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Sonntag, 4. Dezember 2011

19. Spieltag: 1. FC Heidenheim - SV Sandhausen 04.12.11 | 2:1

Im letzten Spiel der Hinrunde hatten die Gastgeber aus Heidenheim den Spitzenreiter SV Sandhausen fest im Griff und waren diesem mehr als 75 Minuten lang überlegen. Erst als Schittenhelm sich im Strafraum fallen ließ und für diese Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah, wachten die Sandhäuser auf. Nachdem Öztürk den von Löning verschossenen Elfmeter im Nachschuss im Tor unterbrachte, warfen die Sandhäuser nochmal alles nach vorne um wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Es blieb jedoch beim 2:1 für den 1. FC Heidenheim, der dem SV Sandhausen die erste Niederlage seit Anfang September zufügte und außerdem die eigene Negativserie von sieben Spielen ohne einen Sieg beendete.

Zum Spiel:


Nachdem der SV Sandhausen trotz des müden 0:0-Unentschiedens gegen Osnabrück am vergangenen Wochenende, dank des Punktelassens der Konkurrenz, vorzeitig Herbstmeister war, ging es zum brisanten Spiel auf die Ostalb gegen den 1. FC Heidenheim, der seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen hatte. Man wollte sich hier auf jedenfall nicht zurücklehnen, da es ja immerhin noch drei Spiele bis zur Winterpause sind.

Gerd Dais änderte im Vergleich zum 0:0 gegen Osnabrück seine Startformation auf vier Positionen: Für den gelbgesperrten Glibo spielte Fießer und Pinto, Danneberg und Blum kamen für Öztürk, Blacha und Kandziora.


Die Heidenheimer hatten sich für dieses Spiel sehr viel vorgenommen und ließen Worten sogleich auch Taten folgen. Nach nur wenigen Sekunden konnte sich nur noch ein Sandhäuser Verteidiger zwischen Schnatterer und das Tor stellen und dieses verhindern. Und das war bei weitem nicht die einzige Chance der Heidenheimer, die in der Anfangsviertelstunde richtig aufs Gaspedal drückten. Die Sandhäuser wurden von den Gastgebern komplett in die eigene Hälfte zurückgedrängt und zu Fehlern gezwungen. So spielten eigentlich nur die Heidenheimer. Nach 15 Minuten ließ Heidenheim zwar etwas nach, war allerdings bis zur Halbzeitpause weiter die bessere Mannschaft, denn Sandhausen fand offensiv überhaupt nicht statt, man war meistens mit Abwehrarbeit beschäftigt. Nach 40 Minuten gingen die Heidenheimer dann durch Spann in Führung, nachdem Ischdonat den Schuss von Schnatterer noch parieren konnte, beim Nachschuss jedoch machtlos war. So ging man mit einem Rückstand in die Halbzeitpause. Eine völlig verdiente Führung der Heidenheimer bis dahin, da die Sandhäuser überhaupt nicht ins Spiel fanden, meistens mit der Ausbügelung der eigenen Fehler beschäftigt, so dass man offensiv keinerlei Akzente setzen konnte.


Nach der Pause war das Bild das gleiche: Heidenheim war die bessere Mannschaft, gewann ein Großteil der Zweikämpfe und war offensiv immer wieder gefährlich. Der mal wieder beste Sandhäuser an diesem Tag, Torwart Daniel Ischdonat, vereitelte jedoch ein ums andere Mal die Tormöglichkeiten der Gastgeber. Nach 60 Minuten brachten die Sandhäuser dann einen zweiten Stürmer: Regis Dorn. Er sollte dafür sorgen, dass die Offensive sich zumindest mal ein bisschen bemerkbar machen würde. Doch weiter ging es nicht richtung Heidenheimer, sondern richtung Sandhäuser Tor. So fiel dann in der 70. Minute das zweite Gegentor für Sandhausen, Heidenfelder vollendete, nachdem er im Strafraum sträflich allein gelassen wurde, ins lange Eck. Ischdonat, wie auch beim 1:0, machtlos. Heidenfelder war es auch, der schon das dritte Tor für Heidenheim auf dem Fuß hatte, nur der Innenpfosten verhinderte Schlimmeres. Ab der 76. Minute war Heidenheimer dann jedoch in Unterzahl, nachdem Mittefeldspieler Schittenhelm wegen Meckerns erst die Gelbe, dann nur eine Minute später wegen einer Schwalbe die Gelb-Rote Karte kassierte. Das war wie ein Weckruf für Sandhausen. Auf einmal spielte man offensiv. In der 81. Minute riss dann der Ex-Sandhäuser Tausendpfund seinen Gegenspieler im Strafraum um, Schiedsrichter Manuel Gräfe zögerte nicht lange - Strafstoß für Sandhausen. Frank Löning tritt an und Lehmann hält. Allerdings fällt so der Ball Öztürk vor die Füße, der im Nachschuss verwandelte. Zwar versuchte ein Heidenheimer den Ball noch von der Linie zu fischen, das Schiedsrichtergespann entschied jedoch auf Tor, da der Ball hinter der Linie war. Nachdem das Anschlusstor gefallen war drehten die Sandhäuser nochmal richtig auf. Ein fünfminütiger Sturmlauf auf das Tor der Gastgeber reichte jedoch nicht aus um noch einen Punkt in Heidenheim zu ergattern. So blieb es beim hochverdienten Sieg für die Heidenheimer, da die Sandhäuser an diesem Tag einfach nicht ins Spiel fanden.


Kommentar:


Das war leider keine gute Leistung unserer Mannschaft im letzten Spiel der Hinrunde gegen Heidenheim. In der ersten Hälfte lief man eigentlich nur hinterher und konnte in der Offensive nicht einmal ansatzweise Akzente setzen. In der 2. Halbzeit war es dann nicht mehr ganz so schlimm, jedoch bestimmte Heidenheim weiter das Spiel und kam so auch zum 2:0. Wenn man nur in der letzten Viertelstunde gut spielt reicht das nun eben mal nicht aus, wenn man einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen muss. Da Regensburg in der Nachspielzeit noch in Jena gewann, haben wir nun nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Regensburg. Jetzt heißt es in den zwei Spielen bis zur Winterpause gegen Offenbach und Aalen noch ordentlich zu spielen und darauf dann wieder nach der Pause aufzubauen.





FC Heidenheim: Lehmann - Sirigu (54. Bagceci), Göhlert, Tausendpfund, Feistle - Schittenhelm, Weil - Essig, Schnatterer (66. Schilk) - Spann (78. Krebs), Heidenfelder


SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Schulz, Pischorn, Halfar - Fießer (59. Dorn) - Pinto (67. Öztürk), Danneberg, Ulm, Blum - Löning
Gelb-Rote Karte: Schittenhelm (Gelb Rot/76.)
Gelbe Karten: Spann, Tausendpfund, Heidenfelder, Göhlert - Löning, Pischorn
Tore: 1:0 Spann (40.) 2:0 Heidenfelder (70.) 2:1 Öztürk (81. FE/Nachschuss)
Zuschauer: 6500
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Besondere Vorkommnisse: Lehmann hält Foulelfmeter von Löning (81.)

Dienstag, 29. November 2011

18. Spieltag: SV Sandhausen - VFL Osnabrück 25.11.11 | 0:0

Der SV Sandhausen ist trotz des 0:0-Unentschieden gegen Osnabrück vorzeitig Herbstmeister und außerdem zuhause seit 16 Spielen ungeschlagen!!! Das Flutlichtspiel fand am Freitagabend bei sehr winterlichen Wetterverhältnissen statt. In einem ausgeglichenen, jedoch keineswegs guten Drittligaspiel, waren beide Mannschaften auf Augenhöhe, ließen aber den Zug zum Tor vermissen. Begünstigt dadurch, dass die Verfolger Regensburg, Stuttgart II und Aalen alle auch Punkte liegen ließen und nur der 1. FC Saarbrücken sich durchsetzen konnte, sind die Sandhäuser trotzdem vorzeitig Herbstmeister, da sie vor dem letzten Hinrundenspiel am Samstag in Heidenheim mit 5 Punkten vor dem Zweiten aus Regensburg die Tabelle anführen.

Zum Spiel:


Wegen Adduktorenproblemen musste der in vielen Spielen dieser Saison beste Sandhäuser Roberto Pinto passen, Kandziora spielte für ihn auf der rechten Außenbahn. Im offensiven Mittelfeld meldete sich der gelbgesperrte David Ulm jedoch zurück, so dass Jan Fießer, der seine Sache gegen Münster ganz ordentlich gemacht hatte, wieder auf der Auswechselbank Platz nehmen.

Für Sandhausen ging es darum die Herbstmeisterschaft schon einen Spieltag vor Ende der Hinrunde in trockene Tücher zu bringen und außerdem die Serie von nun mehr als 15 Spielen ohne Niederlage in heimischen Gefilden zu verteidigen.

Die Osnabrücker kamen mit dem Ziel zum Tabellenführer bei diesem mindestens einen Punkt mitzunehmen, wenn möglich auch einen Auswärtssieg einzufahren. Denn diesen hatte Osnabrück eigentlich bitter nötig. Immerhin war gleich zu Saisonbeginn der direkte Wiederaufstieg in der Unterhaus als Ziel erklärt worden. Nach zuletzt 5 Spielen ohne einen Sieg, wurde man in der Tabelle jedoch immer weiter nach unten gereicht. Jetzt galt es in Sandhausen zu beweisen, dass man zurecht das Ziel "Aufstieg" schon vor dem ersten Spiel ausgerufen hatte.

Osnabrück mit einer spielerisch starken Anfangsphase. In den ersten Minuten wusste sich der SVS meist nur durch kleine taktische Fouls zu helfen. Die Offensivbemühungen der Osnabrücker waren zwar schön anzusehen, jedoch in keinster Form eine Gefahr für den Kasten von Daniel Ischdonat, Torwart der Sandhäuser. In einem spielerisch sehr schwachen Spiel waren Torchancen Mangelware und die wenigen wurden auf beiden Seiten kläglich vergeben. Durch den schnellen Beginn der Osnabrücker wirkten die Sandhäuser etwas überrumpelt und suchten lange nach dem eigenen Spielfluss. Nach einer guten halben Stunde war man dann auf Augenhöhe mit Osnabrück, was allerdings nichts unbedingt positives bedeuten musste. Der kurz vor der Halbzeitpause einsetzende Schneeregen machte die ganze Sache auch nicht besser, so dass es torlos in die Pause ging.

Zwecks der Mischung aus Schmuddelwetter und schwachem Spiel besorgten sich viele Fans in der Pause Trost durch das genüssliche schlürfen eines Glühweins. Weiter ging das Spiel der beiden besten Abwehrreihen der Liga. Sandhausen hatte in der Halbzeit einmal gewechselt: Für David Blacha kam Jan Fießer ins Spiel. Die Sandhäuser nun deutlich stärker als noch in Halbzeit eins, Trainer Gerd Dais hatte wohl die richtigen Worte in der Kabine gefunden. So prüfte Öztürk, der ansonsten jedoch viele Fehlpässe fabrizierte und allgemein nicht gut spielte, kurz nach Wiederanpfiff VFL-Keeper Riemann, der vor einigen Jahren sogar im Fokus der Bayern stand, als er im Pokal-Spiel zwischen seinem Ex-Verein Wacker Burghausen und dem FC Bayern München zum Pokalheld avancierte, da er mit einer Glanztat nach der anderen sein Team im Spiel hielt. Doch auch die Niedersachsen waren nun deutlich stärker. Beide Teams kombinierten jetzt flüssiger und produzierten nicht mehr so viele Fehlpässe. In der 70. Minute hatten die Hausherren dann die große Gelegenheit das Tor des Abends zu erzielen: David Ulm spielte im Mittelfeld auf Danny Blum, der von der Strafraumgrenze Öztürk bediente. Dieser jedoch spielte Keeper Riemann freistehend genau in die Arme. In einem Spiel, in dem die Gäste aus Osnabrück ein leichtes spielerisches Übergewicht, jedoch keinerlei Torgefahr aufwiesen, trennen sich beide Mannschaften mit einem gerechten torlosen Remis.

Kommentar:


Super! Als am Samstag um 15:45 Uhr klar wurde, dass unser SVS vorzeitig Herbstmeister der 3. Liga sein würde, war die schwache Vorstellung und die durchgefrorenen Gliedmaßen des vorherigen Abends vergessen. Nachdem man im letzten Jahr beinahe abgestiegen wäre und dies nur nicht geschehen ist, weil Gerd Dais wieder als Trainer angeheuert wurde, spielten unsere Jungs eine überragende Hinrunde. Es gab nur wenige Rückschläge (wie beispielsweise das 4:1 in Oberhausen) und unser Team spielte über weite Strecken schönen und ansehnlichen Fußball und hat sich den Platz an der Sonne wirklich verdient und nicht durch Glück erhalten. Nun ist man jedoch Herbstmeister und nicht Meister, so dass die Aufstiegsfrage überhaupt noch nicht beantwortet werden kann. Ich denke, dass einige Fans sich noch an die Situation vor ein paar Jahren erinnern, als man ebenfalls Herbstmeister war, dann jedoch in der Rückrunde noch ordentlich durchgereicht wurde. Dies kann uns genauso passieren. Deswegen wäre es verfrüht von einem Aufstieg zu sprechen. Die Einstellung des Teams und des ganzen Vereins "Wir schauen von Spiel zu Spiel" ist schon ganz richtig gewählt, wenn man sieht was in den letzten Jahren in Sandhausen passiert es, wenn das Wort "2. Liga" in den Mund genommen wurde. Jetzt wäre es schön, wenn am Samstag möglichst viele SVS-Fans mit nach Heidenheim fahren würden, um dem Team für die tollen Leistungen der vergangenen Monate zu danken. Denn die einzigen zwei Dinge, die an der Hinrunde zu kristisieren sind, wären zum einen die schlechte Chancenverwertung, aber vor allem die miserablen Zuschauerzahlen am Hardtwald. Ein souveräner Spitzenreiter hat bei einem sogar starken Gegner mit Namen keine Zuschauerzahl von 2400 verdient.....


SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar - Glibo - Öztürk (85. Imbs), Blacha (46. Fießer), Ulm, Kandziora (61. Blum) - Löning
VfL Osnabrück: Riemann - Riedel, Hudec, Mauersberger, Salger - Fischer - Glockner (75. Latkowski), Hansen, Kampl - Kotuljac (71. Pauli), Wegkamp
Gelbe Karten: Schulz, Kandziora, Glibo - Kampl
Tore:
Zuschauer: 2400
Schiedsrichter: Perl (Pullach)