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Donnerstag, 5. Januar 2012

Die Kicker-Rangliste der 3. Liga: Mittelfeld defensiv und offensiv

Die erfreulichen Platzierungen der Sandhäuser in den Kicker-Ranglisten setzen sich fort:



Auch hier findet man einen Spieler des SVS im Feld "Herrausragend". Unser "Staubsauger" Kristjan Glibo landet hochverdient auf einem 3. Platz in der Rangliste der besten defensiven Mittelfeldspieler der 3. Liga. Unter den letzten Trainern schon aufs Abstellgleis geraten, baute Gerd Dais nach seiner erneuten Übernahme im letzten Jahr auf den 29-jährigen. Mit Erfolg. Rhein-Neckar-Zeitung, Kicker und viele Fernsehsender (darunter die ARD) stimmten Lobeshymnen auf Glibo an. Ja, er war es, weswegen in der Rückrunde der letzten Saison von außerhalb behauptet wurde, die SVS-Defensive sei nicht zu überwinden. Vor einem halben Jahr landete er unverständlicherweise noch im Blickfeld, bekommt aber jetzt mit seinem 3. Platz den verdienten Lohn. Vor Glibo befinden sich zwei alte Bekannte. Alexander Eberlein wechselte im Sommer 2010 zu Wacker Burghausen und hatte in dieser Hinrunde einen Leistungsschub. Der Zweitplatzierte spielte ebenfalls für den SV Sandhausen. Das war allerdings schon sehr lange her. Im Sommer 2001 wechselte Stephan Sieger dann zur TSG Hoffenheim, weiter zu Offenbach und Düsseldorf. Seit Sommer 2010 ist er für den 1. FC Saarbrücken am Ball. Er verteidigte seinen Platz, den er auch schon vor einem halben Jahr inne hatte.


David Ulm bekommt die Quittung für seine tolle Hinrunde. Er ist der Erstplatzierte in der Rangliste "Mittelfeld offensiv" und damit nach Meinung der Kicker-Redaktion der beste Spielmacher der 3. Deutschen Spielklasse, natürlich auch im Feld "Herrausragend". Nachdem Trainer Gerd Dais den 27-jährigen am Anfang der Saison für 3 Spiele auf die Bank setzte, biss sich Ulm durch und meldete sich eindrucksvoll in Chemnitz zurück. Er wurde eingewechselt, machte beim Stande von 1:1 nochmal kräftig Dampf und erzielte in der Schlussphase das Siegtor für die Sandhäuser. Nach diesem Spiel sah man einen völlig anderen David Ulm. Immer wieder geniale, präzise und kreative Pässe, brandgefährliche Freistöße und schnelle Antritte prägten das Spiel des gebürtigen Franzosen. Auch Tim Danneberg ist in der Rangliste. Wie schon vor einem halben Jahr siedelt er sich im guten "Blickfeld" an.


Auch an dieser Stelle wieder Herzlichen Glückwunsch an unsere drei Spieler. Am Montag folgt dann noch die Rangliste der besten Stürmer.

Montag, 12. Dezember 2011

20. Spieltag: SV Sandhausen - Kickers Offenbach 10.12.11 | 1:1

"Wir haben die ersten 45 Minuten verschlafen", gab Roberto Pinto nach dem Spiel zu. So war es. Wegen einer schwachen ersten Hälfte kam man, trotz einer enormen Steigerung im 2. Durchgang, nicht über ein 1:1-Unentschieden, gegen die Kickers aus Offenbach, hinaus. Dadurch muss der SV Sandhausen wegen des schlechteren Torverhältnisses seinen Platz an der Sonne an Regensburg abgeben, da dieses zu Hause gegen die Bremer Amateure mit 3:2 gewann. Eins ist jedoch vor dem abschließenden Spiel vor der Winterpause gegen Aalen klar: Die Sandhäuser überwintern auf einem Aufstiegsrang! So nahm Präsident Machmeier das Abrutschen auf Rang zwei locker, begrüßte es sogar, da die Mannschaft nun mal in der Verfolgerrolle sei.

Zum Spiel:

Gerd Dais veränderte seine Formation auf zwei Positionen. Für den gelbgesperrten, in den letzten Wochen so sicheren Rückhalt, Marco Pischorn, spielte Ole Kittner in der Innenverteidigung. Des weiteren ersetzte Kandziora Halfar. Auch ein so wichtiger Kristjan Glibo konnte, nachdem er die vorige Woche wegen der 5. Gelben Karte nur zuschauen durfte, krankheitsbedingt nicht eingesetzt werden.

Die Offenbacher waren gut in die Saison gestartet und hatten sich einige Chancen auf den Aufstieg gemacht. Zwischenzeitlich belegt man Rang acht, mit acht Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze, die durch den Gastgeber an diesem Tag gebildet wird. Nachdem Sandhausen gegen Osnabrück nur Unentschieden spielte und gegen Heidenheim die Woche zuvor sogar verlor, rechnete man sich auf offenbacher Seite viel aus.

Die Sandhäuser hatten an diesem Tag zwei Dinge zu verteidigen: Zum einen die Tabellenspitze gegen den nur zwei Punkte entfernten Verfolger aus Regensburg, zum anderen die Serie von 16 Spielen ohne Niederlage am heimischen Hardtwald.

Und dann ging es auch schon los. Nach nur wenigen Minuten war es David Ulm, der einen ersten Torschuss markierte. OFC-Torhüter Robert Wulnikowski jedoch mit gutem Reflex. In der Folge wenig zu sehen von den Gastgebern, die noch nicht ganz wach waren. So verlor Julian Schauerte den Ball in der Hälfte der Offenbacher, die sofort nach dem Ballgewinn einen schnellen Konter einleiteten. Die anschließende Flanke kam direkt auf den Kopf des Ex-Hoffenheimers Kai Hesse, der den Ball unhaltbar im Tor der Sandhäuser versenkte - Ischdonat bei diesem Gegentor völlig machtlos. Wenig später dann David Ulm beim Freistoß. Wulnikowski versucht mit den Händen an den Ball zu kommen und rennt dadurch seinen eigenen Mitspieler Kleineheismann um, der mit blutendem Kopf ausgewechselt werden musste. Vor dem Pausenpfiff gab es dann noch einen Aufreger: Danneberg wird im Strafraum zu Fall gebracht, die Fernsehaufnahmen zeigen jedoch, dass dies kein elfmeterwürdiges Foul war und so entscheidet das Schiedsrichtergespann um Marcel Unger auch.

Mit dem Wiederanpfiff sah man eine ganz andere Sandhäuser Elf. Der SVS nun mit viel mehr Engagement, wodurch in der Defensive der Hessen Stellungsfehler provoziert wurden. So kam der Ball, nach einem Fehler von Mesic im Strafraum der Offenbacher, zum Ex-Offenbacher und Publikumsliebling David Ulm, der diesen per Volley ins linke Eck drosch und so für seinen aktuellen Verein den Ausgleich erzielte. Der SV Sandhausen wollte jetzt den Sieg. Es ging eigentlich nur in eine Richtung, jedoch wurden die Angriffe nicht richtig ausgespielt bzw. zu Ende gebracht. In der 61. Minute hatte dann Danneberg alleinstehend vor Wulnikowski die Riesenmöglichkeit das 2:1 zu erzielen, der schlaksige OFC-Tormann blieb jedoch Sieger. Auch die nachfolgenden Möglichkeiten konnten nicht mehr zu einem Heimsieg umgemünzt werden, so dass es beim 1:1-Unentschieden blieb.

Kommentar:

Schade, die Mannschaft hat leider, wie schon gegen Heidenheim, die erste Hälfte verschlafen. In der zweiten Hälfte war man zwar das weitaus bessere Team, doch das zweite Tor blieb leider aus. Dadurch, dass man nur Unentschieden spielte und Regensburg gewann, ist man nun auf den zweiten Platz abgerutscht. Ich sehe das jedoch ähnlich wie Herr Machmeier - es gibt keinen Grund zur Sorge. Nun wäre es schön, wenn die Mannschaft sich mit einem Sieg gegen den VFR Aalen im letzten Spiel 2011 verabschieden würde, so dass man auf diesem Sieg den Winter über aufbauen kann.

SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Kittner, Schulz, Kandziora - Fießer - Pinto, Danneberg (73. Dorn), Ulm (84. Blacha), Blum - Löning


Kickers Offenbach: Wulnikowski - Lamprecht, Kleineheismann (19. Stadel), Husterer, Stein - Mehic - Hesse (81. Cincotta), Schwarz, da Costa, Hahn - Vogler (74. Hayer)
Gelbe Karten: Fießer - Stein, Husterer
Tore: 0:1 Hesse (13.) 1:1 Ulm (49.)
Zuschauer: 3050
Schiedsrichter: Unger (Halle)

Freitag, 5. August 2011

2. Spieltag: Offenbacher Kickers - SV Sandhausen 03.08.11 | 2:0

Fahrlässig vergebene Chancen, zu späte, falsche Auswechslungen  und ein falsch gepfiffener Elfmeter - dies alles vereint führte zur Sandhäuser Auswärtsniederlage in Offenbach. Der SV Sandhausen vor allem in Hälfte eins mit mehr Spielanteilen. Noch in der Halbzeit sagte Herr Machmeier gegenüber der RNZ: "Wir spielen im Stil einer Spitzenmannschaft, müssten aber mindestens mit 1:0 führen". Doch es hilft nichts wenn man gut spielt, jedoch seine Chancen nicht nutzt. In der zweiten Hälfte wurde man dafür bitter bestraft.

Zu Offenbach:


Der Bieberer Berg ist zur Zeit eine Großbaustelle. Es wurde und wird noch immer auf Hochtouren gearbeitet, damit der Stadionumbau möglichst schnell abgeschlossen wird. Von den Tribünen sind schon drei von vier fertiggestellt, doch noch immer gibt es viel zu tun. Dies alles rechtfertigt jedoch nicht die Behandlung der Auswärtsfans am Mittwoch. Man ließ mehr als 300 Fans an einem winzigen, mit nur einem älteren Herrn besetzten Kartenverkaufshäuschen anstehen, es gab nur ein einziges Toilettenhäuschen und den Essenstand hatte man komplett weggelassen. Irgendwann gingen dann auch noch die Karten aus, so dass einige Fans erst 20 Minuten nach Spielbeginn das Stadion betreten konnten. Eine unglaubliche Dreistigkeit auf Seiten der OFC-Verantwortlichen. So geht man nicht mit Gästen um !

Zum Spiel:



Das Spiel wurde mit einer Viertelstunde Verspätung angepfiffen, da die Sandhäuser Gästefans wegen dem Verkehr auf der Autobahn nicht rechtzeitig das Stadioninnere erreichten. Trainer Gerd Dais wechselte im Vergleich zum DFB-Pokalspiel gegen Dortmund auf zwei Positionen: Für Busch und Öztürk rückten Sievers und Rohracker in die Anfangsformation. Der SVS mit sehr engagierten Beginn. Die Devise war klar: Man wollte hier, am Bieberer Berg 3 Punkte mit nach Hause nehmen. So war es Danny Blum, der nach ca. 10 Minuten die erste Chance für die Gäste aus Sandhausen hatte. Er schoss den Ball jedoch knapp übers Tor. Es spielte nur der SVS, Offenbach defensiv wie offensiv sehr schwach. Nach ca. 20 und 25 Minuten wieder Chancen für die Sandhäuser durch Ulm und Blum. Nach eine halben Stunde kam dann der OFC etwas besser ins Spiel und so gleich zur ersten Chancen durch Hahn, dessen Schuss Sandhausens Torwart Ischdonat jedoch parierte. Auf der Gegenseite wieder Blum mit einer Chance. Doch auch sein schöner Heber verfehlte das Tor knapp. Nur eine Minute später vergab Regis Dorn ebenfalls frei vor dem Tor. Der SV Sandhausen hätte zur Halbzeit führen müssen, war die klar bessere Mannschaft auf dem Bieberer Berg. So ging man jedoch torlos in die Halbzeitpause.

Die Sandhäuser Spieler betraten als erste wieder den Rasen, jedoch war es nach Wiederanpfiff der OFC, der nun den Ton angab. Nach sieben Minuten hämmerte nach einem Freistoß von Gundel der Ball gegen die Latte des Sandhäuser Kastens. Der SVS in der Folge völlig unkonzentriert und jetzt mit Stellungs - und Abwehrfehlern. Das Spiel nun mit einem höheren Tempo. In der 69. Minute passierte dann das was sich durch den Freistoß irgendwie schon angedeutet hatte: Nach einer Flanke war es Sievers, der die Flanke von Bender verpasste. Testroet konnte locker einschieben. Auf Sandhäuser Seite erzielte Rohracker wenig später beinahe den Ausgleich. Der Ball ging jedoch knapp am Tor vorbei. Offenbach auf der anderen Seite, durch Haye, ebenfalls mit der Möglichkeit die Führung auszubauen, Ischdonat parierte jedoch (78.). Dann kamen die von den Fans lang ersehnten Wechsel. Doch was waren das für Wechsel ? Trainer Gerd Dais wechselte in der 80. Spielminute Öztürk für Blum, Kandziora für Rohracker, und Blacha für Ulm ein. Er wechselte also die besten Sandhäuser Feldspieler an diesem Abend aus, anstatt die komplett unter Niveau spielenden Dorn und Löning vom Platz zu nehmen. Völlig unverständlich. Nach den Wechseln ging gar nichts mehr nach vorne für Sandhausen. Es spielte nur noch der OFC. In der 90. Minute dann im Strafraum der Sandhäuser: Marco Pischorn rennt zum Ball und klärt vor dem eingewechselten Mehic - Elfmeter, obwohl klar der Ball gespielt wurde. Absolute Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns. OFC-Kapitän da Costa verwandelt den Elfmeter souverän. Es bleibt beim völlig unnötigen, nicht leistungsgerechten 2:0 für die Offenbacher Kickers.

Kommentar:


Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit einen tollen Fußball gespielt. Einziges Manko - die Chancenverwertung. Es kann nicht sein, dass man als Auswärtsmannschaft, in einem Jahr, in dem in der 3. Liga die Mannschaften von der Leistung her alle sehr stark beisammen liegen, unser SVS seine 5-6 Großchancen nicht zu einem Tor ummünzen kann. Für so etwas wird nunmal , wie in der zweiten Halbzeit gesehen, bitter bestraft. Dazu kommt, dass Dais viel früher hätte wechseln müssen. Spätestens nach dem 1:0 für Offenbach hätte er reagieren müssen. Als er dann in der 80. Minute mit Wechseln reagierte, traute ich meinen Augen nicht. Er nahm die besten Offensivkräfte an diesem Tag vom Platz, anstatt die schwachen Dorn und Löning auszuwechseln. Danach ging offensiv natürlich nichts mehr, da man geraden so schnelle Außenbahnspieler wie Blum und Rohracker für eine Schlussoffensive gebraucht hätte. Vom Elfmeter brauch man eigentlich gar nicht zu reden. Die Leistung des Schiedsrichters und seiner Assistenten an diesem Abend unterste Schublade. Es war nicht nur die Elfmeterszene, immer wieder Fehlentscheidungen beeinflussten das Spielgeschehen. Morgen gegen Darmstadt muss der SVS seine Chancen zu Tore umwandeln. Nur so werden die drei Punkte am Hardtwald bleiben, denn der Aufsteiger aus Hessen ist nicht zu unterschätzen und wird das Spiel genauso gnadenlos umkehren wie der OFC , wenn wir unsere Chancen nicht nutzen.

 Noch eine kleine Bemerkung zum Support. Ich war freudig überrascht wie viele Fans unseren SVS lautstark unterstützt haben, das war stelllenweise richtig gut ! Wäre echt toll, wenn das auch mal Zuhause so wäre.



Kickers Offenbach: Wulnikowski - Hickl, Lamprecht, Husterer, Telch - Feldhahn, Gunkel (86. Mehic) - Hesse (68. Bender), da Costa, Hahn - Testroet (76. Hayer)


SV Sandhausen: Ischdonat - Sievers, Schulz, Pischorn, Halfar - Danneberg - Rohracker (79. Öztürk), Ulm (80. Blacha), Löning, Blum (79. Kandziora) - Dorn


Tore: 1:0 Testroet (69.) 2:0 da Costa (90.FE)


Karten: Lamprecht (G) Hickl (G) - Sievers (G) Pischorn (G)
Zuschauer: 7620
Schiedsrichter: Arno Blos (Deizisau)