon ganz gut so", sagte Kapitän Frank Löning nach dem Spiel. Der SV Sandhausen tat sich tatsächlich schwer bei den Werder Amateuren auf Platz 11 in der Nähe des Weserstadions. Vor allem in Halbzeit eins waren die Bremer die bessere Mannschaft. Doch die Sandhäuser nutzen in der 2. Hälfte ihre Chancen eiskalt aus, so dass man weiter auf Platz 1 der Drittligatabelle steht, mit einem Vorsprung von nun vier Punkten auf den Tabellenzweiten aus Regensburg, auch weil sich eben genanntes Regensburg und Heidenheim 1:1 trennten und außerdem Saarbrücken in Burghausen mit 2:0 verlor.

Zum Spiel:


In der Startelf des letzten Spiels wurden keine Änderungen vorgenommen.

Wer geglaubt hat, dass die Werder Amateure aus Respekt vor dem Tabellenführer klein beigeben würden, der lag an diesem Tag sehr falsch. Die Bremer mit einem schnellen und engagierten Beginn. So bekam Sandro Wagner einen langen Ball auf den Fuß gespielt und drosch ihn von der Strafraumgrenze aus an den Pfosten - Glück für den SVS. Wenig später dann die Sandhäuser mit der ersten richtigen Chance. Beim Freistoß von Roberto Pinto musste sich der mehrfach Bundesligaerfahrene Vander ganz lang machen. Doch die Bremer Amateure waren in der Anfangsphase das bessere Team. Doch zum Glück hat der SV Sandhausen einen Torwart, der eigentlich in jedem Spiel fehlerfrei agiert. Auch an diesem Tag machte Daniel Ischdonat ein sehr gutes Spiel. In der 16. Minute dann eine kuriose Szene: Nach einem Eckball für den SVS kommt niemand direkt an den Ball, so dass Kandziora diesen ein paar Meter vom rechten Pfosten aufnimmt. Vander kommt herangerauscht und Kandziora geht zu Boden. Schiedsrichter Jan Seidel entschied auf Strafstoß für die Gäste. Das war jedoch eine klare Fehlentscheidung, wie die TV-Aufnahmen später zeigten, da Vander klar den Ball gespielt hatte. Eine Sache für Frank Löning, dachte man zumindest. Vander hielt den mittig geschossenen Ball vom Sandhäuser Kapitän. In der Folge die Bremer weiter mit mehr Spielanteilen. Vom SVS erst wieder 10 Minuten vor der Pause etwas zu sehen, doch den guten Schuss von Halfar hält Vander ohne Probleme fest. Zur Pause steht es weiter 0:0

Nach der Pause Chancen auf beiden Seiten. Zuerst die Gäste durch den Kopfball von Kandziora, dann auf der anderen Seite wieder die Bremer durch Sandro Wagner - Ischdonat war jedoch mal wieder zur Stelle. Doch die Sandhäuser nun deutlich stärker als noch in Hälfte 1. Es war klar: Man wollte nun die Führung...
Die fiel dann auch in der 58. Minute: Nachdem Löning noch gegen den Querbalken hämmerte, traf Kandziora im Nachschuss ins Tor. Wenig später sogar die Chance durch Pischorn zum Nachlegen, dessen Kopfball Vander jedoch hielt. Die Führung des SVS in dieser Phase jedoch weiter in Gefahr. Die Bremer drängten auf den Ausgleich. Auf Seiten der Sandhäuser stand man jedoch gut in der Defensive, so dass es nicht zu einem Ausgleichstor kam. In der 87. Minute erhöhten die Sandhäuser dann auf 2:0. Löning und Ulm ließen die Bremer Defensive alt aus sehen. Sie liefen zu zweit vom Mittelfeld los, ehe Ulm im Strafraum mit links den Ball ins Tor schlenzte. Es blieb auch beim 2:0, so dass der SV Sandhausen die Führung in der Tabelle verteidigte und den Vorsprung auf die Verfolge sogar ausbaute.

Kommentar:


Auch so einen Sieg muss es mal geben. An diesem Tag sah man ein ganz anderes Gesicht unseres SV Sandhausen. Normalerweise hatte man immer dutzende von Chancen, die man nur geringfügig nutzte. An diesem Tag war man jedoch zum Teil die Mannschaft, die den schlechtern Fußball zeigte. Jedoch den effektiveren. Zwar verschoss Frank Löning in Hälfte eins noch den Foulelfmeter, jedoch zeigte man in Hälfte zwei wie effektiver Drittligafußball aussehen kann. Obwohl man nun den Vorsprung in der Tabelle ausgebaut hat und sich Saarbrücken gerade in einer Mini-Krise befindet, sollte man trotzdem mit 100 % Einsatz und Konzentration in das Spitzenspiel am nächsten Wochenende am Hardtwald gegen eben jenes Saarbrücken gehen. Doch ich denke, dass das unsere Jungs schon machen werden....!



SV Werder Bremen II: Vander - Stevanovic, Hahn, Schoppenhauer, Hartherz - Trybull - Nagel (70. Füllkrug), Grashoff - Trinks (67. Kroos) - Thy, Wagner


SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar - Glibo - Pinto (81. Öztürk), Danneberg (46. Blacha), Ulm, Kandziora (84. Kittner) - Löning
Gelbe Karten: Hartherz - Halfar
Tore: 0:1 Kandziora (58.) 0:2 Ulm (87.)
Zuschauer: 536
Schiedsrichter: Seidel (Hennigsdorf)
Besondere Vorkommnisse: Vander hält Foulelfmeter von Löning (16.)

Sonntag, 2. Oktober 2011

12. Spieltag: SV Babelsberg 03 : SV Sandhausen 01.10.11 | 1:2

Am Samstagnachmittag nahm der SV Sandhausen die Hürde Babelsberg - man besiegte die "fast-Berliner" dank der Tore von Pinto und Löning mit 2:1. Wenn man vor allem die 2. Hälfte betrachtet, kommt wieder das Thema "Chancenverwertung" auf den Tisch, denn der Sieg hätte deutlich höher ausfallen müssen. "Ich denke mit einem zwei-Tore-Vorsprung wäre das Spiel vorzeitig entschieden gewesen, so mussten wir bis zum Ende zittern", sagte auch Trainer Gerd Dais nach dem Spiel. Nichtsdestotrotz wurden die drei Punkte gewonnen und man kletterte in der Tabelle auf Rang 6, mit nur einem Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsrang und vier Punkte auf den Tabellenführer aus Regensburg.

Zum Spiel:

Drei Änderungen gab es im Vergleich zum Jena-Spiel: Schauerte spielte für Fießer, Öztürk für Kandziora und Löning für den verletzten Dorn. Vor dem Spiel gab es dann noch eine erfreuliche Nachricht: Daniel Ischdonat, der sich in Jena verletzt hatte und es eigentlich vorher hieß, dass er nicht auflaufen könne, spielte von Beginn an.

Schon nach drei Minuten gingen die Gäste aus Sandhausen durch Roberto Pinto in Führung. Dieser rannte mit dem Ball, nach einem Pass von Löning, alleine vom Mittelfeld aus los, bis er beim Strafraum angelangt war und Babelsberg-Keeper Zacher vernaschte. Die komplette Viererkette der "Nulldreier" lief nur brav nebenher, anstatt Pinto während seines 40-Meter Solos den Ball abzunehmen. Babelsberg sichtlich geschockt vorerst ohne Gegenwehr. Nach zehn Minuten kam die Heimmannschaft dann erstmals richtung Sandhäuser Tor - die Flanke fand jedoch nicht den Mitspieler. Nach einer Viertelstunde dann jedoch der Ausgleich: Nach einer Flanke und einer Kopfballverlängerung, gab es Getümmel im Strafraum, Babelsberg-Stürmer Müller hatte jedoch am schnellsten den Fuß hinterm Ball und schob aus kurzer Distanz ein. Babelsberg jetzt weiter im Vorwärtsgang mit mehreren Chancen, 25 Minuten waren gespielt als auch der SVS mal wieder eine gute Chance hatte: Ulm schoss zentral vor dem gegnerischen Strafraum aufs Tor, verfehlte jedoch knapp. Danach verflachte das Spiel, Chancen auf beiden Seiten waren Mangelware. So stand es zur Halbzeitpause 1:1-Unentschieden.

Die Gäste aus Sandhausen kamen nach der Pause mit deutlich mehr Elan in die Partie als noch in Hälfte eins. So passierte es schon nach acht Minuten, dass man erneut in Führung ging. Nach einem schönen Kombinationspiel über die Außen zwischen Pinto und Schauerte, passte Pinto auf den vor dem Strafraum der Babelsberger lauernden Löning, der gegen die Laufrichtung von Zacher ins rechte, untere Eck schoss. Die Babelsberger versuchten in der Folge die SVS-Abwehr zu überwinden und auf den Ausgleich zu drängen, jedoch stand die Kurpfälzer Abwehr an diesem Tage sicher. Der SV Sandhausen nun das klar bessere Team. Nach 68. Minuten hatte man durch Pinto noch eine 100%ige Chance den Vorsprung zu erhöhen - Torhüter Zacher in dieser Szene jedoch stark. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde dann noch Blum eingewechselt, der nochmal für etwas Tempo in der Partie sorgte. Er vergab, wie schon von ihm gewohnt, in der Schlussphase nochmal zwei super Chancen. Jedoch blieb es beim 2:1-Sieg für den SV Sandhausen.


Kommentar:


Ein absolut verdienter Sieg für unsere Jungs. Zuerst das postive: Nach den vielen negativen Auswärtserlebnissen in dieser Saison gab es nun mal endlich einen Sieg und damit drei Punkte in fremden Gefilden. Auch dominierte man über weite Strecken die Partie, so dass der Sieg mehr als nur in Ordnung geht. Nun aber zum negativen, dass uns in dieser Saison auch schon viele Punkte gekostet hat - Thema "Chancenverwertung". Wie Gerd Dais nach dem Spiel unzufrieden bemerkte, hätte man, wenn man wenigstens ein paar der vielen Chancen genutzt hätte, nicht wieder bis zum Ende um die drei Punkte bangen müssen. Gegen stärkere Mannschaften muss man seine Chancen besser nutzen um oben mitzuspielen. Trotzdem freu ich mich über die drei Punkte und hoffe, dass die Mannschaft an ihrer Leistung gegen Erfurt am Samstag anknüpft.



SV Babelsberg: Zacher - Morack, Igwe, Surma, Rudolph - Prochnow (69. Hollwitz) - Kauffmann, Evljuskin (83. Lemke), Stroh-Engel, Makarenko (70. Hebisch) - Müller

SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar - Glibo - Pinto (70. Blum), Danneberg (86. Kittner), Ulm (73. Fießer), Öztürk - Löning

Gelbe Karten: Morack, Evljuskin

Tore: 0:1 Pinto (3.) 1:1 Müller (18.) 1:2 Löning (52.)

Zuschauer: 1823

Schiedsrichter: Dietz (Kronach)

Donnerstag, 25. August 2011

6. Spieltag: Chemnitzer FC - SV Sandhausen 20.08.11 | 1:3

Der SV Sandhausen gewinnt beim Chemnitzer FC nach toller Schlussphase mit 3:1. Nach dem Ausgleich zehn Minuten vor Schluss gab man nicht auf und schoss sogar noch zwei Tore. Mann des Spiels war Frank Löning, der das erste Tor einleitete, das zweite direkt vorbereitete und das dritte Tor selbst machte. Die Sandhäuser stehen nun auf dem 5. Tabellenplatz und haben Anschluss zur Spitzengruppe gefunden.

Zum Spiel:

Gerd Dais änderte seine Startformation im Vergleich zum trostlosen Remis gegen Bielefeld auf drei Positionen: für Busch, Blum und Ulm rückten Sievers, Blacha und Kandziora ins Team.

Der Sandhäuser machten gleich richtig Dampf - man wollte an diesem Tag in Chemnitz auf jedenfall drei Punkte mitnehmen. Nach ca. einer Viertelstunde wurde es dann ein ausgeglichenes Spiel, jedoch hatte der SVS die zwingenderen Tor-Möglichkeiten. Die größte Chance hatte Rohracker, dessen Schuss von einem Chemnitzer Abwehrspieler abgefälscht wurde und so fast zum Führungstor geführt hätte, wenn CFC-Schlussmann Pentke nicht noch mit den Fingerspitzen den Ball von der Linie gefischt hätte. Die Chemnitzer kamen zwar auch immer wieder vor den Strafraum der Sandhäuser, agierten aber im Abschluss zu überhastet und ungenau. So ging es torlos in die Pause.

Zehn Minuten sind in der zweiten Hälfte gespielt, da passiert es: Glibo passt aus dem Mittelfeld auf Danneberg, dieser schickt Löning, Löning flankt in die Mitte, Rohracker verpasst, jedoch Danneberg im Anschluss nicht, der den Ball volley nimmt und ihn im Tor versenkt. Eine verdiente Führung der Gäste. Der CFC in der Folge mit einem regelrechten Sturmlauf auf das Sandhäuser Tor. Es machte aber den Eindruck als würden die Chemnitzer vor dem Tor den Mut verlieren, weil da etwa ein Daniel Ischdonat auf sie wartete. Denn Fakt ist, dass die Chemnitzer Ischdonat nichtmal ansatzweise in Bedrängnis bringen konnten, bis in der 70. Minute ein schöner Distanzschuss auf das Gästetor zuflog, den Ischdonat jedoch ebenfalls hielt. 15 Minuten vor Schluss hat Blacha ziemlich Glück, dass er nicht vom Platz gestellt wird, nachdem er im Zweikampf den Ellenbogen ausgefahren hatte. Schiedsrichter Tobias Welz hatte schon die Hand an der Roten Karte, zog diese jedoch dann nicht, weil er sah, dass Birk wieder am Aufstehen war. Blacha bekam nur die Gelbe Karte. In der 80. Minute kommt Stresser im Strafraum zu Fall, der eingewechselte Öztürk fasste dem Chemnitzer ins Gesicht. CFC-Kapitän Richter vollendet den Straftstoß - 1:1. Nun könnte man ja eigentlich denken, dass die Mannschaft, die den Ausgleich gemacht hat, jetzt so viel Selbstbewusstsein hat, dass sie auf den Sieg pocht. Genau gegenteiliges war der Fall. Nach einem schönen Sololauf von Löning, macht Ulm das Tor in der 84. Minute. Nur drei Minuten später dann sogar das dritte Tor. Nach einem Eckball ist Löning komplett allein gelassen und macht per Volleyabnahme den Sack zu.

Kommentar:

Endlich ist auch der erste Auswärtssieg der jungen Saison unter Dach und Fach. Was mir jedoch wieder nicht gefallen hat, war das Verwalten des 1:0 Vorsprungs, zumindest hatte man in der zweiten Hälfte das Gefühl, dass unser Team, zumindest bis zum Ausgleich, dies versuchte. Auch die zwei Siegtore wären gegen eine andere Drittliga-Mannschaft nicht gefallen, denn der CFC erlaubte sich doch schon grobe Schnitzer in der Abwehr. Ansonsten aber ein toller Sieg. Am Samstag kommen die ambitionierten Wiesbadener an den Hardtwald. Da wird sich zeigen, wo die Mannschaft steht und in welche Tabellenregion es sich zu orientieren gilt.



Chemnitzer FC: Pentke - Bankert (68. Sträßer), Wachsmuth, Richter, Birk - Peßolat (60. Schlosser), Wilke - Aydemir (60.Dobry), Tüting, Garbuschewski - Förster
SV Sandhausen: Ischdonat - Sievers, Schulz, Pischorn, Halfar - Glibo - Rohracker (70. Schauerte), Danneberg, Blacha (78. Ulm), Kandziora (74. Öztürk) - Löning
Tore: 0:1 Danneberg (55.) 1:1 Richter (80.FE) 1:2 Ulm (84.) 1:3 Löning (87.)

Gelbe Karten: Birk, Wilke, Wachsmuth - Blacha

Zuschauer: 3783
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)