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Samstag, 19. Oktober 2013

Kein Sieger im Abstiegsduell - Sandhausen aber noch im Soll [SVS - Dresden 0:0]

Von einem „richtungsweisendes Spiel“ sprach SVS-Präsident Jürgen Machmeier vor der Partie gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf, Dynamo Dresden. Nachdem 90 Minuten gespielt waren lautete das Fazit von Kapitän Frank Löning: „Wir müssen mit dem Punkt leben und haben heute immerhin Dresden auf Distanz gehalten.“ Es geht also weder in die eine noch in die andere Richtung, denn keinem der beiden Teams gelang es, das Spielgerät im gegnerischen Tor unterzubringen. Trotzdem kann man Mittelfeldspieler Denis Linsmayer durchaus zustimmen, wenn er das Spiel als „ein 0:0 der besseren Sorte“ bezeichnet, denn das Manko an diesem Samstagnachmittag war auf beiden Seiten vor allem die Chancenverwertung, beide Offensivreihen ließen eine Vielzahl an hochkarätigen Möglichkeiten liegen.

Bei sonnigem Wetter und milden Temperaturen hatten sich 6500 Zuschauer im Hardtwaldstadion eingefunden, von denen gut 2-3000 der Dynamo aus Dresden die Daumen drückten und sich von Beginn an lautstark bemerkbar machten.
Nach dem „Phantomtor von Hoffenheim“, bei dem am Freitagabend der Kopfball von Bayer-Spieler Stefan Kießling neben das Tor ging, von dort durch ein Loch im Tornetz aber doch noch im Kasten landete und vom Schiedsrichter als regulärer Treffer gezählt wurde, richteten sich die Augen vor dem Anpfiff auf den Schiedsrichter der bevorstehenden Zweitligapartie. Christian Leicher kam jedoch ordnungsgemäß seiner Pflicht nach und konnte bei den beiden Toren im Hardtwaldstadion keinerlei Löcher in den Netzen ausmachen.

Quelle: freiepresse.de
In Berlin ließ Sandhausens Trainer Alois Schwartz noch im altbewährten 4-2-3-1-System spielen, gegen Dresden sollte es offensiver zugehen. Löning stand für Ulm in der Startelf.
Mit zwei Spitzen wollten die zu Hause noch ungeschlagenen Sandhäuser also ihre Heimbilanz weiter ausbauen und hatten bereits nach zwei Minuten die erste Chance durch Achenbach, der einen Freistoß von rechts direkt aufs Tor brachte und so Dynamo-Keeper Kirsten ein erstes Mal prüfte. Wenige Minuten später hatte Stiefler sogar nur noch Kirsten vor sich, an dem es aber kein Vorbeikommen gab.
Dresden kam danach besser ins Spiel und es entwickelte sich ein munteres Hin und Her, mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Der sehr präsente Ouali hatte nach knapp einer Viertelstunde die Führung für die Gäste auf dem Fuß, schob den Ball aber völlig unbedrängt am Sandhäuser Tor vorbei, was Bürgermeister Kletti erleichtert mit den Worten „zum Glück sind die so blöd“ kommentierte. „Blöd“ waren aber auch die Sandhäuser, oder Kirsten im Tor der Sachsen so stark. Sowohl Linsmayers Kopfball als auch Stieflers Nachschuss hielt der 26-Jährige nach knapp einer halben Stunde in überragender Manier. Poté (31.) und Ouali (44.) hatte in der Folge weitere hochkarätige Chancen, die jedoch beide nicht genutzt wurden.

1asport.de
Auch in der zweiten Halbzeit boten sich viele Räume auf beiden Seiten, kurz nach dem Anpfiff hatte Jovanovic Kirsten eigentlich schon überwunden, schoss dann aber aus spitzem Winkel ans Außennetz statt ins leere Tor. Nach fast einer Stunde donnerte der Ball dann gegen den rechten Innenpfosten des Sandhäuser Tors. Ouali hatte aus der Distanz geschossen. Weder die auf diese Aktion folgende viertelstündige Drangphase der Dresdner noch die Schlussoffensive der Sandhäuser brachten den Torerfolg in dieser Partie, auch die offensive Umstellung im Sandhäuser Mittelfeld, mit dem Wechsel Ulm für Kulovits, half dabei nicht.

Das Happy End, wie gegen Bochum, als Nicky Adler in der Nachspielzeit das Siegtor erzielte, blieb also diesmal aus. „Man kann nicht jedes Spiel in der 90. Minute gewinnen, wir müssen das Tor früher erzielen,“ erklärte Linsmayer unmittelbar nach dem Spiel. „Wir müssen mit dem Unentschieden leben, denn wir haben zu viele Chancen liegen gelassen,“ pflichtete Geschäftsführer Otmar Schork ihm bei. Doch auch die in dieser Saison sonst so stabile Defensive der Sandhäuser erwischte nicht gerade den besten Tag, was auch Schork nicht entgangen war: „Es ist zwar kein Tor gefallen, aber der Gegner hatte heute einige Chancen,“ kritisierte er. Auch Trainer Schwartz sah das ähnlich: „Wir standen heute zu breit, haben zu viel zugelassen.“
Trotzdem ist der Sandhäuser Trainer mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden: „Wir haben in 11 Spielen 11 Gegentore bekommen und 13 Punkte geholt - wir sind noch im Soll.“ Mit St. Pauli wartet am nächsten Wochenende aber der nächste schwere Gegner auf den SV Sandhausen.



Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Hübner, Achenbach - Linsmayer, Kulovits (67. Ulm) - Stiefler (78. Adler), Thiede (90. Blum) - Löning, Ranisav Jovanovic. - Trainer: Schwartz

Dresden: Kirsten - Schulz, Bregerie, Susac, Schuppan - Hartmann, Losilla - Koch, Ouali - Pote, Dedic (46. Aoudia). - Trainer: Janßen

Gelbe Karten: Hübner (3), Stiefler (4) - Pote (3), Losilla (2), Hartmann

Schiedsrichter: Christian Leicher (Landshut)



Sonntag, 25. August 2013

Revier verteidigt [SVS-KSC 1:1]

„Revier verteidigen,“ so hieß es im Vorfeld des Baden-Derbys auf den Plakaten, mit denen der SV Sandhausen für das erste Aufeinandertreffen in einem Ligaspiel der beiden nordbadischen Mannschaften warb. Florian Hübner sorgte kurz vor Ende der Partie dafür, dass dieser Slogan auch in Erfüllung ging, denn durch seinen Treffer hieß es nach 90 Minuten: 1:1, Unentschieden. Revier also verteidigt, aber weiterhin kein Sieg und nur drei Punkte aus fünf Spielrunden. Durch Siege von Paderborn und Dresden könnte der SVS sogar am Montag sogar noch bis auf den 17. Tabellenplatz abrutschen. Trotzdem überwog die Freude am Hardtwald über den späten Ausgleich.

Von Freude bei den Sandhäusern konnte im Vorfeld der Partie keine Rede gewesen sein. Der aus der Karlsruher Jugend kommende Zimmermann zog sich im Abschlusstraining einen Innenbandriss zu und musste nicht nur auf das lang ersehnte Spiel gegen seinen Heimatverein verzichten, sondern wird laut Schwartz „ca. 4-6 Wochen ausfallen.“ Beim Aufwärmen war es dann Schulz, der sich ebenfalls verletzte und so, nach der Gelb-Roten Karte von Kister aus dem Köln-Spiel, als zweiter Stamminnenverteidiger ausfiel. Schwartz brachte Olajengbesi und Hübner, die ihre Sache, außer beim Gegentor, sehr ordentlich machten. Kurios und der Höhepunkt der Demütigung für Marco Pischorn: Der von Schwartz abgeschriebene und als Innenverteidiger Nummer fünf degradierte Aufstiegsheld ist nun wohl nicht einmal mehr die Nummer fünf, für ihn saß nämlich der 19-jährige U23-Spieler Max Müller auf der Bank.

Quelle: boulevard-baden.de
Der KSC hatte die ersten beiden Auswärtsspiele der Saison gewonnen und kam so mit breiter Brust und als Favorit an den Hardtwald. Auch das Stadion war gut zur Hälfte mit Anhängern der Blau-Weißen gefüllt, die auch von Anfang an den Ton angaben. Auf dem Platz war es aber zunächst der SV Sandhausen, der die Spielkontrolle übernahm und auch zu guten Chancen durch Thiede (9. Minute) und Stiefler (11.) kam. Sandhausen zeigte mehr Zug zum Tor und im Offensivspiel zu den letzten Spielen verbessert, was auch viel mit der Hereinnahme von David Ulm zu tun hatte. Er harmonierte, vor allem in der Anfangsphase, gut mit Marco Thiede. Auch der Trainer bescheinigte Ulm später, dass er „auf einem guten Weg“ sei.
Vom Karlsruher SC war in den ersten 20 Minuten überhaupt nichts zu sehen, dann tauchte aber Nazarov allein vor Riemann auf und Olajengbesi klärte im letzten Moment.
Für einen fußballerischen Höhepunkt sorgte wenig später auch Riemann, der meinte seine Dribbelkünste gegen Nazarov zeigen zu müssen.
Der KSC war durch diese Chance in der 20. Minute aber aufgewacht und kam jetzt besser ins Spiel. Es folgten weiter Einschussmöglichkeiten durch van der Biezen (35.) und Krebs (41.), nach einem Abspielfehler von Riemann. Aber auch die Sandhäuser erspielten sich weiterhin Möglichkeiten, Schauertes Distanzschuss verfehlte das gegnerische Tor nur knapp (37.). Torlos ging es in die Pause.

Quelle: rnz.de
In der zweiten Halbzeit passierte fast eine Viertelstunde lang überhaupt nichts. Beide Mannschaften kamen schlecht aus der Halbzeit und schafften es nicht auch nur einen gelungenen Angriff zu initiieren. Bis zur 57. Minute. Yabo spielte in den Strafraum der Hausherren, wo Nazarov goldrichtig und völlig unbedrängt stand und das Spielgerät gemütlich in die linke obere Ecke des Sandhäuser Tors verfrachtete. Keine Chance für Riemann und die Führung für die Gäste. Nur drei Minuten später verpasste es Jovanovic den Ausgleich zu erzielen, als er den Ball nach einem Eckstoß noch übers Tor schob. Der SV Sandhausen gab nach dem Rückstand nicht klein bei und intensivierte seine Offensivbemühungen, Schwartz brachte Löning und Blum für Kulovits und Thiede, ließ also jetzt mit zwei Stürmern spielen. Doch die Sandhäuser taten sich weiterhin schwer. Das Umschalten war zu langsam, die Anspiele in die Spitze zu unpräzise, die Hausherren fanden schlichtweg keine Mittel, die Karlsruher ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Löning wirkte bemüht, aber auch seine Chancen waren nicht sehr gefährlich (80. und 82.). Bis zur 88. Minute sah alles nach dem nächsten Karlsruher Auswärtssieg aus, doch dann kam Hübner, der schaffte, was in letzter Zeit nicht viele gegen den Karlsruher SC geschafft hatten: Ein Tor nach einer Standardsituation. Bei der Schauerte-Ecke stieg er am höchsten und erzielte mithilfe des Innenpfostens den „glücklichen aber nicht unverdienten Ausgleich,“ wie Trainer Schwartz später resümierte.

Nicht unverdient vor allem wegen der ersten Halbzeit, als der SV Sandhausen zumindest phasenweise zeigte, dass er doch weiß, wie Offensivfußball geht. Auch Kapitän Frank Löning bestätigte: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht, haben es aber leider versäumt ein frühes Tor zu erzielen.“ Löning lobte auch die „Moral,“ die die Mannschaft nach dem Rückstand gezeigt hat und bezeichnete die Leistung als „ein kleiner Schritt nach vorne.“ So langsam müssen aber Ergebnisse her, denn nur für gute Leistungen gibt es keine Punkte. Das weiß auch Trainer Schwartz: „Im Fußball zählt nicht die B-Note für spielerische Leistungen, sondern nur die A-Note - die Punkte.“ Wenn sich nicht bald ein paar mehr Punkte zu den mageren drei auf dem Sandhäuser Punktekonto gesellen, dann könnte es ganz schnell schwarz um Schwartz werden...



Sandhausen: Riemann - Schauerte, Hübner, Olajengbesi, Achenbach - Linsmayer, Kulovits (67. Löning) - Stiefler (75. Klotz), Ulm, Thiede (67. Blum) - Jovanovic.
Karlsruhe: Orlishausen - Klingmann, Gordon, Mauersberger, Vitzthum - Peitz, Yabo - Alibaz (83. Mast), Krebs - Nazarov (71. Micanski), van der Biezen (90. Hennings)
Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf) ; Tore: 0:1 Nazarov (57.), 1:1 Hübner (88.); Zuschauer: 10 600.

Montag, 12. August 2013

Die Angst vorm Siegen [SVS - Cottbus 2:2]

Die gute Nachricht zuerst: Nach fast achteinhalb Stunden ist es dem SV Sandhausen gelungen, mal wieder ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen. Die schlechte Nachricht: Auch nach dem dritten Ligaspiel warten die Sandhäuser weiter auf den ersten Saisonsieg.
Die Gesichter der Protagonisten waren an diesem Sonntagnachmittag sehr einfach zu deuten. Meist war es eine Mischung aus Enttäuschung und Ratlosigkeit. Selbst ein Jovanovic, der nicht nur den Torfluch besiegte, sondern auch sein erstes Saisontor erzielte und so seinem Trainer das Vertrauen zurückzahlte, konnte nicht fassen was gerade passiert war: „Wenn du 2:0 führst, dann hast du den Gegner in der Hand. Wir haben Angst gehabt. Ich weiß nicht vor was, vielleicht vorm Siegen.“ Tatsächlich ist es jetzt schon eine geraume Zeit her, dass der SV Sandhausen in der Liga als Sieger vom Platz ging. Zuletzt beim 3:1 gegen Ingolstadt, am 4. Mai - das sind über drei Monate!

Dabei sah zunächst alles nach einem ungefährdeten Heimspielerfolg aus. Nach knapp 20 Minuten hatten die elf Pokalhelden den Ball bereits zweimal im Tor der Gäste untergebracht. Die Zuschauer im Hardtwaldstadion mussten nicht lange warten, bis sie das erste Mal jubeln durften. Bereits nach neun Minuten erzielte Julian Schauerte per Strafstoß die Führung für die Hausherren, die von Anfang an engagiert zu Werke gingen. Kister war zuvor im Strafraum zu Fall gekommen. Nur zwei Minuten nach dem Elfmeter hätte es fast ein zweites Mal im Tor der Gäste eingeschlagen, Schulz kam nach einem Achenbach-Freistoß aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch Energie-Schlussmann Almer war zur Stelle.
Cottbus wollte in der Folge den Ausgleich, doch das bot Sandhausen Räume zum Kontern. So auch beim 2:0, als Zimmermann nach Ballgewinn schnell schaltete und Jovanovic mit einem langen Ball in Szene setzte. Jovanovic zeigte, warum Sandhausen ihn geholt hatte, als er Almer umkurvte und einschob.
Cottbus zeigte sich jedoch unbeeindruckt und machte weiter das Spiel. Nachdem fast eine halbe Stunde am Hardtwald gespielt war, gelang dann den Lausitzern der Anschlusstreffer. Sanogo spielte Kruska in guter Schussposition an und dieser hämmerte den Ball in die Maschen. Riemann sah beim Gegentor etwas unglücklich aus, er stand zu weit vor dem Tor und zeigte keinerlei Reaktion. Diese erste Szene im SVS-Trikot, in der er nicht gut aussah, verunsicherte Riemann offenbar, zeigte er doch in der Folge weitere Unsicherheiten bei hohen Bällen und Eckstößen. Bis zum Ende der ersten Hälfte passierte nicht mehr viel und so lautete die allgemeine Frage im Hardtwaldstadion: Schafft es Sandhausen die Führung auch in der zweiten Hälfte zu behalten?

von rp-online.de
Für die Antwort sorgte Boubacar Sanogo nach fast einer Stunde. Stiepermann überwand die schlafmützige SVS-Abwehr durch einen mustergültigen Pass auf den Ivorer, der Riemann umspielend den Gleichstand herstellte. Der Ausgleich hatte sich angekündigt. Zwar hatten die Sandhäuser nach der Pause eine hochkarätige Chance durch Knoll, aber danach zog die Energie ihren berüchtigten Offensivfußball auf und setzte das Tor der Hausherren gehörig unter Druck. Auch nach dem Tor spielten die Lausitzer den besseren Fußball, die Sandhäuser wollten zwar, aber blieben gerade im Angriffsspiel etwas unglücklich, auch die Einwechslungen von Ulm, Stiefler und Löning brachten keinen Erfolg. Immerhin hatte sich Riemann wieder gefangen und brillierte mit schönen Paraden. Am Ende musste sich Sandhausen mit dem einen Punkt zufriedengeben, war Cottbus doch vor allem in der zweiten Hälfte spielerisch überlegen.

Das findet auch Geschäftsführer Otmar Schork: „Nach der 2:0-Führung hab ich mehr erwartet, aber Cottbus war am Ende klar besser.“ Die Spieler versuchten nach dem Spiel zu analysieren, was in der zweiten Halbzeit, nach der Zwei-Tore-Führung, passiert war. Jovanovic beschrieb dies am passendsten: „Es gab einige Situationen, in denen wir keine Ruhe hatten. Da haben wir unnötig Bälle abgegeben.“ Auch Schwartz sprach von vielen „Annahme- und Passfehlern“ und davon, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte „immer einen Schritt zu spät“ war.
Das Offensivspiel stockt weiter, trotz des einen Tores aus dem Spiel heraus, Kulovits bringt es auf den Punkt: „Uns fehlt die letzte Wille, die Kaltschnäuzigkeit im Sechzehner.“

Mit dem Toreschießen kennt sich eigentlich ein Frank Löning aus, der heute aber wieder gegenüber Jovanovic den Kürzeren zog. Mit den elf Saisontoren der letzten Saison hatte der 31-Jährige eigentlich die Latte für diese Saison hochgesetzt, doch eine Entzündung im Knie warf ihn zurück und jetzt kommt er nicht richtig in Tritt. Löning bestätigt: „Ich bin noch nicht ganz fit.“ Jedoch könne er mit der Situation gut umgehen, stelle sich in den Dienst der Mannschaft und strenge sich an, baldmöglichst wieder in die diese zu kommen.
Bald könnte es aber noch schwerer werden, denn die Verantwortlichen wollen wohl noch einen Stürmer holen. (Un)Stürmische Zeiten also für Löning.
In einer noch schlechteren Position befindet sich Aufstiegsheld Marco Pischorn. Unter Schwartz ist er aufs Abstellgleis geraten; ihm wurde vergangene Woche mitgeteilt, dass er nur noch Stürmer Nummer fünf ist, hinter Kister, Schulz, Olajengbesi und Hübner. Äußerst bitter für einen Spieler mit seinen Verdiensten.

Am Samstag geht es nach Köln und Jovanovic ist „guter Dinge, denn wir haben uns, bis auf diese zweite Halbzeit heute, in der Saison gut präsentiert.“ Eins sollten die Sandhäuser in Köln aber besser nicht haben, denn irgendwann müssen die Punkte her: Angst vorm Siegen.


Sandhausen: Riemann - Schauerte, Kister, Schulz, Achenbach - Zimmermann, Kulovits - Klotz (79. Ulm), Thiede, Knoll (67. Stiefler) - Jovanovic (79. Löning)
Cottbus: Almer - Schulze, Möhrle, Börner, Bittroff - Banovic, Kruska - Takyi (83. Susic), Fomitschow (67. Rivic) - Stiepermann, Sanogo (75. Mosquera)
Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart) - Zuschauer: 3200 - Tore: 1:0 Schauerte (9./Foulelfmeter), 2:0 Jovanovic (21.), 2:1 Kruska (29.), 2:2 Sanogo (58.) 

Sonntag, 25. November 2012

Die beste Medizin [FCI - SVS 1:1]

Unter der Woche war ziemlich viel los am Hardtwald. Nach der 2:5-Niederlage in Bochum, zogen die Verantwortlichen am Montag die Reißleine und entließen den Erfolgstrainer Gerd Dais, der die Sandhäuser von der vierten bis in die zweite Liga geführt hat. Am Dienstag wurde bereits sein Nachfolger vorgestellt: Der in Sandhausen wohlbekannte Hans-Jürgen Boysen, der schon das dritte Mal das Traineramt am Hardtwald übernimmt. An diesem Sonntag gab Boysen dann in Ingolstadt sein Debüt. Gerade gegen den Tabellenfünften sollte ein Erfolgserlebnis her.
Doch das Debüt des neuen Trainers glückte. Die Sandhäuser betrieben einen sehr großen Laufaufwand sowie frühes Pressing und wurde dafür am Ende belohnt. Nico Klotz erzielte in der 82. Minute den Ausgleich für die Gäste aus der Kurpfalz und ließ die mitgereisten Fans jubeln. Hans-Jürgen Boysen wirkte nach dem Spiel erleichtert: "Das ist die beste Medizin für die Jungs; ein Erfolgserlebnis." Es war der erste Punktgewinn für den SV Sandhausen nach sechs Niederlagen in Folge.


Quelle: schwaebische.de
Boysen ließ in seinem ersten Spiel in einem 4-4-2-System mit Onuegbu und Löning im Sturm spielen. Daniel Schulz hatte seine Verletzung auskuriert, weswegen er für Ole Kittner in der Innenverteidigung randurfte. Auf den Flügel schenkte der Trainer Schauerte und Adler das Vertrauen, in der Zentrale wurden wieder die beiden "Sechser" Tüting und Fießer eingesetzt.
Pünktlich ging es los im Audi-Sportpark. Sandhausen versuchte in der Anfangsphase immer wieder mit Diagonalpässen zum Erfolg zu kommen. Sie störten die Gastgeber früh und ließen sie nicht ins Spiel kommen. Es entwickelte sich in der Folge ein chancenarmes Spiel, das von seinem Kampf im Mittelfeld lebte.
Nach einer Viertelstunde hatte der Ingolstädter Eigler die Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen, doch Nicky Adler, der erstaunlich viel Abwehrarbeit leistete, lenkte den Versuch im letzten Moment neben das Tor. Vier Minuten später machte es Eigler dann aber besser, als er Leitls Flanke direkt verwertete und sein Team in Front brachte. Dem Treffer war ein schneller Tempo- und Seitenwechsel der Ingolstädter vorausgegangen, die Gäste waren in dieser Situation sichtlich überfordert.
Ansonsten stand die Defensive aber wie in den guten alten Zeiten. Keine Wackler, keine einfachen Abspielfehler, nur die ein oder andere Ecke hätte verhindert werden können. Apropos Eckbälle: Trainer Boysen hatte offensichtlich Manndeckung als Verteidigungsmethode bei gegnerischen Ecken angeordnet, das war unter seinem Vorgänger Dais noch anders gewesen. Dieser Versuch, die Gegentorflut bei gegnerischen Ecken abzustellen, glückte weitesgehend, wobei die Ingolstädter sich aber auch nicht durch besonders gefährliche Ecken auszeichnen konnte. Bei Freistößen aus dem Halbfeld wurde es aber immer noch brenzlig.
Nur wenige Sekunden nach dem Gegentor, hatte Löning die Riesenchance zum Ausgleich, als er allein vor dem Ingolstädter Kasten auftauchte, das Spielgerät aber überhastet am linken Pfosten vorbeischob. Sandhausen versuchte in der Folge den Ausgleich zu erzielen, war jedoch vorne nicht gefährlich genug, Ingolstadt ruhte sich auf der knappen Führung aus.

Quelle: ran.de
In der zweiten Hälfte betrieben die Sandhäuser weiterhin höchsten Aufwand, aber im Offensivspiel hakte es gewaltig, es wurden kaum nennenswerte Chancen herausgespielt. Die Gäste hatten deutlich mehr Spielanteile, aber scheiterten immer wieder an der fehlenden Präzision beim "letzten Pass". 
Nach etwas mehr als einer Stunde wechselt Boysen dann doppelt. Für den schwachen Onuegbu und für Adler kamen Wooten und Klotz. Die Einwechslung von Nico Klotz machte sich am Ende bezahlt. Als schon jeder damit rechnete, dass dem FC Ingolstadt der dritte Heimsieg in Folge gelingen würde, spielte Tüting einen langen Ball in Strafraum der Gastgeber, wo Klotz lauerte, den Ball mit der Brust annahm und ihn frech an Ingolstadt-Torwart Özcan vorbeihob. Nach dem Ausgleich waren die Ingolstädter dann aus ihrem Tiefschlaf erwacht und warfen in der Schlussphase nochmal alles nach vorne, um doch noch drei Punkte zu ergattern. Es blieb jedoch beim verdienten 1:1.

 Die Sandhäuser kamen im Laufe der Partie zwar kaum zu Torabschlüssen, doch sie verdienten sich diesen Punkt beim Tabellenfünften durch Tugenden, die sie in den letzten Wochen vermissen ließen: Konzentration, Kampf und Leidenschaft. Es scheint, als habe Boysen in nur wenigen Tagen etwas geschafft, was Dais zuvor nicht gelungen war: Die Mannschaft hat scheinbar endlich begriffen, was Abstiegskampf bedeutet. Das Erfolgserlebnis wird Mut für die kommenden Aufgaben geben. Schon an diesem Mittwoch steht das nächste Punktspiel an, dann sind die Cottbuser zu Gast am Hardtwald, die sich sicher für ihre Erstrundenniederlage im DFB-Pokal (0:3)sicher revanchieren wollen. Boysen machte sich nach dem Spiel schon wieder Gedanken wegen des kommenden Spiels: "Schade, dass die englische Woche jetzt kommt, denn wir haben viel läuferischen Aufwand betrieben."


FC Ingolstadt: Özcan - da Costa, Mijatovic, Gunesch (68. Roger), Schäfer - Groß, Matip - Leitl (86. Heller), Caiuby - Eigler - Schäffler

SV Sandhausen: Ischdonat - Falkenberg, Pischorn, Schulz, Achenbach - Schauerte (81. Kandziora), Fießer, Tüting, Adler (65. Klotz) - Onuegbu (65. Wooten), Löning 

Gelbe Karte: Schulz

Tore: 1:0 Eigler (19.), 1:1 Klotz (82.).

Zuschauer: 6547

Schiedsrichter: Christian Fischer


Montag, 5. März 2012

28. Spieltag: SSV Jahn Regensburg - SV Sandhausen 03.03.12 | 1:1

Die Tabellenführung an Aalen verloren, aber beim Mitkonkurrenten, in Regensburg, einen Punkt gewonnen. Gewonnen deshalb, weil Jahn Regensburg vor allem in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft war und mit etwas mehr Effizienz, was die Chancen anbelangt, die Partie hätte frühzeitig entscheiden können. So kamen die Sandhäuser kurz vor der Pause zurück ins Spiel und erzielten per Foulelfmeter den Ausgleich durch David Ulm. Während Sandhausen sich die Punkte teilen musste, siegte der VFR Aalen durch ein Tor in der 88. Minute gegen Preußen Münster und zieht am SVS in der Tabelle vorbei.

Bei den Bayern aus Regensburg läuft es diese Saison, wie auch beim SVS, sehr gut. Der SSV Jahn befindet sich schon eine ganze Weile auf dem 3. Tabellen- und damit Relegationsplatz. Auf das punktgleiche Führungsduo, Sandhausen und Aalen, beträgt der Rückstand jedoch schon beachtliche sieben Punkte. So wollte man also die Chance beim Zopfe packen und sich im direkten Duell, durch einen möglichen Heimsieg, näher an die Tabellenspitze heranzupirschen. Auch die Statistiken sprachen für Regensburg: Die Bayern weisen beinahe eine genau so lange Heimserie ohne Niederlage auf, wie die Gäste aus Sandhausen, denn man verlor im heimischen Jahnstadion schon über 11 Monate nicht mehr (Beim SVS sind es fast 13 Monate).

Ein richtungsweisendes Spiel stand an diesem Samstag für die Sandhäuser an, es ging zum direkten Konkurrenten um den Aufstieg, Jahn Regensburg. Zwar betonte Frank Löning zuvor im Kicker-Interview, dass in diesem Spiel, auch bei einer möglichen Niederlage, noch nichts entschieden sei und dass es quatsch wäre, alles von diesem Spiel abhängig zu machen, trotzdem spürte man die Brisanz im Vorfeld dieser Partie. Für den SVS war klar: Es musste mindestens ein Punkt her, der Auswärtssieg war jedoch das auserkorene Ziel.
Gerd Dais konnte fast aus dem vollen schöpfen, nur Innenverteidiger Daniel Schulz musste wegen seiner 5. gelben Karte vom vergangenen Wochenende passen. Für ihn kam Ole Kittner in die Startelf.

Zwar hatte Sandhausen kurz nach Anpiff die erste Chance durch Frank Löning, trotzdem waren es die Hausherren, die den besseren Start erwischten. So fiel schon nach elf Minuten die Führung für die Bayern. Nach einem Eckball schaltet Müller am schnellsten und trifft aus kurzer Distanz. In der Folge bleibt Regensburg die bessere und spielbestimmende Mannschaft. Die Sandhäuser kommen an diesem Tag überhaupt nicht ins Spiel. Trotzdem geht auch bei der Heimelf nicht sehr viel aus dem Spiel heraus. Gerade bei den Standards, für die eigentlich die Gäste aus Sandhausen berüchtigt sind, war man jedoch immer brandgefährlich. So hielt Ischdonat seine Mannschaft, nach einem Regensburger Freistoß, Mitte der ersten Hälfte, per Fußabwehr im Spiel. Kurz vor der Pause dann nochmal die Gäste aus Sandhausen: Danneberg läuft über die linke Seite in den Strafraum, wo er von Laurito ungeschickt von den Beinen geholt wird. Schiedsrichter Robert Kampka blieb gar keine andere Wahl als auf den Punkt zu zeigen. David Ulm tritt an und versenkt die Kugel sicher im Netz - der etwas glückliche Ausgleich und das schon 8. Saisontor für den Sandhäuser Spielmacher.

Nach der Halbzeit wirkte Regensburg etwas verunsichert, so dass die Sandhäuser ins Spiel fanden. Nun bekam man vom SVS auch mal so etwas wie einen Angriff zu sehen, vor allem David Ulm schaltete sich zunehmend ins Spielgeschehen ein. Jedoch erspielte man sich nicht gerade viele Chancen. Löning hatte die Führung auf dem Fuß, ebenso Schlauderer auf der anderen Seite. Es war nun ein sehr zerfahrenes Spiel, immer wieder mit schnellen Angriffen auf beiden Seiten, die jedoch nicht konsequent genug zuende gespielt wurden. Eine Viertelstunde vor Schluss läutete Regensburg dann nochmal die Schlussoffensive ein, es änderte jedoch nichts am Endergebnis. Denn es blieb dabei: Regensburg und Sandhausen teilen sich im Topspiel der 3. Liga die Punkte, Nutznießer ist der VFR Aalen, dessen Sieg gegen Preußen Münster bereits der 8. in Serie ist. Die Schwaben übernehmen die Tabellenführung.
Bitter für den SVS: Sekunden vor Abpfiff handelte sich Abwehrrecke Marco Pischorn wegen gefährlichen Spiel die gelb-rote Karte ein und fehlt somit im nächsten Spiel.

Kommentar:


Mit einem Punkt in Regensburg kann man mehr als zufrieden sein. Trotzdem haben unsere Jungs an diesem Tag keinen guten Fußball gespielt. Zwar ließ man in der Defensive nicht viel zu, aber vor allem in Hälfte eins setzte man in der Offensive keinerlei Akzente. Als Tabellenführer muss man definitiv anders auftreten
Jetzt steht am Mittwoch bereits das nächste Spiel an. Der starke Chemnitzer FC, mit seinem noch stärkeren Torjäger Anton Fink (kam vom KSC), kommt an den Hardtwald. Es muss dringend ein Sieg her, wenn man die Verfolger nicht rankommen lassen will...



SSV Jahn Regensburg: Michael Hofmann, Philp, Laurito, Neunaber, Nachreiner, Hein, Schlauderer, Jim-Patrick Müller (88. Dedola), Temür (71. Kialka), Alibaz, Schmid (71. Bickel).
SV Sandhausen: Ischdonat, Busch, Pischorn, Kittner, Schauerte, Fießer, Klotz (82. Öztürk),  Danneberg, Ulm (88. Glibo), Kandziora, Löning (71. Grimaldi).
Tore: 1:0 (11.), Müller, 1:1 (40./FE) Ulm. 
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz). 
Zuschauer: 4.387 
Gelb-Rot: (90.+2) Pischorn (Sandhausen). 

Montag, 12. Dezember 2011

20. Spieltag: SV Sandhausen - Kickers Offenbach 10.12.11 | 1:1

"Wir haben die ersten 45 Minuten verschlafen", gab Roberto Pinto nach dem Spiel zu. So war es. Wegen einer schwachen ersten Hälfte kam man, trotz einer enormen Steigerung im 2. Durchgang, nicht über ein 1:1-Unentschieden, gegen die Kickers aus Offenbach, hinaus. Dadurch muss der SV Sandhausen wegen des schlechteren Torverhältnisses seinen Platz an der Sonne an Regensburg abgeben, da dieses zu Hause gegen die Bremer Amateure mit 3:2 gewann. Eins ist jedoch vor dem abschließenden Spiel vor der Winterpause gegen Aalen klar: Die Sandhäuser überwintern auf einem Aufstiegsrang! So nahm Präsident Machmeier das Abrutschen auf Rang zwei locker, begrüßte es sogar, da die Mannschaft nun mal in der Verfolgerrolle sei.

Zum Spiel:

Gerd Dais veränderte seine Formation auf zwei Positionen. Für den gelbgesperrten, in den letzten Wochen so sicheren Rückhalt, Marco Pischorn, spielte Ole Kittner in der Innenverteidigung. Des weiteren ersetzte Kandziora Halfar. Auch ein so wichtiger Kristjan Glibo konnte, nachdem er die vorige Woche wegen der 5. Gelben Karte nur zuschauen durfte, krankheitsbedingt nicht eingesetzt werden.

Die Offenbacher waren gut in die Saison gestartet und hatten sich einige Chancen auf den Aufstieg gemacht. Zwischenzeitlich belegt man Rang acht, mit acht Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze, die durch den Gastgeber an diesem Tag gebildet wird. Nachdem Sandhausen gegen Osnabrück nur Unentschieden spielte und gegen Heidenheim die Woche zuvor sogar verlor, rechnete man sich auf offenbacher Seite viel aus.

Die Sandhäuser hatten an diesem Tag zwei Dinge zu verteidigen: Zum einen die Tabellenspitze gegen den nur zwei Punkte entfernten Verfolger aus Regensburg, zum anderen die Serie von 16 Spielen ohne Niederlage am heimischen Hardtwald.

Und dann ging es auch schon los. Nach nur wenigen Minuten war es David Ulm, der einen ersten Torschuss markierte. OFC-Torhüter Robert Wulnikowski jedoch mit gutem Reflex. In der Folge wenig zu sehen von den Gastgebern, die noch nicht ganz wach waren. So verlor Julian Schauerte den Ball in der Hälfte der Offenbacher, die sofort nach dem Ballgewinn einen schnellen Konter einleiteten. Die anschließende Flanke kam direkt auf den Kopf des Ex-Hoffenheimers Kai Hesse, der den Ball unhaltbar im Tor der Sandhäuser versenkte - Ischdonat bei diesem Gegentor völlig machtlos. Wenig später dann David Ulm beim Freistoß. Wulnikowski versucht mit den Händen an den Ball zu kommen und rennt dadurch seinen eigenen Mitspieler Kleineheismann um, der mit blutendem Kopf ausgewechselt werden musste. Vor dem Pausenpfiff gab es dann noch einen Aufreger: Danneberg wird im Strafraum zu Fall gebracht, die Fernsehaufnahmen zeigen jedoch, dass dies kein elfmeterwürdiges Foul war und so entscheidet das Schiedsrichtergespann um Marcel Unger auch.

Mit dem Wiederanpfiff sah man eine ganz andere Sandhäuser Elf. Der SVS nun mit viel mehr Engagement, wodurch in der Defensive der Hessen Stellungsfehler provoziert wurden. So kam der Ball, nach einem Fehler von Mesic im Strafraum der Offenbacher, zum Ex-Offenbacher und Publikumsliebling David Ulm, der diesen per Volley ins linke Eck drosch und so für seinen aktuellen Verein den Ausgleich erzielte. Der SV Sandhausen wollte jetzt den Sieg. Es ging eigentlich nur in eine Richtung, jedoch wurden die Angriffe nicht richtig ausgespielt bzw. zu Ende gebracht. In der 61. Minute hatte dann Danneberg alleinstehend vor Wulnikowski die Riesenmöglichkeit das 2:1 zu erzielen, der schlaksige OFC-Tormann blieb jedoch Sieger. Auch die nachfolgenden Möglichkeiten konnten nicht mehr zu einem Heimsieg umgemünzt werden, so dass es beim 1:1-Unentschieden blieb.

Kommentar:

Schade, die Mannschaft hat leider, wie schon gegen Heidenheim, die erste Hälfte verschlafen. In der zweiten Hälfte war man zwar das weitaus bessere Team, doch das zweite Tor blieb leider aus. Dadurch, dass man nur Unentschieden spielte und Regensburg gewann, ist man nun auf den zweiten Platz abgerutscht. Ich sehe das jedoch ähnlich wie Herr Machmeier - es gibt keinen Grund zur Sorge. Nun wäre es schön, wenn die Mannschaft sich mit einem Sieg gegen den VFR Aalen im letzten Spiel 2011 verabschieden würde, so dass man auf diesem Sieg den Winter über aufbauen kann.

SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Kittner, Schulz, Kandziora - Fießer - Pinto, Danneberg (73. Dorn), Ulm (84. Blacha), Blum - Löning


Kickers Offenbach: Wulnikowski - Lamprecht, Kleineheismann (19. Stadel), Husterer, Stein - Mehic - Hesse (81. Cincotta), Schwarz, da Costa, Hahn - Vogler (74. Hayer)
Gelbe Karten: Fießer - Stein, Husterer
Tore: 0:1 Hesse (13.) 1:1 Ulm (49.)
Zuschauer: 3050
Schiedsrichter: Unger (Halle)

Dienstag, 29. November 2011

18. Spieltag: SV Sandhausen - VFL Osnabrück 25.11.11 | 0:0

Der SV Sandhausen ist trotz des 0:0-Unentschieden gegen Osnabrück vorzeitig Herbstmeister und außerdem zuhause seit 16 Spielen ungeschlagen!!! Das Flutlichtspiel fand am Freitagabend bei sehr winterlichen Wetterverhältnissen statt. In einem ausgeglichenen, jedoch keineswegs guten Drittligaspiel, waren beide Mannschaften auf Augenhöhe, ließen aber den Zug zum Tor vermissen. Begünstigt dadurch, dass die Verfolger Regensburg, Stuttgart II und Aalen alle auch Punkte liegen ließen und nur der 1. FC Saarbrücken sich durchsetzen konnte, sind die Sandhäuser trotzdem vorzeitig Herbstmeister, da sie vor dem letzten Hinrundenspiel am Samstag in Heidenheim mit 5 Punkten vor dem Zweiten aus Regensburg die Tabelle anführen.

Zum Spiel:


Wegen Adduktorenproblemen musste der in vielen Spielen dieser Saison beste Sandhäuser Roberto Pinto passen, Kandziora spielte für ihn auf der rechten Außenbahn. Im offensiven Mittelfeld meldete sich der gelbgesperrte David Ulm jedoch zurück, so dass Jan Fießer, der seine Sache gegen Münster ganz ordentlich gemacht hatte, wieder auf der Auswechselbank Platz nehmen.

Für Sandhausen ging es darum die Herbstmeisterschaft schon einen Spieltag vor Ende der Hinrunde in trockene Tücher zu bringen und außerdem die Serie von nun mehr als 15 Spielen ohne Niederlage in heimischen Gefilden zu verteidigen.

Die Osnabrücker kamen mit dem Ziel zum Tabellenführer bei diesem mindestens einen Punkt mitzunehmen, wenn möglich auch einen Auswärtssieg einzufahren. Denn diesen hatte Osnabrück eigentlich bitter nötig. Immerhin war gleich zu Saisonbeginn der direkte Wiederaufstieg in der Unterhaus als Ziel erklärt worden. Nach zuletzt 5 Spielen ohne einen Sieg, wurde man in der Tabelle jedoch immer weiter nach unten gereicht. Jetzt galt es in Sandhausen zu beweisen, dass man zurecht das Ziel "Aufstieg" schon vor dem ersten Spiel ausgerufen hatte.

Osnabrück mit einer spielerisch starken Anfangsphase. In den ersten Minuten wusste sich der SVS meist nur durch kleine taktische Fouls zu helfen. Die Offensivbemühungen der Osnabrücker waren zwar schön anzusehen, jedoch in keinster Form eine Gefahr für den Kasten von Daniel Ischdonat, Torwart der Sandhäuser. In einem spielerisch sehr schwachen Spiel waren Torchancen Mangelware und die wenigen wurden auf beiden Seiten kläglich vergeben. Durch den schnellen Beginn der Osnabrücker wirkten die Sandhäuser etwas überrumpelt und suchten lange nach dem eigenen Spielfluss. Nach einer guten halben Stunde war man dann auf Augenhöhe mit Osnabrück, was allerdings nichts unbedingt positives bedeuten musste. Der kurz vor der Halbzeitpause einsetzende Schneeregen machte die ganze Sache auch nicht besser, so dass es torlos in die Pause ging.

Zwecks der Mischung aus Schmuddelwetter und schwachem Spiel besorgten sich viele Fans in der Pause Trost durch das genüssliche schlürfen eines Glühweins. Weiter ging das Spiel der beiden besten Abwehrreihen der Liga. Sandhausen hatte in der Halbzeit einmal gewechselt: Für David Blacha kam Jan Fießer ins Spiel. Die Sandhäuser nun deutlich stärker als noch in Halbzeit eins, Trainer Gerd Dais hatte wohl die richtigen Worte in der Kabine gefunden. So prüfte Öztürk, der ansonsten jedoch viele Fehlpässe fabrizierte und allgemein nicht gut spielte, kurz nach Wiederanpfiff VFL-Keeper Riemann, der vor einigen Jahren sogar im Fokus der Bayern stand, als er im Pokal-Spiel zwischen seinem Ex-Verein Wacker Burghausen und dem FC Bayern München zum Pokalheld avancierte, da er mit einer Glanztat nach der anderen sein Team im Spiel hielt. Doch auch die Niedersachsen waren nun deutlich stärker. Beide Teams kombinierten jetzt flüssiger und produzierten nicht mehr so viele Fehlpässe. In der 70. Minute hatten die Hausherren dann die große Gelegenheit das Tor des Abends zu erzielen: David Ulm spielte im Mittelfeld auf Danny Blum, der von der Strafraumgrenze Öztürk bediente. Dieser jedoch spielte Keeper Riemann freistehend genau in die Arme. In einem Spiel, in dem die Gäste aus Osnabrück ein leichtes spielerisches Übergewicht, jedoch keinerlei Torgefahr aufwiesen, trennen sich beide Mannschaften mit einem gerechten torlosen Remis.

Kommentar:


Super! Als am Samstag um 15:45 Uhr klar wurde, dass unser SVS vorzeitig Herbstmeister der 3. Liga sein würde, war die schwache Vorstellung und die durchgefrorenen Gliedmaßen des vorherigen Abends vergessen. Nachdem man im letzten Jahr beinahe abgestiegen wäre und dies nur nicht geschehen ist, weil Gerd Dais wieder als Trainer angeheuert wurde, spielten unsere Jungs eine überragende Hinrunde. Es gab nur wenige Rückschläge (wie beispielsweise das 4:1 in Oberhausen) und unser Team spielte über weite Strecken schönen und ansehnlichen Fußball und hat sich den Platz an der Sonne wirklich verdient und nicht durch Glück erhalten. Nun ist man jedoch Herbstmeister und nicht Meister, so dass die Aufstiegsfrage überhaupt noch nicht beantwortet werden kann. Ich denke, dass einige Fans sich noch an die Situation vor ein paar Jahren erinnern, als man ebenfalls Herbstmeister war, dann jedoch in der Rückrunde noch ordentlich durchgereicht wurde. Dies kann uns genauso passieren. Deswegen wäre es verfrüht von einem Aufstieg zu sprechen. Die Einstellung des Teams und des ganzen Vereins "Wir schauen von Spiel zu Spiel" ist schon ganz richtig gewählt, wenn man sieht was in den letzten Jahren in Sandhausen passiert es, wenn das Wort "2. Liga" in den Mund genommen wurde. Jetzt wäre es schön, wenn am Samstag möglichst viele SVS-Fans mit nach Heidenheim fahren würden, um dem Team für die tollen Leistungen der vergangenen Monate zu danken. Denn die einzigen zwei Dinge, die an der Hinrunde zu kristisieren sind, wären zum einen die schlechte Chancenverwertung, aber vor allem die miserablen Zuschauerzahlen am Hardtwald. Ein souveräner Spitzenreiter hat bei einem sogar starken Gegner mit Namen keine Zuschauerzahl von 2400 verdient.....


SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar - Glibo - Öztürk (85. Imbs), Blacha (46. Fießer), Ulm, Kandziora (61. Blum) - Löning
VfL Osnabrück: Riemann - Riedel, Hudec, Mauersberger, Salger - Fischer - Glockner (75. Latkowski), Hansen, Kampl - Kotuljac (71. Pauli), Wegkamp
Gelbe Karten: Schulz, Kandziora, Glibo - Kampl
Tore:
Zuschauer: 2400
Schiedsrichter: Perl (Pullach)

Sonntag, 30. Oktober 2011

15. Spieltag: SV Sandhausen - 1. FC Saarbrücken 29.10.11 | 1:1

"Es ist natürlich ärgerlich wenn man so spät dann den Ausgleichstreffer kassiert, aber unterm Strich war es ein gerechte Unentschieden", so Gerd Dais nach dem Spiel. Der SV Sandhausen stand vor 5340 Zuschauern, nach einer frühen Führung in der 15. Minute durch Frank Löning, vor allem in der 2. Hälfte, gehörig unter Druck. Ein Wembley-Tor der Saarbrücker wurde nicht gegeben. In der 90. Minute schossen die Gäste dann den hochverdienten aber für den Gastgeber bitteren Ausgleich. Nichtsdestotrotz stehen die Sandhäuser weiter auf Platz 1. Mehr noch, der SVS baute seinen Vorsprung gegenüber den Verfolgern auf 5 Punkte aus, da der zweite aus Regensburg gegen den Offenbach 1:2 verlor.

Zum Spiel:


Neben Pischorn, der nach einer Erkältung wieder fit war, kam auch David Blacha zurück ins Team. Balcha ersetzte den verletzten Danneberg.

Der SV Sandhausen wollte in diesem Spiel drei Punkte holen um weiter am Platz an der Sonne zu bleiben. Außerdem ist man seit Februar am heimischen Hardtwald ungeschlagen und wollte dies gegen den Aufstiegsfavoriten aus Saarbrücken auch bleiben.

Nach zuletzt drei Niederlagen wollten die Mannen von Saarbrücken-Trainer Luginger wieder in die Spur zurückfinden, sonst drohte, dass man den Anschluss an die Spitzengruppe verlieren würde. Und das gerade gegen den souveränen Spitzenreiter - keine leichte Aufgabe.

Es war also alles angerichtet für ein echtes Spitzenspiel. Beide Mannschaften versuchten zu Beginn sich gegenseitig abzutasten. Nach 15 Minuten hatten dann die Gastgeber die erste zwingende Gelegenheit, die dann auch sofort zum Führungstor genutzt wurde: Blacha tänzelt drei Gegenspieler aus und läuft in den Strafraum vor, ehe er kurz vor der Torauslinie in die Mitte flankt. FCS-Torwart Marina versucht an den Ball zu kommen, verschätzt sich jedoch. Löning nimmt das Geschenk dankend an und drischt den Ball von halb links unter die Latte. Dies war schon das 9. Saisontor des sympathischen und bodenständigen SVS-Kapitäns. Damit liegt er nur ein Tor hinter Tobias Schweinsteiger, der die Torjägerliste mit 10 Toren anführt. In der Folge wirkten die Gäste aus Saarbrücken deutlich verunsichert. Der SV Sandhausen war in dieser Phase zwar spielbestimmend, konnte jedoch auch nichts zwingendes in richtung Tor darbieten. Das Spiel verlagerte sich zusehends ins Mittelfeld. Nach dem Tor waren noch die aufregensten Aktionen der beiden Mannschaften , dass Kandziora den Ball min. fünf Meter zu hoch über das Tor schoss oder dass es ein Missverständnis zwischen Ischdonat und Löning gab, so dass der Ball vor die Füße von Sieger flog, der jedoch nicht schnell genug reagieren konnte.

In der zweiten Hälfte ging es dann gleich etwas rasanter los. Nach einem schönen Angriff über Ulm und Pinto, dessen Flankenversuch auf Löning gerade noch von der Saarbrücker Abwehr vereitelt wird, gibt es Eckball. Der von Pinto geschlagene Eckball fliegt mal wieder genau auf den Kopf von Schulz, der den Kopfball nur wenige Zentimeter neben das Gehäuse von Marina setzt. Doch nun die Gäste aus Saarbrücken deutlich gefährlich als Hälfte 1: Nach einem Freistoß in der 60. Minute für den FCS kommt der Ball über eine Kopfballverlängerung und einen Fallrückzieher zu Eggert, dessen Schuss von der Unterkante der Latte hinter die Torlinie springt, von da dem Schützen wieder vor die Füße und dann im Nachschuss von Ischdonat ins Toraus gelenkt. Schiedsrichter Beitinger und seine Assistenten gaben das Tor nicht. Die TV-Aufnahmen zeigten später jedoch deutlich, dass der Ball hinter der Linie gewesen war. Viel Glück für den SV Sandhausen also, der nun so langsam in Bedrängnis geriet. Man war nur noch in die eigene Hälfte vergraben und versuchte verzweifelt sich gegen das Ausgleichstor zu wehren. In den letzten zehn Minuten drehten die Gäste nochmal richtig auf. Erst konnte Schauerte gerade noch im Strafraum nach einem Freistoß für Saarbrücken und dem darauf folgenden Gestocher im Sechzehner klären, dann zeigte Ischdonat eine Weltklasseparade gegen Wurtz. In der allerletzten Minute war es dann jedoch soweit. Der eingewechselte Özbek bekam den Ball in den Strafraum gelegt und vollendete von ähnlicher Situation wie beim Führungstor für den SVS Löning. Der, für die Gäste, hochverdiente Ausgleich. Es blieb beim gerechten 1:1-Unentschieden.





Kommentar:


Ein gutes Unentschieden gegen sehr starke Saarbrücker, die, wie ich finde, unser bis dato stärkster Gegner in dieser Saison waren. Fast hätte es zum Sieg gereicht. Doch auch, wenn man bei einem Ausgleichstor in der letzten Minute nicht gerade von Glück sprechen kann, hatte der SVS dieses zuvor einige Male. So kann man, wenn man auf die Leistung der Saarbrücker schaut und darauf, dass man seinen Vorsprung auf den zweiten aus Regensburg um einen Punkt auf nun fünf Punkte erhöht hat, doch sehr mit dem Remis und dem einen Punkt im Spitzenspiel zufrieden sein. Schön war an diesem Tag, dass diesmal so viele Zuschauer an den Hardtwald gefunden hatte und unseren SVS auch lautstark unterstützten. So kann es doch eigentlich nächsten Samstag gegen Stuttgart II weitergehen. Das ist keine weite Strecke und für viele Fans, die normalerweise nur die Heimspiele besuchen, wäre es doch eine optimale Gelegenheit zum ersten Mal auswärts mitzufahren, oder ?


SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Halfar - Glibo - Pinto (65. Öztürk), Blacha (70. Fießer), Ulm (85. Kittner), Kandziora - Löning


1.FC Saarbrücken: Marina - Forkel, Lerandy, Eggert, Kohler (85. Özbek) - Pazurek (63. Laux), Kruse - Sökler (63. Wurtz), Sieger, Stiefler - Pisano
Gelbe Karten: Fießer, Ulm - Forkel
Tore: 1:0 Löning (16.) 1:1 Özbek (90.) 
Zuschauer: 5340
Schiedsrichter: Beitinger (Regensburg)

Dienstag, 20. September 2011

10. Spieltag: Carl-Zeiss Jena - SV Sandhausen 17.09.11 | 1:1

Trainer Gerd Dais sagte nach dem Spiel: "Ich bin sehr unzufrieden, wir haben hier heute zwei Punkte verschenkt...", und ging so mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Er hatte jedoch nicht unrecht. Nach 16 Minuten führte man nach dem Tor von Pischorn und war ab der 27. Minute sogar über eine Stunde in Überzahl. Das dann noch der Ausgleich durch Jena fiel, war sehr bitter für den SV Sandhausen.

Zum Spiel:


An diesem Tage wurde die gleiche Anfangself wie gegen Regensburg eine Woche zuvor gebracht.

Die Gäste aus Sandhausen, noch beflügelt durch den Heimsieg gegen Regensburg unter der Woche, erwischten den besseren Start. Nachdem Dorn noch nach zehn Minuten mit seinem Kopfball nicht das Tor traf, machte es fünf Minuten später der Innenverteidiger Pischorn besser: Nach einem Freistoß von Pinto kam Carl-Zeiss-Schlussmann Berbig nicht schnell genug aus dem Kasten, wodurch Pischorn das Luftduell gewann und der Ball im Netz landete. Sandhausen blieb nach dem Führungstor weiter dran. Nur wenig später spielt Dorn den Ball für Ulm in den Strafraum, doch diesmal ist Berbig rechtzeitig draußen und fischt Ulm den Ball vom Fuß. Beinahe eine halbe Stunde ist vorbei. Jovanovic kriegt ebenfalls einen Ball in den Strafraum gespielt, Ischdonat und er rennen beide zum Ball. Jovanovic springt Ischdonat mit gestrecktem Bein gegen die Brust, der SVS-Torhüter bleibt minutenlang liegen. Schiedsrichter Tobias Helwig zögerte nicht lange und zückte sofort die Rote Karte für das äußerst unsportlich einsteigen des Jenaer Spielers - richtige Entscheidung. Daniel Ischdonat musste kurz danach ausgewechselt werden, für ihn kam Ersatztorwart Phillip Kühn ins Spiel. Nun also der SVS mit zahlenmäßiger Überlegenheit, was sich auch im Spiel bemerkbar machte. Vor der Pause hatten sowohl Dorn, als auch Fießer das 2:0 auf dem Fuß, schaffte es jedoch diesmal nicht Torwart Berbig zu überwinden.

Nach der Pause verflachte das Spiel zusehends. Die Sandhäuser konnten, bzw. wollten auch nicht Kapital aus ihrer Überzahl gewinnen - so hatte man zumindest den Eindruck. Wie schon so oft, sollte man dafür bestraft werden. In der 72. Minute glich der FC Carl-Zeiss aus und der Auswärtssieg war dahin. Man schaffte es nicht mehr den Ausgleich wieder zu einer Führung zu verwandeln - beim Pfostentreffer von Dorn zehn Minuten vor Schluss hatte man aber pech. Auch Jena traf nochmal das Aluminium, was allerdings nichts am 1:1-Endergebnis änderte.

Kommentar:


Für mich leider völlig unverständlich, wie man in Hälfte 1 den Gegner so dominiert und dann es nicht schafft, trotz ca. einer Stunde in Überzahl das Spiel für sich zu entscheiden. Es waren wieder zwei verschiedene Halbzeiten von uns. In der zweiten Hälfte zog man sich leider wieder zurück und verwaltete einen 1:0 (!!) Vorsprung. Da ist es doch absehbar, dass so etwas nach hinten losgeht.
Zu den Jenaern bleibt zu sagen, dass diese sehr unsportlich spielten und dafür auch einige Karten kassierten. Der Schiedsrichter blieb jedoch auch nicht seiner Linie treu und bestrafte ähnliche Vergehen unterschiedlich hart. Trotzdem liegt es an unserer Mannschaft, dass man an diesem Tag in Jena nicht ein Punkt gewonnen, sondern zwei verschenkt hat, wie Gerd Dais gesagt hat...



Carl Zeiss Jena: Berbig - Zickert, K.-F. Schulz, Maul, Schmidt (60. Lindemann) - Miatke, Landeka, Simak, Voigt (46. Siefkes) - Jovanovic, Hähnge (46. Edri)


SV Sandhausen: Ischdonat (32. Kühn) - Schauerte, Pischorn, D. Schulz, Halfar - Glibo - Pinto, Fießer (74. Danneberg), Ulm, Kandziora (57. Blum) - Dorn
Gelbe Karte:  Schulz, Schmidt, Zickert, Siefkes, Landeka, Edri, Maul - Kandziora, Schulz, Blum
Rote Karte: Jovanovic (28. Rot/grobes Foulspiel)
Tore: 0:1 Pischorn (16.) 1:1 Zickert (72.)
Zuschauer: 4042
Schiedsrichter: Helwig (Hamburg)

Dienstag, 30. August 2011

7. Spieltag: SV Sandhausen - SV Wehen Wiesbaden 27.08.11 | 0:0

 Trotz des torlosen Unentschieden klatschten die Zuschauer am Hardtwald Beifall. Der SVS war vor allem in der 2. Spielhälfte die bessere Mannschaft gegen die favorisierten Hessen aus Wiesbaden. Leider konnte man die Chancen, die man nach der Halbzeit hatte, nicht zu einem Tor nutzen. Am Ende war es ein gerechtes Remis, mit dem die Sandhäuser zufrieden sein konnten.

Zu den Hessen:


An diesem Samstag war der SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Vor der Saison hatte sich der SVWW sehr verstärkt: Man holte unter anderem Orlando Smeekes von Jena und verpflichtete sogar Zweitligaspieler wie Torsten Burkhardt, Nico Herzig ( beide von Aachen), Marco Christ (Düsseldorf) und Aziz Bouhaddouz (FSV Frankfurt). Sogar Pascal Bieler vom Erstligisten Nürnberg konnte verpflichtet werden. Deswegen sagten auch 18 der 20 Drittliga-Trainer, dass Wiesbaden der Aufstiegsanwärter Nummer 1 für die Saison  2011/2012 sei. Dies war bzw. ist auch das vorgegeben Saisonziel - Aufstieg. Bis jetzt lief es jedoch alles andere nach Plan für die Hessen. 3 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen standen für den SV Wehen zu Buche - alles andere als ein perfekter Saisonstart für diesen ambitionierten Verein. Nun hieß es im Vorfeld der Partie, endlich auf die Erfolgsspur zu gelangen und mit einem Sieg gegen den SV Sandhausen an diesem in der Tabelle vorbei zu ziehen.

Zum Spiel:


Trainer Gerd Dais vertraute der gleichen Elf, die gegen Chemnitz den Auswärtserfolg eingebracht hatte.

Der favorisierte SVWW übernahm von Beginn an die Initiative, man wollte sich heute beweisen. Nach einer Viertelstunde dann fast die Führung für die Hessen. Erst scheiterte Smeekes am wieder starken Ischdonat, dann rettete im Nachschuss durch Wohlfahrt die Latte. Wiesbaden weiter im Vorwärtsgang mit zum Teil ansehnlichem Kombinationsspiel. Einige Minuten nach der Doppelchance war es Sandhäuser Abwehrspieler Sievers der den Ball zwar klärte, dies jedoch ziemlich gefährlich machte, so dass es fast zu einem Eigentor geführt hätte. Auch wenig später war Sievers wieder der Mittelpunkt des Geschehens: Nach einem starken Antritt von Ex-Sandhäuser und Publikumsliebling Alf Mintzel, geht dieser nach dem Einsatz von Sievers zu Boden. Schiedsrichter Martin Thomsen entscheidet jedoch nicht auf Strafstoß. Zwar keine Fehlentscheidung, da Sievers den Ball auch kurz berührt hat, ein peniblerer Schiedsrichter hätte jedoch auf Strafstoß entschieden. Nach einer halben Stunde dann auch mal ein Lebenszeichen der Sandhäuser. Innenverteidiger Pischorn versucht es, wie schon gegen Darmstadt, mit einem Freistoß aus 60 Metern, der für Ex-Sandhäuser Gurski jedoch kein Problem darstellt. Vor der Pause gab es dann noch zwei, drei Chancen für den SVS, die Mut für die 2. Hälfte machen sollten.

Nach der Pause dann erstmal wieder Wiesbaden mit einigen, jedoch ungefährlichen, Chancen. In der 60. Minute wurde dann Rohracker ausgewechselt. Ihm war an diesem Tag leider nicht sehr viel gelungen. Für ihn kam in die Partie Roberto Pinto, der lang mit einer Verletzung zu kämpfen hatte. Durch ihn kam durchaus auch mehr Schwung ins Sandhäuser Spiel. So hatten Löning und nur eine Minute später Blacha, übrigens an diesem Tag bester Sandhäuser, große Chancen zum Führungstor. Auch danach der SVS weiter mit Druck nach vorne, immer wieder versuchte es Löning, jedoch ohne Erfolg. Zehn Minuten vor Schluss wurde dann Sievers im Strafraum in die Zange genommen und fiel - der Referee gab auch hier nicht den Strafstoß. Es blieb so beim insgesamt gerechten 0:0-Unentschieden.

Kommentar:


Ich denke mit diesem Remis kann man als SVS-Fan durchaus zufrieden sein. Zwar verschlief man die erste halbe Stunde, hielt dann jedoch mit und dominierte sogar die 2. Hälfte. Das gegen den Aufstiegsfavoriten No.1 zu schaffen ist auf jedenfall eine gute Leistung. Jetzt sind erstmal zwei Wochen Pause bis zum nächsten Ligaspiel in Oberhausen. Am Freitag kommt jedoch der Bundesligist Köln an den Hardtwald. Vielleicht gelingt, wie gegen Kaiserslautern, ein gutes Spiel.




SV Sandhausen: Ischdonat - Sievers, Schulz, Pischorn, Halfar - Glibo - Rohracker (62. Pinto), Danneberg, Blacha (75. Ulm), Kandziora (46. Öztürk) - Löning
SV Wehen-Wiesbaden: Gurski - Schimmel, Hübner, Herzig, Bieler - Mann - Smeekes (62. Salem), Book (76. Sailer), Janjic, Mintzel - Wohlfarth (67. Burkhardt)
Gelbe Karten: Rohracker, Sievers, Ulm - Mann, Book, Hübner, Bieler
Zuschauer: 1600
Schiedsrichter: Thomsen (Kleve)