Posts mit dem Label SVS werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label SVS werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 29. November 2011

18. Spieltag: SV Sandhausen - VFL Osnabrück 25.11.11 | 0:0

Der SV Sandhausen ist trotz des 0:0-Unentschieden gegen Osnabrück vorzeitig Herbstmeister und außerdem zuhause seit 16 Spielen ungeschlagen!!! Das Flutlichtspiel fand am Freitagabend bei sehr winterlichen Wetterverhältnissen statt. In einem ausgeglichenen, jedoch keineswegs guten Drittligaspiel, waren beide Mannschaften auf Augenhöhe, ließen aber den Zug zum Tor vermissen. Begünstigt dadurch, dass die Verfolger Regensburg, Stuttgart II und Aalen alle auch Punkte liegen ließen und nur der 1. FC Saarbrücken sich durchsetzen konnte, sind die Sandhäuser trotzdem vorzeitig Herbstmeister, da sie vor dem letzten Hinrundenspiel am Samstag in Heidenheim mit 5 Punkten vor dem Zweiten aus Regensburg die Tabelle anführen.

Zum Spiel:


Wegen Adduktorenproblemen musste der in vielen Spielen dieser Saison beste Sandhäuser Roberto Pinto passen, Kandziora spielte für ihn auf der rechten Außenbahn. Im offensiven Mittelfeld meldete sich der gelbgesperrte David Ulm jedoch zurück, so dass Jan Fießer, der seine Sache gegen Münster ganz ordentlich gemacht hatte, wieder auf der Auswechselbank Platz nehmen.

Für Sandhausen ging es darum die Herbstmeisterschaft schon einen Spieltag vor Ende der Hinrunde in trockene Tücher zu bringen und außerdem die Serie von nun mehr als 15 Spielen ohne Niederlage in heimischen Gefilden zu verteidigen.

Die Osnabrücker kamen mit dem Ziel zum Tabellenführer bei diesem mindestens einen Punkt mitzunehmen, wenn möglich auch einen Auswärtssieg einzufahren. Denn diesen hatte Osnabrück eigentlich bitter nötig. Immerhin war gleich zu Saisonbeginn der direkte Wiederaufstieg in der Unterhaus als Ziel erklärt worden. Nach zuletzt 5 Spielen ohne einen Sieg, wurde man in der Tabelle jedoch immer weiter nach unten gereicht. Jetzt galt es in Sandhausen zu beweisen, dass man zurecht das Ziel "Aufstieg" schon vor dem ersten Spiel ausgerufen hatte.

Osnabrück mit einer spielerisch starken Anfangsphase. In den ersten Minuten wusste sich der SVS meist nur durch kleine taktische Fouls zu helfen. Die Offensivbemühungen der Osnabrücker waren zwar schön anzusehen, jedoch in keinster Form eine Gefahr für den Kasten von Daniel Ischdonat, Torwart der Sandhäuser. In einem spielerisch sehr schwachen Spiel waren Torchancen Mangelware und die wenigen wurden auf beiden Seiten kläglich vergeben. Durch den schnellen Beginn der Osnabrücker wirkten die Sandhäuser etwas überrumpelt und suchten lange nach dem eigenen Spielfluss. Nach einer guten halben Stunde war man dann auf Augenhöhe mit Osnabrück, was allerdings nichts unbedingt positives bedeuten musste. Der kurz vor der Halbzeitpause einsetzende Schneeregen machte die ganze Sache auch nicht besser, so dass es torlos in die Pause ging.

Zwecks der Mischung aus Schmuddelwetter und schwachem Spiel besorgten sich viele Fans in der Pause Trost durch das genüssliche schlürfen eines Glühweins. Weiter ging das Spiel der beiden besten Abwehrreihen der Liga. Sandhausen hatte in der Halbzeit einmal gewechselt: Für David Blacha kam Jan Fießer ins Spiel. Die Sandhäuser nun deutlich stärker als noch in Halbzeit eins, Trainer Gerd Dais hatte wohl die richtigen Worte in der Kabine gefunden. So prüfte Öztürk, der ansonsten jedoch viele Fehlpässe fabrizierte und allgemein nicht gut spielte, kurz nach Wiederanpfiff VFL-Keeper Riemann, der vor einigen Jahren sogar im Fokus der Bayern stand, als er im Pokal-Spiel zwischen seinem Ex-Verein Wacker Burghausen und dem FC Bayern München zum Pokalheld avancierte, da er mit einer Glanztat nach der anderen sein Team im Spiel hielt. Doch auch die Niedersachsen waren nun deutlich stärker. Beide Teams kombinierten jetzt flüssiger und produzierten nicht mehr so viele Fehlpässe. In der 70. Minute hatten die Hausherren dann die große Gelegenheit das Tor des Abends zu erzielen: David Ulm spielte im Mittelfeld auf Danny Blum, der von der Strafraumgrenze Öztürk bediente. Dieser jedoch spielte Keeper Riemann freistehend genau in die Arme. In einem Spiel, in dem die Gäste aus Osnabrück ein leichtes spielerisches Übergewicht, jedoch keinerlei Torgefahr aufwiesen, trennen sich beide Mannschaften mit einem gerechten torlosen Remis.

Kommentar:


Super! Als am Samstag um 15:45 Uhr klar wurde, dass unser SVS vorzeitig Herbstmeister der 3. Liga sein würde, war die schwache Vorstellung und die durchgefrorenen Gliedmaßen des vorherigen Abends vergessen. Nachdem man im letzten Jahr beinahe abgestiegen wäre und dies nur nicht geschehen ist, weil Gerd Dais wieder als Trainer angeheuert wurde, spielten unsere Jungs eine überragende Hinrunde. Es gab nur wenige Rückschläge (wie beispielsweise das 4:1 in Oberhausen) und unser Team spielte über weite Strecken schönen und ansehnlichen Fußball und hat sich den Platz an der Sonne wirklich verdient und nicht durch Glück erhalten. Nun ist man jedoch Herbstmeister und nicht Meister, so dass die Aufstiegsfrage überhaupt noch nicht beantwortet werden kann. Ich denke, dass einige Fans sich noch an die Situation vor ein paar Jahren erinnern, als man ebenfalls Herbstmeister war, dann jedoch in der Rückrunde noch ordentlich durchgereicht wurde. Dies kann uns genauso passieren. Deswegen wäre es verfrüht von einem Aufstieg zu sprechen. Die Einstellung des Teams und des ganzen Vereins "Wir schauen von Spiel zu Spiel" ist schon ganz richtig gewählt, wenn man sieht was in den letzten Jahren in Sandhausen passiert es, wenn das Wort "2. Liga" in den Mund genommen wurde. Jetzt wäre es schön, wenn am Samstag möglichst viele SVS-Fans mit nach Heidenheim fahren würden, um dem Team für die tollen Leistungen der vergangenen Monate zu danken. Denn die einzigen zwei Dinge, die an der Hinrunde zu kristisieren sind, wären zum einen die schlechte Chancenverwertung, aber vor allem die miserablen Zuschauerzahlen am Hardtwald. Ein souveräner Spitzenreiter hat bei einem sogar starken Gegner mit Namen keine Zuschauerzahl von 2400 verdient.....


SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar - Glibo - Öztürk (85. Imbs), Blacha (46. Fießer), Ulm, Kandziora (61. Blum) - Löning
VfL Osnabrück: Riemann - Riedel, Hudec, Mauersberger, Salger - Fischer - Glockner (75. Latkowski), Hansen, Kampl - Kotuljac (71. Pauli), Wegkamp
Gelbe Karten: Schulz, Kandziora, Glibo - Kampl
Tore:
Zuschauer: 2400
Schiedsrichter: Perl (Pullach)

Montag, 21. November 2011

17. Spieltag: SV Sandhausen - Preußen Münster 19.11.11 | 2:0

In einem chancenreichen Spiel tat sich der SV Sandhausen lange schwer - nicht mit der Hintermannschaft der Preußen, die wurde im Minutentakt ausgetanzt, sondern mit dem Überwinden des Torwarts bzw. dem erzielen des Tores. Von den vielen Chancen wurden jedoch zwei genutzt und so steht am Ende ein 2:0-Heimerfolg auf dem Papier, nachdem Kristjan Glibo in der ersten und Danny Blum in der zweiten Hälfte für klare Verhältnisse gesorgt hatten. Die Sandhäuser liegen weiter an der Tabellenspitze mit 5 Punkten Vorsprung auf Regensburg, das auch gewann, und mit 8 Punkten Vorsprung auf den VFB II.

Zum Spiel:


Für den gelbgesperrten David Ulm rückte Jan Fießer ins Zentrale Mittelfeld, Öztürk spielte als Linksaußen und Julian Schauerte wurde als Rechtsverteidiger (!) eingesetzt.
Der SV Sandhausen wollte an diesem Tag gegen den starken Aufsteiger Preußen Münster seine bis dato makellose Heimbilanz verteidigen. Vor allem die Offensivabteilung des SVS hatte sich gegen diesen Gegner viel vorgenommen, immerhin ging es gegen die stärkste Abwehr der 3. Liga !

Die Preußen aus Münster wollten eben jene Serie vergessen machen und den souveränen Spitzenreiter der 3. Liga ärgern. Nach einem sehr starken Saisonbeginn rutschten die Preußen langsam in Mittelfeld ab. In den vergangenen vier Partien kam man nicht über ein Remis hinaus.

Beide Mannschaften versuchten zu Beginn die Spielkontrolle zu erlangen. Die erste Chance hatten gleich die Preußen, als N'Diaye den Ball perfekt auf den Kopf gespielt bekommt, jedoch die Hereingabe trotzdem nicht gut verwerten kann, so dass dieser Ball kein Problem für Daniel Ischdonat darstellte. Nach dieser Chance war es das jedoch auch wieder von Münster. In der Folge spielte eigentlich nur noch der SV Sandhausen. Dieser war zwar auch aus dem Spiel, vor allem aber durch die Standards gefährlich, bei denen meistens auf die Köpfe der langen Innenverteidiger Pischorn und Schulz gespielt wurde. Das altbekannte Problem Chancenverwertung trat wieder zu Tage, denn die Sandhäuser konnten ihre vielen guten bis sehr guten Chancen nicht zu einem Tor nutzen. Immer wieder scheiterte man an Münster-Tormann Masuch oder an der eigenen Unfähigkeit das Tor nicht zu treffen. Man störte die Münsteraner früh, noch in deren eigener Hälfte und schaltete nach der Balleroberung oft blitzartig auf berauschenden Offensivfußball um. So harmonierte vor allem die rechte Seite sehr gut. Schauerte verließ oft seine Position und erkämpfte sich wo er nur konnte den Ball. Die Pässe von Schauerte in die Spitze auf Pinto kamen fast immer an. Einziges Manko war eben mal wieder das Ausbleiben des Tores. In der 37. Minute war es dann endlich soweit: Pischorn setzt den maßgeschneiderten Freistoß von Pinto an den Innenpfosten, von wo der Ball zurückspringt, vor die Füße von Kristjan Glibo, der den Ball im Netz unterbringt - die hochverdiente Führung. Vor der Pause hatten dann beide Mannschaften jeweils noch eine hochkarätige Chance, es blieb schlussendlich jedoch bei der Pausenführung für die Sandhäuser.


Nach der Halbzeitpause sind die Schwarz-Weißen weiter am Drücker. Gerd Dais hatte seiner Mannschaft wahrscheinlich eingebleut, dass gegen diesen Gegner unbedingt das zweite Tor hermüsse, immerhin waren die Münsteraner selbst bei ihren zwei kleinen Chancen sehr gefährlich. Nach einem flotten Wiederbeginn verlagerte sich das Spiel so langsam ins Mittelfeld, die Chancen der beiden Mannschaften wurden weniger. In der 63. Minute dann mal wieder ein schneller Antritt von Öztürk, der im Strafraum zu Fall kommt - Elfmeter für die Sandhäuser. Ein Strafstoß, der ihnen jedoch nicht zugestanden hätte. der Münsteraner spielt klar den Ball und Öztürk drückt sogar mehr als sein Gegenspieler.
Roberto Pinto tritt an und verschießt den Elfmeter.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Auf der anderen Seite
kommen die Preußen mal wieder zum Zug. Ein Eckball kommt direkt auf den Kopf des ehemaligen Sandhäusers Patrick Kirsch. Der Ball flattert im Netz, jedoch hatte Schiedsrichter Thomas Metzen vorher abgepfiffen, da Daniel Ischdonat behindert wurde - richtige Entscheidung. Weiter ging es: Der erst seit 11 Minuten eingewechselte Münsteraner Vunguidica foulte an der Seitenlinie Julian Schauerte. Der Referee griff in die Hosentasche und schickte den dunkelhäutigen Spieler wieder vom Platz. Da in der Folge in Überzahl und dadurch mit noch mehr Platz in der Offensive, der SV Sandhausen in der Folge mit einem Sturmlauf auf das Tor von Münster. Da war das Tor sogar einmal leer und der gegnerische Keeper geschlagen und trotzdem schafften es die Mannen von Gerd Dais immer noch nicht nachzulegen. Dann wurde Danny Blum eingewechselt. Der schnelle und junge Linksaußen war zu Saisonbeginn noch Stammspieler. Er spielte zwar immer sehr gut, wirkte was den Torabschluss betraf jedoch in vielen Situationen unglücklich und überhastet. Nun bekam er nach langem also wieder eine Einsatzchancen, die er diesmal nutzte und sich mit seinem ersten Tor seit er beim SVS unter Vertrag steht selbst belohnte. So fiel sieben Minuten vor Schluss dann das entscheidende Tor. Am Spielstand änderte sich in der Schlussphase dann nichts mehr.


Kommentar:


Unser SVS hat an diesem Tag mal wieder einen überragenden Fußball gezeigt. Pressing, Passgenauigkeit, Spieleröffnung, schnelles Umschalten von Defensive auf Offensive und umgekehrt, um nur ein paar positive Eigenschaften des Sandhäuser Spiels an diesem Tag zu nennen. Was mir besonders gefallen hat, war die Variante mit Julian Schauerte als Rechtsverteidiger. Dem ganzen hatte ich vor dem Spiel, als die Aufstellungen bekannt wurde, mit sehr viel Skepsis entgegengesehen. Je mehr Spielminuten jedoch gespielt waren, desto schneller verflüchtigte sich diese Sorgen, denn nahezu jeder erfolgreiche Angriff lief über die rechte Seite mit Schauerte und Pinto. Auch das Fehlen des sonst so genialen David Ulm war nicht zu bemerken. Ein Manko war natürlich mal wieder die Chancenverwertung, denn man hätte an diesem Tag 5 oder 6:0 gewinnen können. Das man jedoch so viele Chancen gegen die beste Abwehr der Liga hatte und sich dann trotzdem erlauben konnte so viele Chancen auszulassen, spricht natürlich aber auch wieder für sich. Jetzt geht es bereits am Freitagabend gegen den Absteiger aus Osnabrück weiter. Das wird auch wieder ein Gegner sein, bei dem es darauf ankommt, denn die Jungs von Uwe Fuchs vollen so schnell wie möglich wieder in die 2. Bundesliga. Sie werden also um so mehr Motivation haben uns zu schlagen. Ich hoffe, dass dies ihnen nicht gelingen wird und unsere Heimserie (15 Spiele Zuhause ohne Niederlage, saisonübergreifend) bestehen bleibt.



SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar (65. Kandziora) - Glibo - Pinto (76. Blum), Fießer, Blacha (70. Busch), Öztürk - Löning


Preußen Münster: Masuch - Heise, Kirsch, Halet, Huckle - Truckenbrod, Kühne - Kluft, Vujanovic (79. Büscher (83. Schmider)), Bourgault (57. Vunguidica) - N`Diaye
Rote Karte: Vunguidica (68.)
Gelbe Karte: Pischorn - Halet 
Tore: 1:0 Glibo (37.) 2:0 Blum (83.)
Zuschauer: 4000
Schiedsrichter: Metzen (Mechernich)
Besondere Vorkommnisse: Pinto verschießt Foulelfmeter (63.)

Sonntag, 2. Oktober 2011

12. Spieltag: SV Babelsberg 03 : SV Sandhausen 01.10.11 | 1:2

Am Samstagnachmittag nahm der SV Sandhausen die Hürde Babelsberg - man besiegte die "fast-Berliner" dank der Tore von Pinto und Löning mit 2:1. Wenn man vor allem die 2. Hälfte betrachtet, kommt wieder das Thema "Chancenverwertung" auf den Tisch, denn der Sieg hätte deutlich höher ausfallen müssen. "Ich denke mit einem zwei-Tore-Vorsprung wäre das Spiel vorzeitig entschieden gewesen, so mussten wir bis zum Ende zittern", sagte auch Trainer Gerd Dais nach dem Spiel. Nichtsdestotrotz wurden die drei Punkte gewonnen und man kletterte in der Tabelle auf Rang 6, mit nur einem Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsrang und vier Punkte auf den Tabellenführer aus Regensburg.

Zum Spiel:

Drei Änderungen gab es im Vergleich zum Jena-Spiel: Schauerte spielte für Fießer, Öztürk für Kandziora und Löning für den verletzten Dorn. Vor dem Spiel gab es dann noch eine erfreuliche Nachricht: Daniel Ischdonat, der sich in Jena verletzt hatte und es eigentlich vorher hieß, dass er nicht auflaufen könne, spielte von Beginn an.

Schon nach drei Minuten gingen die Gäste aus Sandhausen durch Roberto Pinto in Führung. Dieser rannte mit dem Ball, nach einem Pass von Löning, alleine vom Mittelfeld aus los, bis er beim Strafraum angelangt war und Babelsberg-Keeper Zacher vernaschte. Die komplette Viererkette der "Nulldreier" lief nur brav nebenher, anstatt Pinto während seines 40-Meter Solos den Ball abzunehmen. Babelsberg sichtlich geschockt vorerst ohne Gegenwehr. Nach zehn Minuten kam die Heimmannschaft dann erstmals richtung Sandhäuser Tor - die Flanke fand jedoch nicht den Mitspieler. Nach einer Viertelstunde dann jedoch der Ausgleich: Nach einer Flanke und einer Kopfballverlängerung, gab es Getümmel im Strafraum, Babelsberg-Stürmer Müller hatte jedoch am schnellsten den Fuß hinterm Ball und schob aus kurzer Distanz ein. Babelsberg jetzt weiter im Vorwärtsgang mit mehreren Chancen, 25 Minuten waren gespielt als auch der SVS mal wieder eine gute Chance hatte: Ulm schoss zentral vor dem gegnerischen Strafraum aufs Tor, verfehlte jedoch knapp. Danach verflachte das Spiel, Chancen auf beiden Seiten waren Mangelware. So stand es zur Halbzeitpause 1:1-Unentschieden.

Die Gäste aus Sandhausen kamen nach der Pause mit deutlich mehr Elan in die Partie als noch in Hälfte eins. So passierte es schon nach acht Minuten, dass man erneut in Führung ging. Nach einem schönen Kombinationspiel über die Außen zwischen Pinto und Schauerte, passte Pinto auf den vor dem Strafraum der Babelsberger lauernden Löning, der gegen die Laufrichtung von Zacher ins rechte, untere Eck schoss. Die Babelsberger versuchten in der Folge die SVS-Abwehr zu überwinden und auf den Ausgleich zu drängen, jedoch stand die Kurpfälzer Abwehr an diesem Tage sicher. Der SV Sandhausen nun das klar bessere Team. Nach 68. Minuten hatte man durch Pinto noch eine 100%ige Chance den Vorsprung zu erhöhen - Torhüter Zacher in dieser Szene jedoch stark. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde dann noch Blum eingewechselt, der nochmal für etwas Tempo in der Partie sorgte. Er vergab, wie schon von ihm gewohnt, in der Schlussphase nochmal zwei super Chancen. Jedoch blieb es beim 2:1-Sieg für den SV Sandhausen.


Kommentar:


Ein absolut verdienter Sieg für unsere Jungs. Zuerst das postive: Nach den vielen negativen Auswärtserlebnissen in dieser Saison gab es nun mal endlich einen Sieg und damit drei Punkte in fremden Gefilden. Auch dominierte man über weite Strecken die Partie, so dass der Sieg mehr als nur in Ordnung geht. Nun aber zum negativen, dass uns in dieser Saison auch schon viele Punkte gekostet hat - Thema "Chancenverwertung". Wie Gerd Dais nach dem Spiel unzufrieden bemerkte, hätte man, wenn man wenigstens ein paar der vielen Chancen genutzt hätte, nicht wieder bis zum Ende um die drei Punkte bangen müssen. Gegen stärkere Mannschaften muss man seine Chancen besser nutzen um oben mitzuspielen. Trotzdem freu ich mich über die drei Punkte und hoffe, dass die Mannschaft an ihrer Leistung gegen Erfurt am Samstag anknüpft.



SV Babelsberg: Zacher - Morack, Igwe, Surma, Rudolph - Prochnow (69. Hollwitz) - Kauffmann, Evljuskin (83. Lemke), Stroh-Engel, Makarenko (70. Hebisch) - Müller

SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar - Glibo - Pinto (70. Blum), Danneberg (86. Kittner), Ulm (73. Fießer), Öztürk - Löning

Gelbe Karten: Morack, Evljuskin

Tore: 0:1 Pinto (3.) 1:1 Müller (18.) 1:2 Löning (52.)

Zuschauer: 1823

Schiedsrichter: Dietz (Kronach)

Dienstag, 20. September 2011

10. Spieltag: Carl-Zeiss Jena - SV Sandhausen 17.09.11 | 1:1

Trainer Gerd Dais sagte nach dem Spiel: "Ich bin sehr unzufrieden, wir haben hier heute zwei Punkte verschenkt...", und ging so mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Er hatte jedoch nicht unrecht. Nach 16 Minuten führte man nach dem Tor von Pischorn und war ab der 27. Minute sogar über eine Stunde in Überzahl. Das dann noch der Ausgleich durch Jena fiel, war sehr bitter für den SV Sandhausen.

Zum Spiel:


An diesem Tage wurde die gleiche Anfangself wie gegen Regensburg eine Woche zuvor gebracht.

Die Gäste aus Sandhausen, noch beflügelt durch den Heimsieg gegen Regensburg unter der Woche, erwischten den besseren Start. Nachdem Dorn noch nach zehn Minuten mit seinem Kopfball nicht das Tor traf, machte es fünf Minuten später der Innenverteidiger Pischorn besser: Nach einem Freistoß von Pinto kam Carl-Zeiss-Schlussmann Berbig nicht schnell genug aus dem Kasten, wodurch Pischorn das Luftduell gewann und der Ball im Netz landete. Sandhausen blieb nach dem Führungstor weiter dran. Nur wenig später spielt Dorn den Ball für Ulm in den Strafraum, doch diesmal ist Berbig rechtzeitig draußen und fischt Ulm den Ball vom Fuß. Beinahe eine halbe Stunde ist vorbei. Jovanovic kriegt ebenfalls einen Ball in den Strafraum gespielt, Ischdonat und er rennen beide zum Ball. Jovanovic springt Ischdonat mit gestrecktem Bein gegen die Brust, der SVS-Torhüter bleibt minutenlang liegen. Schiedsrichter Tobias Helwig zögerte nicht lange und zückte sofort die Rote Karte für das äußerst unsportlich einsteigen des Jenaer Spielers - richtige Entscheidung. Daniel Ischdonat musste kurz danach ausgewechselt werden, für ihn kam Ersatztorwart Phillip Kühn ins Spiel. Nun also der SVS mit zahlenmäßiger Überlegenheit, was sich auch im Spiel bemerkbar machte. Vor der Pause hatten sowohl Dorn, als auch Fießer das 2:0 auf dem Fuß, schaffte es jedoch diesmal nicht Torwart Berbig zu überwinden.

Nach der Pause verflachte das Spiel zusehends. Die Sandhäuser konnten, bzw. wollten auch nicht Kapital aus ihrer Überzahl gewinnen - so hatte man zumindest den Eindruck. Wie schon so oft, sollte man dafür bestraft werden. In der 72. Minute glich der FC Carl-Zeiss aus und der Auswärtssieg war dahin. Man schaffte es nicht mehr den Ausgleich wieder zu einer Führung zu verwandeln - beim Pfostentreffer von Dorn zehn Minuten vor Schluss hatte man aber pech. Auch Jena traf nochmal das Aluminium, was allerdings nichts am 1:1-Endergebnis änderte.

Kommentar:


Für mich leider völlig unverständlich, wie man in Hälfte 1 den Gegner so dominiert und dann es nicht schafft, trotz ca. einer Stunde in Überzahl das Spiel für sich zu entscheiden. Es waren wieder zwei verschiedene Halbzeiten von uns. In der zweiten Hälfte zog man sich leider wieder zurück und verwaltete einen 1:0 (!!) Vorsprung. Da ist es doch absehbar, dass so etwas nach hinten losgeht.
Zu den Jenaern bleibt zu sagen, dass diese sehr unsportlich spielten und dafür auch einige Karten kassierten. Der Schiedsrichter blieb jedoch auch nicht seiner Linie treu und bestrafte ähnliche Vergehen unterschiedlich hart. Trotzdem liegt es an unserer Mannschaft, dass man an diesem Tag in Jena nicht ein Punkt gewonnen, sondern zwei verschenkt hat, wie Gerd Dais gesagt hat...



Carl Zeiss Jena: Berbig - Zickert, K.-F. Schulz, Maul, Schmidt (60. Lindemann) - Miatke, Landeka, Simak, Voigt (46. Siefkes) - Jovanovic, Hähnge (46. Edri)


SV Sandhausen: Ischdonat (32. Kühn) - Schauerte, Pischorn, D. Schulz, Halfar - Glibo - Pinto, Fießer (74. Danneberg), Ulm, Kandziora (57. Blum) - Dorn
Gelbe Karte:  Schulz, Schmidt, Zickert, Siefkes, Landeka, Edri, Maul - Kandziora, Schulz, Blum
Rote Karte: Jovanovic (28. Rot/grobes Foulspiel)
Tore: 0:1 Pischorn (16.) 1:1 Zickert (72.)
Zuschauer: 4042
Schiedsrichter: Helwig (Hamburg)

Dienstag, 30. August 2011

7. Spieltag: SV Sandhausen - SV Wehen Wiesbaden 27.08.11 | 0:0

 Trotz des torlosen Unentschieden klatschten die Zuschauer am Hardtwald Beifall. Der SVS war vor allem in der 2. Spielhälfte die bessere Mannschaft gegen die favorisierten Hessen aus Wiesbaden. Leider konnte man die Chancen, die man nach der Halbzeit hatte, nicht zu einem Tor nutzen. Am Ende war es ein gerechtes Remis, mit dem die Sandhäuser zufrieden sein konnten.

Zu den Hessen:


An diesem Samstag war der SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Vor der Saison hatte sich der SVWW sehr verstärkt: Man holte unter anderem Orlando Smeekes von Jena und verpflichtete sogar Zweitligaspieler wie Torsten Burkhardt, Nico Herzig ( beide von Aachen), Marco Christ (Düsseldorf) und Aziz Bouhaddouz (FSV Frankfurt). Sogar Pascal Bieler vom Erstligisten Nürnberg konnte verpflichtet werden. Deswegen sagten auch 18 der 20 Drittliga-Trainer, dass Wiesbaden der Aufstiegsanwärter Nummer 1 für die Saison  2011/2012 sei. Dies war bzw. ist auch das vorgegeben Saisonziel - Aufstieg. Bis jetzt lief es jedoch alles andere nach Plan für die Hessen. 3 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen standen für den SV Wehen zu Buche - alles andere als ein perfekter Saisonstart für diesen ambitionierten Verein. Nun hieß es im Vorfeld der Partie, endlich auf die Erfolgsspur zu gelangen und mit einem Sieg gegen den SV Sandhausen an diesem in der Tabelle vorbei zu ziehen.

Zum Spiel:


Trainer Gerd Dais vertraute der gleichen Elf, die gegen Chemnitz den Auswärtserfolg eingebracht hatte.

Der favorisierte SVWW übernahm von Beginn an die Initiative, man wollte sich heute beweisen. Nach einer Viertelstunde dann fast die Führung für die Hessen. Erst scheiterte Smeekes am wieder starken Ischdonat, dann rettete im Nachschuss durch Wohlfahrt die Latte. Wiesbaden weiter im Vorwärtsgang mit zum Teil ansehnlichem Kombinationsspiel. Einige Minuten nach der Doppelchance war es Sandhäuser Abwehrspieler Sievers der den Ball zwar klärte, dies jedoch ziemlich gefährlich machte, so dass es fast zu einem Eigentor geführt hätte. Auch wenig später war Sievers wieder der Mittelpunkt des Geschehens: Nach einem starken Antritt von Ex-Sandhäuser und Publikumsliebling Alf Mintzel, geht dieser nach dem Einsatz von Sievers zu Boden. Schiedsrichter Martin Thomsen entscheidet jedoch nicht auf Strafstoß. Zwar keine Fehlentscheidung, da Sievers den Ball auch kurz berührt hat, ein peniblerer Schiedsrichter hätte jedoch auf Strafstoß entschieden. Nach einer halben Stunde dann auch mal ein Lebenszeichen der Sandhäuser. Innenverteidiger Pischorn versucht es, wie schon gegen Darmstadt, mit einem Freistoß aus 60 Metern, der für Ex-Sandhäuser Gurski jedoch kein Problem darstellt. Vor der Pause gab es dann noch zwei, drei Chancen für den SVS, die Mut für die 2. Hälfte machen sollten.

Nach der Pause dann erstmal wieder Wiesbaden mit einigen, jedoch ungefährlichen, Chancen. In der 60. Minute wurde dann Rohracker ausgewechselt. Ihm war an diesem Tag leider nicht sehr viel gelungen. Für ihn kam in die Partie Roberto Pinto, der lang mit einer Verletzung zu kämpfen hatte. Durch ihn kam durchaus auch mehr Schwung ins Sandhäuser Spiel. So hatten Löning und nur eine Minute später Blacha, übrigens an diesem Tag bester Sandhäuser, große Chancen zum Führungstor. Auch danach der SVS weiter mit Druck nach vorne, immer wieder versuchte es Löning, jedoch ohne Erfolg. Zehn Minuten vor Schluss wurde dann Sievers im Strafraum in die Zange genommen und fiel - der Referee gab auch hier nicht den Strafstoß. Es blieb so beim insgesamt gerechten 0:0-Unentschieden.

Kommentar:


Ich denke mit diesem Remis kann man als SVS-Fan durchaus zufrieden sein. Zwar verschlief man die erste halbe Stunde, hielt dann jedoch mit und dominierte sogar die 2. Hälfte. Das gegen den Aufstiegsfavoriten No.1 zu schaffen ist auf jedenfall eine gute Leistung. Jetzt sind erstmal zwei Wochen Pause bis zum nächsten Ligaspiel in Oberhausen. Am Freitag kommt jedoch der Bundesligist Köln an den Hardtwald. Vielleicht gelingt, wie gegen Kaiserslautern, ein gutes Spiel.




SV Sandhausen: Ischdonat - Sievers, Schulz, Pischorn, Halfar - Glibo - Rohracker (62. Pinto), Danneberg, Blacha (75. Ulm), Kandziora (46. Öztürk) - Löning
SV Wehen-Wiesbaden: Gurski - Schimmel, Hübner, Herzig, Bieler - Mann - Smeekes (62. Salem), Book (76. Sailer), Janjic, Mintzel - Wohlfarth (67. Burkhardt)
Gelbe Karten: Rohracker, Sievers, Ulm - Mann, Book, Hübner, Bieler
Zuschauer: 1600
Schiedsrichter: Thomsen (Kleve)


Donnerstag, 25. August 2011

6. Spieltag: Chemnitzer FC - SV Sandhausen 20.08.11 | 1:3

Der SV Sandhausen gewinnt beim Chemnitzer FC nach toller Schlussphase mit 3:1. Nach dem Ausgleich zehn Minuten vor Schluss gab man nicht auf und schoss sogar noch zwei Tore. Mann des Spiels war Frank Löning, der das erste Tor einleitete, das zweite direkt vorbereitete und das dritte Tor selbst machte. Die Sandhäuser stehen nun auf dem 5. Tabellenplatz und haben Anschluss zur Spitzengruppe gefunden.

Zum Spiel:

Gerd Dais änderte seine Startformation im Vergleich zum trostlosen Remis gegen Bielefeld auf drei Positionen: für Busch, Blum und Ulm rückten Sievers, Blacha und Kandziora ins Team.

Der Sandhäuser machten gleich richtig Dampf - man wollte an diesem Tag in Chemnitz auf jedenfall drei Punkte mitnehmen. Nach ca. einer Viertelstunde wurde es dann ein ausgeglichenes Spiel, jedoch hatte der SVS die zwingenderen Tor-Möglichkeiten. Die größte Chance hatte Rohracker, dessen Schuss von einem Chemnitzer Abwehrspieler abgefälscht wurde und so fast zum Führungstor geführt hätte, wenn CFC-Schlussmann Pentke nicht noch mit den Fingerspitzen den Ball von der Linie gefischt hätte. Die Chemnitzer kamen zwar auch immer wieder vor den Strafraum der Sandhäuser, agierten aber im Abschluss zu überhastet und ungenau. So ging es torlos in die Pause.

Zehn Minuten sind in der zweiten Hälfte gespielt, da passiert es: Glibo passt aus dem Mittelfeld auf Danneberg, dieser schickt Löning, Löning flankt in die Mitte, Rohracker verpasst, jedoch Danneberg im Anschluss nicht, der den Ball volley nimmt und ihn im Tor versenkt. Eine verdiente Führung der Gäste. Der CFC in der Folge mit einem regelrechten Sturmlauf auf das Sandhäuser Tor. Es machte aber den Eindruck als würden die Chemnitzer vor dem Tor den Mut verlieren, weil da etwa ein Daniel Ischdonat auf sie wartete. Denn Fakt ist, dass die Chemnitzer Ischdonat nichtmal ansatzweise in Bedrängnis bringen konnten, bis in der 70. Minute ein schöner Distanzschuss auf das Gästetor zuflog, den Ischdonat jedoch ebenfalls hielt. 15 Minuten vor Schluss hat Blacha ziemlich Glück, dass er nicht vom Platz gestellt wird, nachdem er im Zweikampf den Ellenbogen ausgefahren hatte. Schiedsrichter Tobias Welz hatte schon die Hand an der Roten Karte, zog diese jedoch dann nicht, weil er sah, dass Birk wieder am Aufstehen war. Blacha bekam nur die Gelbe Karte. In der 80. Minute kommt Stresser im Strafraum zu Fall, der eingewechselte Öztürk fasste dem Chemnitzer ins Gesicht. CFC-Kapitän Richter vollendet den Straftstoß - 1:1. Nun könnte man ja eigentlich denken, dass die Mannschaft, die den Ausgleich gemacht hat, jetzt so viel Selbstbewusstsein hat, dass sie auf den Sieg pocht. Genau gegenteiliges war der Fall. Nach einem schönen Sololauf von Löning, macht Ulm das Tor in der 84. Minute. Nur drei Minuten später dann sogar das dritte Tor. Nach einem Eckball ist Löning komplett allein gelassen und macht per Volleyabnahme den Sack zu.

Kommentar:

Endlich ist auch der erste Auswärtssieg der jungen Saison unter Dach und Fach. Was mir jedoch wieder nicht gefallen hat, war das Verwalten des 1:0 Vorsprungs, zumindest hatte man in der zweiten Hälfte das Gefühl, dass unser Team, zumindest bis zum Ausgleich, dies versuchte. Auch die zwei Siegtore wären gegen eine andere Drittliga-Mannschaft nicht gefallen, denn der CFC erlaubte sich doch schon grobe Schnitzer in der Abwehr. Ansonsten aber ein toller Sieg. Am Samstag kommen die ambitionierten Wiesbadener an den Hardtwald. Da wird sich zeigen, wo die Mannschaft steht und in welche Tabellenregion es sich zu orientieren gilt.



Chemnitzer FC: Pentke - Bankert (68. Sträßer), Wachsmuth, Richter, Birk - Peßolat (60. Schlosser), Wilke - Aydemir (60.Dobry), Tüting, Garbuschewski - Förster
SV Sandhausen: Ischdonat - Sievers, Schulz, Pischorn, Halfar - Glibo - Rohracker (70. Schauerte), Danneberg, Blacha (78. Ulm), Kandziora (74. Öztürk) - Löning
Tore: 0:1 Danneberg (55.) 1:1 Richter (80.FE) 1:2 Ulm (84.) 1:3 Löning (87.)

Gelbe Karten: Birk, Wilke, Wachsmuth - Blacha

Zuschauer: 3783
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)

Donnerstag, 18. August 2011

5. Spieltag: SV Sandhausen - Arminia Bielefeld 16.08.11 | 0:0

Im Vorfeld des Spiels gegen den Tabellenletzten aus Bielefeld waren sich viele Fans sicher: Das wird eine leichte und torreiche Angelegenheit für den SV Sandhausen. Nichts da, der SVS kommt nach einer erschreckend schwachen Leistung nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen die Arminia hinaus. Das was in der Offensive geboten wurde war viel zu harmlos.

Zum Spiel:


Trainer Gerd Dais schickte die gleiche Anfangself auf den Platz wie gegen Unterhaching. Bielefeld hatte auf sich aufmerksam gemacht, weil sie in den letzten zwei Spielen jeweils zwei Platzverweise kassierten.

Beide Mannschaften gingen sehr zögerlich und zurückhaltend in die Partie. Die erste Chance im Spiel hatten die Bielefelder in der 12. Minute durch einen Freistoß, den Ischdonat jedoch hielt. Dann der SVS etwas wacher mit mehr Offensivdrang wenn man es so nennen mag. Die Mannschaft an diesem Tag sehr unkonzentriert. Immer wieder Fehler im Kombinations- und Stellungsspiel, Ballverluste auf beiden Seiten gab es manchmal im Sekundentakt. Es wurde zu spät und zu ungenau gepasst, die hohen Bälle, Krampfmittel aus alten Zeiten, wurden wieder oft angewendet, doch schon wie früher kam man damit nicht zum Erfolg. So gab es sehr wenige Chancen. Allein zwei sind erwähnenswert: Einmal in der 17. Minute, die Flanke von Ulm konnte Löning jedoch nicht zu einem Tor ummünzen und die 41. Minute, als Pischorn frei vor Gästetorwart Platins erschien, dieser jedoch mit schönem Reflex parierte. So stand es zur Halbzeit in einem schwachen Spiel 0:0.

In der zweiten Hälfte wurde es nur noch schlimmer. Jetzt machten die eigentlich noch schwächer spielenden Arminen sogar manchmal das Spiel und kamen auch zu Chancen. In der 60. Minute dann ein Doppelwechsel. Blum und Ulm mussten für Dorn und den wieder genesenen Pinto weichen. Das Offensivspiel wurde nicht besser. Rohracker 15 Minuten vor Schluss mit einem schwachen Freistoß und kurz vor Ende scheiterte er ein zweites Mal, freistehend vor Bielefeld-Torhüter Platins. So blieb es beim für den SVS enttäuschenden torlosen Remis.

 Kommentar:

Die Mannschaft war im Spiel gegen den Tabellenletzten gar nicht wieder zu erkennen. Da klappte auch wirklich gar nichts mehr. Die wenigen Torchancen konnte man, zum einen aus eigener Unfähigkeit, zum anderen auch deshalb nicht nutzen, weil die Arminen in der Defensive gut standen und die Räume eng machten. Jetzt heißt es das kleine Zurückrutschen in alte Schemen *Ich schieße den Ball hoch nach vorne und hoffe, dass er irgendwie ankommt*, wieder schnell zu vergessen und gegen den Aufsteiger aus Chemnitz zu zeigen, was ein etablierter und stark spielender Drittligist ist. Doch Vorsicht. Auch für Chemnitz fing die Saison nicht gut an. Also wieder ein angeschlagener Gegner. Man sollte Chemnitz nicht wie Bielefeld auf die leichte Schulter nehmen.






SV Sandhausen: Ischdonat - Busch, Schulz, Pischorn, Halfar - Glibo - Rohracker, Danneberg, Ulm (60. Dorn), Blum (60. Pinto) - Löning

Arminia Bielefeld: Platins - Hammann, Appiah, Schuler, Krük - Hübener (84. Hornig), Schütz - Hille, Rzatkowski, Rahn (77. Demme) - Köse (70. Klos)

Gelbe Karten: Glibo - Rahn, Krük, Köse, Hübener

Zuschauer: 2400

Schiedsrichter: Valentin (Taufkirchen)

Montag, 15. August 2011

4. Spieltag: SpVgg Unterhaching - SV Sandhausen 13.08.11 | 2:2

"Wir haben es versäumt, nach der Führung nachzulegen", so SVS-Trainer Gerd Dais nach dem Spiel. Der SV Sandhausen drehte einen Rückstand aus der 12. Minute und führte so nach 30 Minuten mit 2:1. Dann verpasste man es jedoch, aus den vielen Chancen Kapital zu schlagen. Am Ende musste man mit dem Unentschieden in Unterhaching zufrieden sein, denn die Spielvereinigung war in Hälfte 2 das klar bessere Team und Daniel Ischdonat verhinderte mehrfach das Siegtor für die Heimmannschaft.

Zum Spiel:


In der Startformation bei den Sandhäusern gab es eine Veränderung: Der wieder genesene Glibo durfte für Schauerte spielen, Löning bildete die einzige Spitze, Dorn saß auf der Bank.

Die Hachinger kamen besser ins Spiel, hatten mehr Ballbesitz, zeigten mehr Offensivdrang als der SVS in der Anfangsphase. So fiel auch schon nach zwölf Minuten das Führungstor für die Hausherren durch Tunjic, nach starkem Kombinationsspiel, vor dem Strafraum der Sandhäuser. Es dauerte jedoch nur zwei Minuten bis der SVS auf das Gegentor antwortete: Nach einem klasse Pass von  Danneberg aus dem Mittelfeld, vollendet Kapitän Frank Löning freistehend vor Haching-Torhüter Riederer. In der Folgezeit gab es wenig Torchancen, zwei Mannschaften spielten auf Augenhöhe. In der 30. Minute dann jedoch das 2:1 durch Innenverteidiger Daniel Schulz nach Ecke von David Ulm. Der SVS hatte das Spiel gedreht. Danny Blum hatte dann vor der Pause sogar noch die Chance die Führung auszubauen, verstolperte aber trotz keinerlei Bedrängnis vor dem Tor. Haching nach einem Freistoß in der 41. Minute auch nochmal gefährlich, Daniel Ischdonat parierte jedoch. So ging es mit einer Sandhäuser Führung in Unterhaching in die Halbzeitpause.

Sandhausen kommt gut aus der Halbzeitpause zurück und hat dann auch gleich die erste Chance durch den heute gut spielenden Löning, Riederer pariert jedoch. Der SVS kontrolliert das Spiel, leistet sich aber auch viel Fehler in der Defensive: Niederlechner scheitert nur knapp vor dem Tor. Die Sandhäuser in der Folge mit Chancen durch Rohracker und zweimal durch Löning. Ab der 60. Minute gaben sie das Spiel aber langsam aus der Hand. Die Hachinger mit immer mehr Standards vor dem Tor der Gäste. So war es Ziegler in der 67. Minute, der nach einem Freistoß zum Ausgleich vollendete. Die Hachinger jetzt mit starkem Offensivdrang und Chancen am Fließband, die Daniel Ischdonat jedoch alle vereitelte. Die Abwehr geriet stark ins Schlingern und der Sportverein hatte Glück, dass er nicht noch das Spiel verlor. So bleibt es beim Unentschieden, mit dem der SV Sandhausen nach der chaotischen Schlussphase mehr als zufrieden sein kann.

Kommentar:


Zuerst einmal bin ich nach dieser Schlussphase, in der die Hachinger drückend überlegen waren, heilfroh über den einen Punkt. Der SVS steht auf Platz 5 der Tabelle und lieferte bis zur 65. Minute ein klasse Spiel ab. Jedoch hätte man vorher die Führung ausbauen müssen, hatte auch genügen Möglichkeiten dazu, dies versäumte man mal wieder - Stichwort Chancenverwertung. Morgen bereits geht es gegen das angeschlagene Bielefeld - ein Dreier sollte auf jedenfall drin sein. Angeschlagene Gegner sind jedoch auch nicht zu unterschätzen.


SpVgg Unterhaching: Riederer - Schwabl, Ziegler, Winkler, Stegmayer - Avdic, Sternisko, Thiel, Bigalke (84. Kanca) - Niederlechner, Tunjic


SV Sandhausen: Ischdonat - Busch, Schulz (84. Schauerte), Pischorn, Halfar - Glibo - Rohracker, Danneberg, Ulm (76. Blacha), Blum (68. Kandziora) - Löning
Gelbe Karten: Schwabl, Sternisko - Pischorn, Schulz, Rohracker.
Tore: 1:0 Tunjic (12.), 1:1 Löning (14.), 1:2 Schulz (30.), 2:2 Ziegler (67.)
Zuschauer: 1650
Schiedsrichter: Aarnink (Nordhorn)

Montag, 8. August 2011

3. Spieltag: SV Sandhausen - SV Darmstadt 98 06.08.11 | 2:0

Noch nach dem Schlusspfiff von Referee Patrick Alt beschimpften die aufgebrachten Darmstädter Fans mit lauten Sprechchören Sandhausen-Torhüter Daniel Ischdonat, auch der Schiedsrichter wurde während des Spiels einige Male mit Schmährufen  verfolgt. Diese beiden Faktoren waren es jedoch nicht, die den SV Sandhausen an diesem Tag zum zweiten Sieg im dritten Spiel der neuen Saison führten. Die Sandhäuser waren in allen Belangen besser, der Sieg hätte eigentlich noch viel höher ausfallen können bzw. müssen ! Der SVS rangiert nun mit sechs Punkten auf Rang 5 der Tabelle.

Ein Tag vor dem Spiel gegen Darmstadt hat der HSV gegen Borussia Dortmund mit 3:1 verloren und sah dabei deutlich schlechter aus als der SV Sandhausen eine Woche zuvor, was den Stellenwert der Leistung der Schützlinge von Trainer Gerd Dais enorm steigert.


Zum Spiel:


Trainer Gerd Dais veränderte seine Startformation im Vergleich zur Auswärtsniederlage gegen Offenbach (2:0) auf zwei Positionen: Für den gegen den OFC schwach spielenden und auch am Gegentor schuldigen Sievers spielte Busch wieder von Anfang an. Für Regis Dorn kam Julian Schauerte rein, der jedoch die Rolle des "Sechser" übernahm. Tim Danneberg rückte ins zentrale Mittelfeld und Kapitän Frank Löning rückte auf die Position von Dorn, bildete die einzige Spitze.

Der SVS brauchte beinahe zehn Minuten um ins Spiel zu finden, Darmstadt spielte in der Anfangsphase munter auf. Die erste Chance hatten jedoch die Sandhäuser durch Ulm, dessen Freistoß jedoch, weil abgefälscht, knapp über den Kasten von Gästetorhüter Zimmermann segelte. Sandhausen fand nun ins Spiel. Marco Pischorn führte einen Freistoß aus 60 Metern (!) direkt aus. Der Ball senkte sich gefährlich richtung Tor der Darmstädter, so dass Zimmermann ihn gerade so noch über das Tor schieben konnte. Es wäre sicherlich das Tor des Jahres geworden. Auch bei der anschließenden Ecke war es Pischorn, der das Tor nur knapp verfehlte. Was sich durch die vielen Chancen angekündigt hatte passierte: Nach einem Freistoß, den Ulm in den Strafraum spielte, war es, wie schon beim Saisonauftakt gegen Aalen, Daniel Schulz, der den Ball mit einem wuchtigen Kopfball im Tor versenkte - die hochverdiente Führung. Nach der Führung dann ein guter Angriff von Darmstadt, man scheiterte jedoch zweimal an dem wieder starken Ischdonat. Darmstadt auf einmal mit tollem Kombinationsfußball. Wenig später nach der Doppelchance eine Glanzparade von Ischdonat gegen Steegmann. Doch auch Sandhausen spielte weiter mit Schwung nach vorne. Dominik Rohracker wurde über die rechte Seite geschickt und verfehlte mit seinem wunderbaren Heber das Tor nur um wenige Zentimeter. Uwe Hesse auf der Gegenseite nur eine Minute später fast mit dem Ausgleich. Ab der 30. Minute schalteten beide Teams einen Gang runter, das Spiel beruhigte sich etwas. Dann, in der 41. Minute hebelte Torschütze des Führungstores, Daniel Schulz, die Abwehr der Darmstädter aus und schickte Kapitän Frank Löning, der an Gästetorwart Zimmermann vorbeizog und ins leere Tor vollendete. So ging man mit einem verdienten 2:0 in die Halbzeitpause.



Nach dem Seitenwechsel nichts mehr von Darmstadt zu sehen, der SVS verwaltete seine Führung geschickt und hatte erst nach einer Stunde eine Möglichkeit durch Rohracker, der jedoch mit seinem Schuss an Zimmermann scheiterte. Nur wenige Minuten später fuhr Darmstadt-Abwehrspieler Brighache gegen Rohracker im Strafraum den Ellenbogen aus. Rote Karte wegen Tätlichkeit und Strafstoß wären die richtige Entscheidung gewesen - die Pfeife des Referees blieb jedoch stumm. Nach 70 Minuten eine Chance durch Rohracker und bei der anschließenden Ecke durch Schulz. Zehn Minuten vor Schluss wurde es dann nochmal ruppig: SVD-Stürmer Hübner läuft mit gestrecktem Bein in Sandhausen-Torwart Ischdonat rein, der sich mächtig aufregte. Weil Ischdonat nach dem Foul Hübner leicht anrempelt kassieren beide Spieler die Gelbe Karte. Es bleibt jedoch beim hochverdienten 2:0 Sieg für die Sandhäuser.

Kommentar:


Ein gutes Spiel unseres SVS, Darmstadt hatte, bis auf eine kleine Stärkephase, uns nichts entgegenzusetzen. Bester Spieler auf Sandhäuser Seite für mich Rohracker, der nahezu an jeder Offensivaktion beteiligt war. Eigentlich hätte man aus diesen vielen Chancen noch mehr Tore machen müssen. Ein bisschen ärgerlich fande ich die Einstellung nach dem 2:0 den Vorsprung zu verwalten, denn bei diesem Spielstand kann noch einiges passieren. Mit dem Verwalten sollte man frühestens nach einem 3:0 beginnen. Egal, gewonnen, wenigstens zwei Chancen genutzt, die unnötige Niederlage gegen Offenbach wieder gutgemacht. Jetzt heißt es alle nach Unterhaching mitfahren und unsere Mannschaft unterstützen, damit sie auch gegen die starken Hachinger gewinnt, denn das wird wahrlich nicht leicht...



SV Sandhausen: Ischdonat - Busch, Schulz, Pischorn, Halfar - Schauerte - Rohracker (75. Öztürk), Danneberg, Ulm (66. Blacha), Blum (35. Kandziora) - Löning

Darmstadt 98: J. Zimmermann - Ratei (65. Toch), Beisel, Gaebler, Brighache - Heckenberger (74. P. Zimmermann), Latza - Hesse, Amstätter (57. R.Hübner), Baier - Steegmann


Tore: 1:0 Schulz (16.) 2:0 Löning (40.)


Gelbe Karten: Ischdonat, Öztürk - Heckenberger, Amstätter, Hübner, Toch.
Zuschauer:
2500
Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler) 




Freitag, 5. August 2011

2. Spieltag: Offenbacher Kickers - SV Sandhausen 03.08.11 | 2:0

Fahrlässig vergebene Chancen, zu späte, falsche Auswechslungen  und ein falsch gepfiffener Elfmeter - dies alles vereint führte zur Sandhäuser Auswärtsniederlage in Offenbach. Der SV Sandhausen vor allem in Hälfte eins mit mehr Spielanteilen. Noch in der Halbzeit sagte Herr Machmeier gegenüber der RNZ: "Wir spielen im Stil einer Spitzenmannschaft, müssten aber mindestens mit 1:0 führen". Doch es hilft nichts wenn man gut spielt, jedoch seine Chancen nicht nutzt. In der zweiten Hälfte wurde man dafür bitter bestraft.

Zu Offenbach:


Der Bieberer Berg ist zur Zeit eine Großbaustelle. Es wurde und wird noch immer auf Hochtouren gearbeitet, damit der Stadionumbau möglichst schnell abgeschlossen wird. Von den Tribünen sind schon drei von vier fertiggestellt, doch noch immer gibt es viel zu tun. Dies alles rechtfertigt jedoch nicht die Behandlung der Auswärtsfans am Mittwoch. Man ließ mehr als 300 Fans an einem winzigen, mit nur einem älteren Herrn besetzten Kartenverkaufshäuschen anstehen, es gab nur ein einziges Toilettenhäuschen und den Essenstand hatte man komplett weggelassen. Irgendwann gingen dann auch noch die Karten aus, so dass einige Fans erst 20 Minuten nach Spielbeginn das Stadion betreten konnten. Eine unglaubliche Dreistigkeit auf Seiten der OFC-Verantwortlichen. So geht man nicht mit Gästen um !

Zum Spiel:



Das Spiel wurde mit einer Viertelstunde Verspätung angepfiffen, da die Sandhäuser Gästefans wegen dem Verkehr auf der Autobahn nicht rechtzeitig das Stadioninnere erreichten. Trainer Gerd Dais wechselte im Vergleich zum DFB-Pokalspiel gegen Dortmund auf zwei Positionen: Für Busch und Öztürk rückten Sievers und Rohracker in die Anfangsformation. Der SVS mit sehr engagierten Beginn. Die Devise war klar: Man wollte hier, am Bieberer Berg 3 Punkte mit nach Hause nehmen. So war es Danny Blum, der nach ca. 10 Minuten die erste Chance für die Gäste aus Sandhausen hatte. Er schoss den Ball jedoch knapp übers Tor. Es spielte nur der SVS, Offenbach defensiv wie offensiv sehr schwach. Nach ca. 20 und 25 Minuten wieder Chancen für die Sandhäuser durch Ulm und Blum. Nach eine halben Stunde kam dann der OFC etwas besser ins Spiel und so gleich zur ersten Chancen durch Hahn, dessen Schuss Sandhausens Torwart Ischdonat jedoch parierte. Auf der Gegenseite wieder Blum mit einer Chance. Doch auch sein schöner Heber verfehlte das Tor knapp. Nur eine Minute später vergab Regis Dorn ebenfalls frei vor dem Tor. Der SV Sandhausen hätte zur Halbzeit führen müssen, war die klar bessere Mannschaft auf dem Bieberer Berg. So ging man jedoch torlos in die Halbzeitpause.

Die Sandhäuser Spieler betraten als erste wieder den Rasen, jedoch war es nach Wiederanpfiff der OFC, der nun den Ton angab. Nach sieben Minuten hämmerte nach einem Freistoß von Gundel der Ball gegen die Latte des Sandhäuser Kastens. Der SVS in der Folge völlig unkonzentriert und jetzt mit Stellungs - und Abwehrfehlern. Das Spiel nun mit einem höheren Tempo. In der 69. Minute passierte dann das was sich durch den Freistoß irgendwie schon angedeutet hatte: Nach einer Flanke war es Sievers, der die Flanke von Bender verpasste. Testroet konnte locker einschieben. Auf Sandhäuser Seite erzielte Rohracker wenig später beinahe den Ausgleich. Der Ball ging jedoch knapp am Tor vorbei. Offenbach auf der anderen Seite, durch Haye, ebenfalls mit der Möglichkeit die Führung auszubauen, Ischdonat parierte jedoch (78.). Dann kamen die von den Fans lang ersehnten Wechsel. Doch was waren das für Wechsel ? Trainer Gerd Dais wechselte in der 80. Spielminute Öztürk für Blum, Kandziora für Rohracker, und Blacha für Ulm ein. Er wechselte also die besten Sandhäuser Feldspieler an diesem Abend aus, anstatt die komplett unter Niveau spielenden Dorn und Löning vom Platz zu nehmen. Völlig unverständlich. Nach den Wechseln ging gar nichts mehr nach vorne für Sandhausen. Es spielte nur noch der OFC. In der 90. Minute dann im Strafraum der Sandhäuser: Marco Pischorn rennt zum Ball und klärt vor dem eingewechselten Mehic - Elfmeter, obwohl klar der Ball gespielt wurde. Absolute Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns. OFC-Kapitän da Costa verwandelt den Elfmeter souverän. Es bleibt beim völlig unnötigen, nicht leistungsgerechten 2:0 für die Offenbacher Kickers.

Kommentar:


Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit einen tollen Fußball gespielt. Einziges Manko - die Chancenverwertung. Es kann nicht sein, dass man als Auswärtsmannschaft, in einem Jahr, in dem in der 3. Liga die Mannschaften von der Leistung her alle sehr stark beisammen liegen, unser SVS seine 5-6 Großchancen nicht zu einem Tor ummünzen kann. Für so etwas wird nunmal , wie in der zweiten Halbzeit gesehen, bitter bestraft. Dazu kommt, dass Dais viel früher hätte wechseln müssen. Spätestens nach dem 1:0 für Offenbach hätte er reagieren müssen. Als er dann in der 80. Minute mit Wechseln reagierte, traute ich meinen Augen nicht. Er nahm die besten Offensivkräfte an diesem Tag vom Platz, anstatt die schwachen Dorn und Löning auszuwechseln. Danach ging offensiv natürlich nichts mehr, da man geraden so schnelle Außenbahnspieler wie Blum und Rohracker für eine Schlussoffensive gebraucht hätte. Vom Elfmeter brauch man eigentlich gar nicht zu reden. Die Leistung des Schiedsrichters und seiner Assistenten an diesem Abend unterste Schublade. Es war nicht nur die Elfmeterszene, immer wieder Fehlentscheidungen beeinflussten das Spielgeschehen. Morgen gegen Darmstadt muss der SVS seine Chancen zu Tore umwandeln. Nur so werden die drei Punkte am Hardtwald bleiben, denn der Aufsteiger aus Hessen ist nicht zu unterschätzen und wird das Spiel genauso gnadenlos umkehren wie der OFC , wenn wir unsere Chancen nicht nutzen.

 Noch eine kleine Bemerkung zum Support. Ich war freudig überrascht wie viele Fans unseren SVS lautstark unterstützt haben, das war stelllenweise richtig gut ! Wäre echt toll, wenn das auch mal Zuhause so wäre.



Kickers Offenbach: Wulnikowski - Hickl, Lamprecht, Husterer, Telch - Feldhahn, Gunkel (86. Mehic) - Hesse (68. Bender), da Costa, Hahn - Testroet (76. Hayer)


SV Sandhausen: Ischdonat - Sievers, Schulz, Pischorn, Halfar - Danneberg - Rohracker (79. Öztürk), Ulm (80. Blacha), Löning, Blum (79. Kandziora) - Dorn


Tore: 1:0 Testroet (69.) 2:0 da Costa (90.FE)


Karten: Lamprecht (G) Hickl (G) - Sievers (G) Pischorn (G)
Zuschauer: 7620
Schiedsrichter: Arno Blos (Deizisau)



Sonntag, 31. Juli 2011

DFB-Pokal: SV Sandhausen - Borussia Dortmund 30.07.11 | 0:3

Der Traum vom Pokal-Wunder ist geplatzt. Der SV Sandhausen verliert am, mit 11300 Zuschauern, ausverkauften Hardtwald mit 0:3 gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund. Dortmund war in diesem Spiel dem SVS drückend überlegen und glänzte zwischenzeitlich sogar mit Zauberfußball (z.B. das 0:2 durch Kagawa). Trotzdem herrschte nach dieser Niederlage immernoch eine gute Stimmung am Hardtwald. Auch die Fans gaben alles: Zeigten eine Choreo am Anfang des Spiels und supporteten ihren Verein über 90 Minuten. Natürlich waren die Dortmunder um einiges lauter, bei Menge an supportenden Fans aber nichts überraschendes.

Rückblick:


Ungefähr eineinhalb Monate ist es nun her, dass Frauen-Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi dem SV Sandhausen den Deutschen Meister Borussia Dortmund zugelost hat. Seitdem herrschte Ausnahmezustand am Hardtwald. Es wurden u.a. zwei Zusatztribünen aufgebaut um die Stadionkapazität zu erhöhen und so mehr Menschen die Möglichkeit zu bieten diesen Pokalhit live mitzuerleben.

Das Spiel:


Gestern war es dann soweit: Der Tag des Spiels war gekommen. Schon um 17:00 Uhr war Stadioneinlass, um 18:30 Uhr, also eine Stunde vor Spielbeginn, war das Stadion schon sehr stark gefüllt. Dann wurden auch die Mannschaftsaufstellung bekannt gegeben: Gerd Dais würde seine Startformation  zum Aalen-Spiel auf zwei Positionen verändern. Für den Ex-Dortmunder Kandziora und den verletzten Glibo würden Halfar und Dorn von Anfang an spielen.
Dortmund ohne Schmelzer und Barios, mit Kehl, Gündogan und Löwe, der den verletzten Schmelzer vertreten würde, in der Anfangself.

Dann, um 19:30 Uhr ging es los. Auf der "neuen" Tribüne wurden von den Fans eine Papp-Choreo vorbereitet, die allerdings etwas misslang, da einige Fans ihre Papptafeln nicht richtig hochhielten. Im aktiven Fanblock dann eine Choreo mit dem SVS-Wappen in der Mitte, schwarz-weiße Streifen links und rechts und dazwischen noch schwarze und weiße Fahnen.


Der Ball rollte und Dortmund gleich mit offensiven und engagierten Spielbeginn. Es wurde gleich klar: Dortmund würde dieses Pokalspiel nicht wie die der letzten Jahre auf die leichte Schulter nehmen (man war gegen die Drittligisten Offenbach und Osnabrück ausgeschieden). Dortmund immer wieder mit langen Ballstafetten über Götze, aber vor allem über Kagawa. Der SVS beschränkte sich nur aufs Verteidigen. So geschah es schon nach 10 Minuten: Kagawa hebelte mit einem schönen Pass auf den sich lösenden Lewandowski die komplette SVS-Abwehr aus. Lewandowski drückte dann alleinstehend vor Ischdonat den Ball ins linke, untere Eck. Nach dem Führungstor wurde der BVB immer drückender überlegen. Doch Chancen durch Lewandowski (13. + 42.), Gündogan (29.) und Götze (34.) wurden nicht zu einem zweiten Tor genutzt. In der ersten Hälfte also nichts als "Einbahnstraßenfußball": Dortmund stürmte und rannte gegen das Abwehrbollwerk der Sandhäuser an.

Nach der Pause wurde dann Rohracker für den gelbverwarnten Öztürk ins Spiel gebracht. Etwas mehr Offensive musst her. So wenige Minuten nach Wiederanpfiff: Blum, der neben Ischdonat bester Sandhäuser an diesem Tag war, rennt über die linke Seite und flankt in die Mitte, Ulm und Dorn verpassen nur knapp. Trotzdem der BVB weiter die spielbestimmende Mannschaft. Kurz nach der Sandhäuser Doppelchance scheitert auf der anderen Seite Kagawa an Ischdonat. Kurze Zeit später in der 56. Minute macht er es dann besser: Kagawa passte den Ball vor dem Strafraum zu Neuzugang Gündogan, der ihn mit einem Zuckerpass per Außenrist wieder auf den Japaner auflegte. Kagawa dann mit einem Traumtor ins rechte, obere Eck - keine Chance für Ischdonat. Sandhausen auch nach dem 0:2 weiter bemüht in der Offensive, doch so kamen die Dortmunder durch einige Konter zu guten Möglichkeiten. Immer wieder Lewandkowski, Gündogan und vor allem Kagawa vergaben gute Möglichkeiten. Sogar Löwe durfte mal ran, doch Ischdonat parierte dessen Distanzschuss. In der 90. Minute dann doch noch das 0:3: Perisic läuft über die linke Seite und flankt in die Mitte, Daniel Schulz tritt über den Ball und bedient so unfreiwillig Lewandowski, der locker einschiebt. So blieb es bei diesem Ergebnis.


Kommentar:


Das war leider zu wenig um gegen den Deutschen Meister bestehen zu können. Vor allem in der ersten Hälfte war die "Bollwerktaktik" nicht sehr klug. Man hat in so einem Spiel nichts zu verlieren und gegen eine sehr schnell, von Offensive auf Defensive und andersrum, umschaltende Dortmunder Mannschaft, konnte man auch nicht auf gute Kontermöglichkeiten hoffen. Auch hatte man das Gefühl, dass der SVS, zumindest in Hälfte eins, den Dortmundern zu viel Respekt zollte. Doch auf ein Pokal-Wunder war an diesem Tag sowieso nicht zu hoffen. Die Dortmunder einfach zu konzentriert, wegen ihrem Ausscheiden der letzten Jahre gegen unterklassige Gegner, und so eigentlich ohne Fehler in der Defenive. Offensiv machten uns vor allem Lewandowski, Gündogan und allen voran Kagawa zu schaffen, der mit Abstand der beste Mann auf dem Platz war. Auf Sandhäuser Seiten war für mich Blum der Beste, der wenigstens etwas offensiv leisten konnte. Aber auch die Hereinnahmen von Rohracker und Blacha wirkten sich positiv auf das SVS-Spiel aus. Alles in allem kann man sich nicht beschweren, da wir gegen den Deutschen Meister sowieso der krasse Außenseiter waren. Sehr erfreulich waren an diesem Tag die Sandhäuser (und auch Aalener) Fans, die den SVS über die gesamte Spielzeit anfeuerten. Die Partie bleibt trotz der Niederlage ein toller Erlebnis
Jetzt jedoch heißt es sich wieder auf den Drittliga-Alltag zu konzentrieren. Schon am Mittwoch steht die erste Auswärtspartie gegen die Offenbacher Kickers an. Dort muss der Sportverein an die ordentliche Leistung im Auftaktspiel gegen den VFR Aalen anknüpfen.

Klaviertransport Dortmund
SV Sandhausen: Ischdonat - Busch, Pischorn, Schulz, Halfar - Danneberg - Öztürk (46. Rohracker), Lönig, Ulm (66. Blacha), Blum (78. Kandziora) - Dorn
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Löwe - Kehl, Gündogan - Götze (70. Kuba), Kagawa (85. Leitner), Großkreutz (71. Perisic ) - Lewandowski

Tore: 0:1 Lewandowski (10.), 0:2 Kagawa (56.), 0:3 Lewandowski (90.).

Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler)

Gelbe Karten: Öztürk, Löning
Zuschauer: 11.300 (ausverkauft)