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Montag, 17. März 2014

Ein Meilenstein Richtung Klassenerhalt [SVS – Bielefeld 1:0]

Der SV Sandhausen kann nach dem 1:0-Sieg über Bielefeld schon anfangen, für die nächste Zweitliga-Saison zu planen.

Bejubelt sein Tor des Tages: Nicky Adler
Quelle: kicker-online.de
Von einem richtungsweisenden Spiel war im Vorfeld der Partie gegen Arminia Bielefeld die Rede. Durch eine Niederlage gegen die auf dem Relegationsrang liegenden Bielefelder wäre die Luft am Hardtwald wieder dünner geworden. Nach dem knappen 1:0-Sieg über die Arminia sieht aber alles danach aus, als ob der SV Sandhausen auch nächste Saison zweitklassig bleiben wird. Die Erleichterung bei den Kurpfälzern war jedenfalls groß. „Das war ein Meilenstein Richtung Klassenerhalt“, jubelte Geschäftsführer Otmar Schork und Timo Achenbach ist sich sicher: „Wir lassen uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen“. Das wäre auch schwer vorstellbar. Zu groß ist der Abstand von neun Punkten auf die Abstiegsplätze, zu sicher steht die Abwehr. Schon das 13. Mal in dieser Saison verblieb der SVS ohne Gegentor. Es fehlen wohl nur noch zwei Siege zum endgültigen Ligaverbleib – und es stehen noch ganze neun Begegnungen auf dem Restprogramm.

Doch die drei Punkte waren an diesem Tag Schwerstarbeit. Und hätten die Sandhäuser nicht einen derart guten Torwart wie Manuel Riemann gehabt, der nach knapp einer halben Stunde bei einem Bielefelder Eckstoß den Kopfball von DSC-Kapitän Manuel Hornig in überragender Manier noch von der Linie kratzte und die Gästeführung verhinderte, wer weiß wie die Partie ausgegangen wäre. Stattdessen erzielte Nicky Adler auf der Gegenseite nach einem Achenbach-Freistoß das Tor des Tages (33. Minute). „Ein unglückliches Gegentor“, klagte Bielefeld-Coach Norbert Meier, „uns war vorher klar: Wenn du gegen die abwehrstarken Sandhäuser in Rückstand gerätst, wird es schwer.“
Dabei hatten die Hausherren, wie ihr Trainer Alois Schwartz zugab, „in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, was auch durchaus damit zu tun gehabt haben könnte, dass die Sandhäuser sich in der ungewohnten Favoritenrolle wiederfanden. Nach dem Treffer durch Adler jedenfalls wurde es langsam besser, ein höherer Sieg war möglich. Doch Adlers nächster guter Versuch wurde von einem Bielefelder auf der Linie geklärt (41.), Schauertes Schuss prallte vom Innenpfosten wieder ins Feld (56.), und Blum traf nur das Außennetz und scheiterte im nächsten Anlauf an DSC-Keeper Ortega (76. und 85.). Während sich Bielefeld nach dem Gegentor in der ersten Halbzeit noch mit wütenden Angriffen wehrte, brachten die Gäste in der zweiten Spielhälfte offensiv überhaupt nichts mehr zustande. Trainer Meier bemängelte: „Wir haben zu stereotyp mit langen Bällen agiert und es dadurch nicht geschafft, den Gegner noch mal in Gefahr zu bringen“. Auf die Frage, was der SVS an diesem Tag besser als in den vier sieglosen Partien zuvor gemacht habe, antwortete Torwart Riemann knapp: „Wir haben heute kein Gegentor zugelassen“. Auch Trainer Schwartz war trotz mäßiger Leistung zufrieden: „In den letzten Spielen waren wir gleichwertig oder sogar besser als der Gegner, haben uns für unsere Mühen aber nicht belohnt“, sagte der 46-Jährige, „heute waren wir zwar etwas träge, haben aber gewonnen – und das ist die Hauptsache.“

Derweil gab es für Timo Achenbach trotz der Freude über drei Punkte Grund zur Klage. Der Linksverteidiger beschwerte sich im Namen der Mannschaft über die eines Zweitligisten unwürdigen Trainingsbedingungen im Walter-Reinhard-Stadion. Der Chef, Jürgen Machmeier, versprach Besserung: „Im April beginnen wir mit dem Bau des neuen Rasenplatzes, zur kommenden Runde ist er dann fertig“.
Während sich Nicky Adler, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, mit seinem sechsten Saisontor für eine Verlängerung seines Kontraktes empfahl und gerne in Sandhausen bleiben würde, wird wohl auch mit Danny Blum verlängert. Dagegen wird Julian Schauerte den SV Sandhausen nach sechs Jahren zum Saisonende verlassen. „Das ist sehr schade, aber sein Charakter ist so stark, dass er bis zum 34. Spieltag alles in die Waagschale werfen wird“, sagte Schwartz. Eins versicherte der Fußballlehrer den Fans am Hardtwald: „Wir werden darum kämpfen, dass es im Sommer nicht zu so einer großen Fluktuation kommt wie letztes Jahr“.

Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach - Tüting, Stiefler (84. Klotz), Thiede (77. Zimmermann), Linsmayer - Blum, Adler (87. Kister).
Bielefeld: Ortega - Appiah, Savic, Hornig (31. Hübener), Salger - Fießer, Riese (74. Müller) - Sahar (57. Przybylko), Schönfeld, Lorenz - Klos. Schiedsrichter: Dietz (Kronach); Zuschauer: 4100; Tor: 1:0 Adler (33.).

Sonntag, 22. Dezember 2013

Absolut positive Minimalisten [SVS - Aue 1:0]

Sandhäuser krönen durch 1:0-Sieg gegen Aue ihre gute Halbserie und sorgen für weihnachtliche Stimmung am Hardtwald

Weihnachten - das Fest der Liebe und des Friedens - steht unmittelbar vor der Tür. Die meisten feiern den 24. Dezember besinnlich, im Kreise der Familie, die Geschenkkultur gehört dabei für viele zu Weihnachten wie die Butter auf das Brot. Der SV Sandhausen verlegte die Bescherung ein paar Tage nach vorne und machte sich mit dem knappen 1:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue selbst das größte Geschenk, was für weihnachtliche Stimmung am Hardtwald sorgte.
„Ein dickes, dickes Kompliment an die Mannschaft,“ lobte Sandhausens Trainer Alois Schwartz hinterher voller Stolz, „es war schon vor dem Spiel kaum noch Sprit im Tank, wir liefen auf dem Zahnfleisch, haben aber trotzdem drei Punkte geholt. Das zeigt, dass meine Mannschaft Charakter hat!“
Eine Mischung aus Glück, Auener Unvermögen und einem starken SVS-Keeper Riemann sorgte im letzten Spiel vor der Winterpause dafür, dass die drei Punkte am Hardtwald blieben und die Sandhäuser im sechsten Aufeinandertreffen mit Aue den ersten Sieg einfuhren.
Quelle: rp-online.de
Die Veilchen waren nahezu über die gesamte Partie spielbestimmend, es gelang ihnen jedoch nicht, einen Treffer zu erzielen. Aue-Trainer Falko Götz stöhnte: „Wir schaffen es defensiv nicht, ohne Fehler zu bleiben und vor dem Tor haben wir nicht die nötige Ruhe.“
Der defensiven Fehler, den Götz meinte, ereignete sich nach etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit. Blum war über die rechte Seite in Richtung des gegnerischen Strafraums unterwegs und sah den startenden Adler; Gegenspieler Novikovas wusste sich nur noch mit einem Foulspiel im Strafraum zu helfen. Der Gefoulte dazu: „Ich würde schon sagen, dass es Strafstoß war. Ich hätte eine gute Einschussmöglichkeit gehabt, aber er hat mich touchiert und so daran gehindert.“ Schiedsrichter Peter Sippel war der gleichen Meinung und zeigte auf den Punkt.
David Ulm ließ sich die Chance zur überraschenden Führung für die Gastgeber nicht nehmen. Eine einstündige Zitterpartie sollte folgen, denn die Gäste preschten in der Folge immer wieder über die Außenbahnen nach vorne, wo ihnen von Achenbach und Schauerte sträflich viel Platz gewährt wurde. Bei Keeper Manuel Riemann war dann aber spätestens immer Endstation.
Der 25-jährige Sandhäuser Schlussmann erwischte einen überragenden Tag und bewahrte  die Hausherren mit seinen Paraden sowohl am Anfang gegen Diring (6. Minute) als auch später gegen Sylvestr (70. und 77.) bis zum Ende vor dem Gegentor zum Ausgleich.
Der gelobte gab sich bescheiden: „Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ola (Olajengbesi) und Kister haben mir viel Arbeit abgenommen.“
Riemann genießt bei den Sandhäuser Fans längst den Status des absoluten Publikumslieblings und so war es nicht verwunderlich, dass die Anhänger nach dem Schlusspfiff ihren Helden auf den Stadionzaun baten, weil er die „Humba“ anstimmen sollte. Auch dort machte er eine gute Figur.
Aue-Trainer Götz war „vom Ergebnis sehr enttäuscht,“ Sandhausens Schwartz empfand es als „einen Ausgleich für das Hinspiel.“ Damals verloren die Schwarz-Weißen, trotz spielerischer Überlegenheit, in letzter Minute im Erzgebirge.

Quelle: nachrichten168.eu
Die Sandhäuser haben eines überaus beeindruckende Halbserie gespielt und nunmehr 27 Punkte auf dem Konto. Das ist sogar schon ein Zähler mehr als die Kurpfälzer in der gesamten letzten Saison geholt hatten.
War der SV Sandhausen in der letzten Runde nach dem 19. Spieltag noch die Schießbude der Liga (39 Gegentore), stellt er mittlerweile die zweitbeste Defensive (17 Gegentore) und spielte bereits zehnmal zu Null. „Die stabile Defensive war die Basis für die hohe Punkteausbeute,“ war sich Sandhausens Geschäftsführer Otmar Schork sicher.
Nicky Adler attestierte der Mannschaft einen „deutlichen Fortschritt zum letzten Jahr“ und wusste: „Wir sind defensiv stark und offensiv eiskalt. Also absolut positive Minimalisten.“ Es sei zudem ein schönes Gefühl diesmal mit so vielen Punkten in die Pause zu gehen.
Vom Trainer gab es den Auftrag „die Füße über Weihnachten hochzulegen,“ das habe er auch selbst vor. 
Allerdings nicht zu lang. Am 2. Januar geht es bereits wieder mit dem Trainingsbetrieb weiter. Am 4. Januar tritt der SVS beim Harder13-Cup in der Mannheimer SAP-Arena an, am 5./6. Januar nimmt der Zweitligist als Veranstalter am Sparkassen-Cup in der Ketscher Neurotthalle teil.

Wegen möglich Neuzugänge im Winter verriet Schwartz nur so viel: „Wir haben etwas zu wenige Treffer erzielt, es kann sein, dass wir offensiv nachrüsten, es ist aber nicht zwingend notwendig, denn die Mannschaft hat sich das Vertrauen erspielt.“

Trotz der bisher starken Punkteausbeute mahnen die SVS-Akteure vor zu viel Leichtsinnigkeit. „Wir müssen im neuen Jahr Woche für Woche unsere Leistung abrufen, sonst geraten wir in dieser ausgeglichenen Liga schnell in schlechtes Fahrwasser,“ sagte Riemann. Und David Ulm betonte: „Gefeiert wird erst, wenn wir mehr als 40 Punkte haben. Im neuen Jahr greifen wir wieder an.“



SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Kister, Achenbach - Tüting, Linsmayer - Adler, Ulm (85. Schulz), Knoll (90. Kulovits) - Blum
Erzgebirge Aue: Männel - Klingbeil, Nickenig (81. König), Paulus, Miatke - Fink, Diring (75. Benatelli) - Müller, Janjic, Novikovas (56. Sylvestr) - Okoronkwo


Tor: 1:0 Ulm (31. FE), Zuschauer: 3310, Schiedsrichter: Peter Sippel


Sonntag, 3. November 2013

In Sandhausen kann man mal verlier'n [SVS - FSV 2:0]

„In Sandhausen kann man mal verlier‘n,“ sangen die Sandhäuser Fans schadenfroh in Richtung Gästeanhang, wenige Minuten vor dem Ende der Zweitligapartie ihres Vereins gegen den FSV Frankfurt. Der, wie Gästetrainer Benno Möhlmann zugab, „absolut verdiente“ 2:0-Sieg war der dritte Heimsieg der Saison. Der Hardtwald ist in dieser Runde eine noch uneingenommene Festung. Drei Siege und vier Unentschieden stehen jetzt zu Buche, nur Kaiserslautern holte zu Hause mehr Punkte.
Warum diese gute Heimbilanz so relevant ist, erklärte der „Sechser“ Denis Linsmayer nach dem Spiel: „Die zweite Liga ist extrem ausgeglichen. Wenn ich wetten würde, würde ich diese Liga auslassen. Gerade deswegen ist es so wichtig, dass wir zu Hause die Punkte holen.“ Auch sein Teamkollege Danny Blum, der erstmals von Beginn an spielte, pflichtete ihm bei: „Die Liga ist dieses Jahr brutal eng. Es geht schnell nach oben und schnell nach unten.“
Stimmt. Der SV Sandhausen ist durch den Heimdreier in der Tabelle gleich vier Plätze nach oben gesprungen und rangiert jetzt auf Platz neun, hat jedoch nur drei Punkte Abstand auf den Abstiegsrelegationsplatz. „Dieses Jahr kann wirklich jeder jeden schlagen,“ sagte auch Simon Tüting.

Quelle: Kicker.de
Tüting, der wie Blum von Trainer Schwartz das Vertrauen geschenkt bekam, von Beginn an zu spielen, war für den an der Schulter verletzten Kulovits eingesprungen. Gerade die beiden Reservisten Blum und Tüting sorgten für das Ende der seit drei Spielen andauernden Torflaute. Schon nach zwölf Minuten gingen die Sandhäuser durch den Linksaußen Blum in Führung, der mit einem schönen Dribbling die Defensive der Frankfurter ausspielte und trocken mit links abschloss. „Das war wirklich eine super Einzelaktion von Danny,“ war Teamkollege Linsmayer voll des Lobes für Blum und auch sein Trainer Schwartz sagte: „Er hat heute das Vertrauen zurückgezahlt.“ Der 22-Jährige war in der letzten Saison noch auf Leihbasis beim KSC in der dritten Liga am Ball und gilt seit Jahren als großes Talent, dem jedoch, wie auch Schwartz bestätigte, „die Konstanz fehlt.“ Mit ihm sei es ein bisschen wie mit einem Überraschungsei. 
Nach dem Führungstor hätten die Sandhäuser wenig später schon alles klar machen können, der starke Adler suchte Ulm, der jedoch allein vor FSV-Torwart Klandt wegrutschte. Nach dieser Chance der Hausherren verflachte die Partie, viel spielte sich im Mittelfeld ab. Beide Teams gingen resolut in die Zweikämpfe, sodass es zu vielen Unterbrechungen, aber außer einem Freistoß des Frankfurters Yelen zu keinerlei Tormöglichkeiten kam.

Quelle: Welt.de
In der zweiten Hälfte waren die Chancen dann aber da. Der Ex-Sandhäuser Kandziora brachte Riemann mit einem Distanzschuss in Bedrängnis (51.) und Jovanovic scheiterte auf der Gegenseite aus kurzer Distanz am Keeper der Gäste (55.).
Tüting machte es augenblicklich besser. Sein Distanzschuss landete unhaltbar im linken Eck des FSV-Tores, Danny Blum hatte Tüting den Ball aufgelegt. „Ich habe heute vor der Partie an den ersten Spieltag der letzten Saison gedacht, als ich gegen den FSV getroffen habe. Und es hat wieder geklappt,“ freute sich Tüting. Der Routinier fehlte verletzungsbedingt fast die komplette Rückrunde der Vorsaison. Jetzt möchte er wieder angreifen: „Mein Anspruch ist es, zu spielen und deswegen gebe ich immer alles,“ äußerte er sich kämpferisch.
Nach dieser komfortablen Führung zogen sich die Sandhäuser weiter in ihre Hälfte zurück und lauerten auf Konter. Die Frankfurter gaben sich nicht auf und mobilisierten neue Kräfte. „In der letzten halben Stunde haben wir noch einmal alles versucht, der Wille war da, aber am Ende hat einfach die Qualität gefehlt,“ resümierte FSV-Trainer Möhlmann die restliche Partie. Linsmayer hatte noch zu kritisieren: „Nach dem 2:0 haben wir zu sehr verwaltet.“ Und Schwartz beklagte, dass die Konterchancen, die sich in der Schlussphase ergeben haben, nicht richtig zu Ende gespielt worden wären. Ansonsten war Schwartz aber sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Sie habe Teamgeist, Disziplin und Siegeswille gezeigt und habe sich den Sieg verdient.

Am nächsten Sonntag muss der SV Sandhausen dann in Düsseldorf gegen die Fortuna antreten und möglichst punkten: „Wir brauchen uns da nicht zu verstecken, außerdem ist Düsseldorf angeknackst,“ betonte Linsmayer mutig. Die Fortuna verlor am Freitag in Aalen (0:1) und rangiert jetzt hinter Sandhausen auf Platz elf. Der Stuhl von Trainer Mike Büskens wackelt, nach dem Freitagsspiel war sogar von einer Beurlaubung des 45-Jährigen die Rede. Die Chance für die Sandhäuser auch mal auswärts wieder zu punkten ist also da. Und dann könnten die Fans auch einmal in fremden Gefilden ihr Lied singen.



SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Hübner, Achenbach - Linsmayer, Tüting - Adler (72. Stiefler), Ulm (79. Thiede), Blum - Jovanovic (85. Löning)

FSV Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, Oumari, Teixeira - Görlitz (45. Kapllani), Kauko, Yelen (76. Epstein) - Roshi (17. Kandziora), Rukavytsya, Lecki

Tore: 1:0 Blum (12.), 2:0 Tüting (56.)
Gelb-Rot oder Sperren: Hübner (61., 5. Gelbe Karte) - Teixeira (88., Gelb-Rot)
Schiedsrichter: Rene Rohde  Zuschauer: 3550




Samstag, 14. September 2013

„Ein dreckiger 1:0-Sieg.“ [SVS - FCK 1:0]


Für Alois Schwartz war es an diesem Tag ein ganz besonderes Spiel, war er doch insgesamt sieben Jahre bei den Pfälzern als Trainer der U23 und auch als Interimstrainer der ersten Mannschaft tätig. Der jetzige Interimstrainer, Oliver Schäfer, ist auch ein alter bekannter von Schwartz. Von 2007-09 war Schäfer der Co-Trainer von Schwartz bei der Zweiten des FCK. Die beiden sind noch gute Freunde, „während des Spiels setzt die Freundschaft aber aus,“ verriet Schäfer im Vorfeld der Partie. Auch Schwartz sah das ähnlich: „Ich wünsche ihm ein schönes, aber kein erfolgreiches Spiel.“

Obwohl die beiden Innenverteidiger Kister und Schulz eigentlich wieder einsatzbereit gewesen wären, ließ Trainer Schwartz zum dritten Mal in Folge mit der gleichen Formation spielen. Auch der ehemalige Lauterer Linsmayer, der in der vergangenen Transferperiode zu den Sandhäusern wechselte bekam gegen seinen Ex-Club,
wie schon in den drei vorigen Partien, die Chance von Beginn an.

Abstiegskandidat gegen Aufstiegsaspirant hätte als Überschrift für dieses Duell zweier ungleicher Mannschaften verwendet werden können. Auf der einen Seite der große Traditionsverein FC Kaiserslautern, dessen Vereinsführung und Umfeld ihren Verein in der ersten Bundesliga zuhause wissen und dementsprechend dieses Jahr den Aufstieg erwarten, auf der anderen Seite der kleine SV Sandhausen, der letztes Jahr zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in der zweiten Liga spielte, sogleich sportlich abstieg und nur wegen des Lizenzentzugs des MSV Duisburg die Klasse hielt.

Quelle: rp-online.de
Kaiserslautern war auch, wie erwartet, von Anfang an das spielbestimmende Team. So hatten die Gäste nach zwei Minuten bereits die ersten Chance durch Zoller, gefolgt von zwei zurecht nicht gegebenen Abseitstreffern von Occean (4. Minute) und Karl (10.). Auch in der Folge ging es meist in Richtung des Sandhäuser Tors, den Lauterern wurden zu viele Räume gelassen. Doch auch die Möglichkeiten durch Occean (15. und 29.) konnten nicht zu Toren umgemünzt werden. Bei den Hausherren ging nicht sehr viel nach vorne, die Offensivaktionen hielten keinerlei Überraschungsmomente bereit. So kam Stiefler, von Jovanovic angespielt, im Strafraum nach 25 Minuten zwar zu Fall, für einen Elfmeter reichte es aber nicht. Nach einer halben Stunde verflachte das Spiel langsam, schuld daran war aber auch der Schiedsrichter. Thorsten Schriever pfiff sehr viel ab und hatte nach 25 Minuten bereits vier Gelbe Karten verteilt (am Ende waren es neun!). So ging es torlos in die Pause. In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer am Hardtwald ein kampfbetontes Spiel, ohne das ganz große Offensivspektakel.

Quelle: rp-online.de
Mit Beginn der zweiten Hälfte brachte Schwartz Löning und Kister für die beiden gelb-rot-Gefährdeten Jovanovic und Kulovits. Kister spielte auf der Innenverteidigerposition, Hübner rückte nach vorne, auf die Sechserposition. Nach drei Minuten war der Einsatz für Kister aber auch schon wieder vorbei. Fortounis traf Kister mit einem Schuss am Handgelenk, Schulz kam für ihn - das Wechselkontingent der Hausherren war nach 50 Minuten also bereits aufgebraucht. In der zweiten Hälfte machten die Spieler auf dem Platz dort weiter, wo sie in der zweiten Halbzeit aufgehört hatten. Viele Fouls, viel Rumpelfußball, viele Standards für den SV Sandhausen, die allerdings alle mit dem Prädikat „völlig ungefährlich“ behaftet werden mussten. 
Ein Höhepunkt war da noch die Einwechslung des letzte Saison in Sandhausen spielenden Wooten, nachdem etwas mehr als eine Stunde gespielt war. Dieser Wooten sorgte zumindest im Ansatz für ein paar Offensivaktionen, in einem Spiel, das auf beiden Seiten an Torgefährlichkeit kaum noch zu unterbieten war.
Als alle Zuschauer im Hardtwaldstadion sich eigentlich schon mit einem torlosen Unentschieden abgefunden hatte, kam die 85. Minute und ein gewisser Frank Löning, der zwar seit dieser Saison als Kapitän auf der Bank sitzt, aber einmal mehr zeigte, dass er in den entscheidenden Momenten da ist. Achenbach war es, der von der linken Strafraumgrenze in die Mitte flankte, Orban, mit dem Versuch zu klären, schoß den heranfliegenden Löning an und der Ball trudelte irgendwie ins Gästetor. Ein kurioses Treffer!
Aber das war egal. Die Lauterer schafften es nicht mehr den ersten Heimsieg der Saison in Gefahr zu bringen, sie befanden sich in einer Art Schockstarre. So blieb es beim 1:0 für die Hausherren, die nach 1860 München am letzten Spieltag jetzt schon den zweiten Hochkaräter in Folge abfertigten.

Es war wirklich ein schwaches Spiel, in dem der SV Sandhauen eigentlich keine richtige Torchance hatte, bis auf diese eine eben, die dann auch genutzt wurde. Das ist auch eine Qualität, die die Sandhäuser vor kurzem noch vermissen ließen.
Wie sagte Schwartz so passend: „Das war ein dreckiger 1:0-Sieg, aber es geht Treppchen für Treppchen nach oben.“ Stimmt, auch in der Tabelle nahmen die Sandhäuser nach dem Sieg einige Stufen aufwärts. Vor den Sonntagspartien rangiert der SVS mit neun Punkten auf Platz 9. Und das nur ein Punkt hinter dem „großen FCK.“


SV Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Hübner, Achenbach - Linsmayer, Kulovits (46. Kister (52. Schulz)) - Stiefler, Ulm, Thiede - Jovanovic (46. Löning)

FC Kaiserslautern: Sippel - Matmour, Orban, Heintz, Löwe - Karl, Ring - Fortounis (62. Wooten), Gaus (87. Drazan) - Occean (81. Jenssen), Zoller

Tor: 1:0 Löning (85.), Schiedsrichter: Thorsten Schriever, Zuschauer: 9500




Montag, 11. Februar 2013

Ein kleiner Schritt (SVS - St. Pauli 4:1)


Ach, was war das für ein schöner Sonntag am Hardtwald. Die Sonne strahlte passend zum Spiel auf den Rasen, wo sich an diesem Nachmittag unglaubliches abspielte. Die Sandhäuser spielten vor allem in der ersten Stunde den mit 3000 Schlachtenbummlern in Sandhausen vertretenen Traditionsverein aus dem Hamburger Stadtteil St. Pauli in Grund und Boden und sorgten dadurch für ausgelassene Stimmung am Hardtwald. „Das war eine überragende Leistung“, jubelte Geschäftsführer Otmar Schork. Auch Trainer Hans-Jürgen Boysen attestierte seiner Mannschaft eine „sehr gute Leistung“ und freute sich, dass auch etwas fürs Torverhältnis getan wurde: „Vier Tore - das ist eine klasse Sache. Das gibt uns Mut für die kommenden Aufgaben.“ Der 4:1-Sieg bedeutet für die Sandhäuser ein Vorrücken auf den Relegationsrang und ist ein wichtiges Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Trainer Hans-Jürgen Boysen veränderte seine Aufstellung nach der Niederlage in Berlin auf zwei Positionen: Ulm und Fießer kamen für Yun und Morena. Gespielt wurde im 4-4-2-System mit der Doppelsechs Fießer und Schauerte.

Vor dem Spiel kam es zu einer freundschaftlichen Geste zwischen den beiden Vereinen. Weil in der Hinrunde am Millerntor das SV-Lied gespielt wurde, ertönte am Hardtwald diesmal „Das Herz von St.Pauli.“

©wn.de
Das Herz der elf Paulianer auf dem Platz und der 3000 auf den Rängen dürfte aber wohl nach drei Minuten schon in die Hose gerutscht sein. Nach einer Schauerte-Flanke schockte Kapitän Frank Löning die Gäste mit einem sehenswerten Kopfball, der über Pauli-Torwart Tschauner hinweg ins Tor segelte.
Die Sandhäuser „waren von Anfang an da“ (Wooten), bissig in den Zweikämpfen und hochmotiviert. Die Mannschaft spielte wie ausgewechselt und war im Vergleich zum Berlin-Spiel gar nicht mehr wiederzuerkennen. Sie spielte zielstrebig nach vorne und nutzte die Lücken in der Pauli-Defensive gnadenlos aus. Nicht ohne Grund schwärmte Jürgen Machmeier nach dem Spiel: „Das war die beste erste Halbzeit der Saison.“
Nach 20 Minuten hatte dann Neuzugang Juho Mäkelä zweimal das zweite Tor auf dem Fuß. Woran Mäkelä noch scheiterte, vollendete David Ulm wenig später per Foulelfmeter. Wooten hatte zuvor den Paulianer Schachten im Strafraum der Gäste schwindelig gespielt; dieser wusste sich dann nur noch mit einem Foul zu helfen.
Auch in der Defensive standen die Sandhäuser sehr sicher, von Neuzugang Seyi Olajengbesi ging viel Ruhe aus. Dass die „Schießbude der Liga“ (42 Gegentore) an diesem Tag so gut agierte, lag allerdings auch daran, dass sie nur sehr selten in Bedrängnis geriet. Von der Offensive der Paulianer ging sehr wenig bis gar keine Gefahr aus. 
Nach einer halben Stunde dann aber doch mal: Ulm spielte einen riskanten Rückpass und der Paulianer Thy hämmerte das Spielgerät an den Pfosten.
Fünf Minuten vor der Halbzeitpause war das Spiel dann aber so gut wie gelaufen:
Pauli-Keeper Tschauner konnte Schauertes Schuss nur abprallen lassen und Löning nahm das dankend an.

©sportschau.de
©Wer gedacht hat, dass jetzt der große Gegenschlag vom Kiez-Klub kommen würde, wurde schon mit Beginn der zweiten Hälfte eines Besseren belehrt. Zwar schaffte es Mäkelä nach 47 Minuten nicht, den Ball im Tor unterzubringen, obwohl er alleine auf Torwart Tschauner zulief, aber dafür machte er es nur zwei Minuten später besser, als er eine Wooten-Flanke unbedrängt im Kasten der Gäste unterbringen konnte.
Nach ca. einer Stunde nahm Sandhausen das Tempo raus, die Mannschaft „musste dem Spiel Tribut zollen“, wie Boysen später erklärte.
St. Pauli begann die Kontrolle des Spiels zu übernehmen und verlagerte es jetzt öfter in Richtung Strafraum der Hausherren. Nachdem das jetzt bei Sandhausen spielende Pauli-Urgestein Fabio Morena eingewechselt wurde, kamen die Gäste nach 75 Minuten durch einen von Florian Kringe getretenen Elfmeter zu ihrem ersten Tor. Eben jener Ex-Paulianer Morena hatte Bruns im Strafraum zu Fall gebracht und seinem ehemaligen Verein ein Geschenk gemacht.
Den Spielverlauf stellte dieses Tor jetzt aber auch nicht mehr auf den Kopf - im Gegenteil. Sandhausen ließ in der Schlussphase durch Mäkelä und Achenbach sogar noch hochkarätige Chancen liegen und kam so am Ende zu einem wichtigen, nie gefährdeten  und auch in der Höhe absolut verdienten Heimerfolg.

Wooten - nach dem Erfolgsgeheimnis dieses Sonntagnachmittags gefragt - verriet nach dem Spiel, dass unter der Woche „viel geredet wurde.“ Er glaubt, dass der Sieg der Mannschaft Aufschwung für die kommenden Aufgaben bringen wird. Auch Fießer sprach von „neuem Selbstvertrauen.“ Und Otmar Schork verkündete: „Wir wollen weiter diesen Weg beschreiten.“
Kapitän Frank Löning ermahnte seine Mannschaft, nicht zu sehr in Euphorie zu verfallen: „Man darf den Moment genießen, aber morgen geht‘s dann wieder los, mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel. Wir haben noch nichts erreicht.“
Auch Trainer Boysen versucht jede Euphorie im Keim zu ersticken: „Wir gehen den Weg der kleinen Schritte und müssen in den nächsten Spielen konzentriert bleiben.“
Noch dreizehn Spiele sind es bis zum Ende der Saison und der Klassenerhalt für den SV Sandhausen bleibt auch nach diesem Sieg ein hartes Stück Arbeit, das in den nächsten Monaten vor der Mannschaft liegt. Doch Frank Löning glaubt an sein Team. Das merkt man an der Überzeugung in seiner Stimme, wenn er sagt: „Wir können es schaffen, wir haben es selbst in der Hand!“


Tore: 
1:0 Frank Löning (3.), 
2:0 David Ulm (28. Foulelfmeter)
3:0 Frank Löning (39.)
4:0 Juho Mäkelä (49.)
4:1 Florian Kringe (74. Foulelfmeter)

Zuschauer: 7600


Montag, 8. Oktober 2012

Andrew Wooten führt Sandhausen zum Sieg [SVS - VfR Aalen 1:0]

Ohne, dass die jungen Fans von der Stehplatztribüne dieser aufgefordert hätten, erhoben sich nach und nach die Fans auf der Haupttribüne und begannen das Lied "Steht auf für den SVS!" anzustimmen. Die langen drei Minuten, die nachgespielt wurden, waren von einem durchgängigen Pfeifkonzert begleitet, ehe Schiedsrichter Benjamin Brand das Sandhäuser Publikum erlöste und die Partie abpfiff. Überall fielen sich die Menschen in die Arme und die Mannschaft feierte mit ihren Fans den zweiten Saisonsieg im neunten Spiel gegen den Mitaufsteiger aus Aalen, der doch mit so breiter Brust nach Sandhausen gereist war. Gerade gegen den Tabellenfünften, der seine letzten drei Ligaspiele gewonnen hatte, gelang es der Dais-Elf sich aus der Negativspirale zu befreien. Bei vielen Verantwortlichen war die Erleichterung förmlich zu sehen, die von ihnen abfiel, denn die Sandhäuser konnten keines der letzten fünf Spiele gewinnen und standen bereits auf einem Abstiegsplatz. Gerd Dais freute sich ebenfalls: "Es war ganz wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen"
Und wie: Sandhausen, nun auf Platz zwölf liegend, wäre bei einer Niederlage noch weiter in den Tabellenkeller gerutscht, denn die Konkurrenten aus Duisburg (1:0 in Cottbus) und Aue (3:1 gegen Regensburg) gewannen ebenfalls.

Quelle: augsburger-allgemeine.de
Vor dem Spiel hatte Trainer Gerd Dais zunächst für Verwunderung bei den Anwesenden im nicht sehr gut besetzten Hardtwaldstadion gesorgt. Ganze sechs Änderungen nahm er an seiner Anfangself gegenüber dem Spiel in München vor. Das Ausrufezeichen: Kapitän Frank Löning musste auf der Bank schmoren, während Kingsley Onuegbu dessen Platz im Sturm übernahm. Weil David Blacha sich im Training am Freitag einen Muskelfaserriss zuzog, beorderte Dais den nominellen Stürmer Andrew Wooten, der im Sommer auf Leihbasis von Kaiserslautern gekommen war, auf die rechte Außenbahn. Die beste Entscheidung, die Dais in dieser Saison traf, würde manch einer nach dem Spiel sagen. Andrew Wooten war der überragende Akteur auf dem Platz. Beim einzigen Tor des Tages startete er über die rechte Seite, ließ Gegenspieler Buballa gekonnt mit einem ansehnlichen Trick aussteigen und flankte präzise auf seinen am kurzen Pfosten lauernden Mannschaftskollegen Kingsley Onuegbu, der praktisch nur noch noch den Fuß hinhalten musste.
Fast hätte Andrew Wooten auch noch ein Tor selbst gemacht, doch seinem fulminanten Distanzschuss stand der Pfosten im Weg. Sandhausen war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und zeigte ein anderes Gesicht als in den letzten Wochen, während Aalen nach Aussage des Sportchefs der Schwäbischen Post, Werner Röhrich, "die schlechteste erste Halbzeit der Saison" spielte.

"In der zweiten Halbzeit waren wir wieder unter Druck, da müssen wir ansetzen und Ruhe ins Spiel bringen", analysierte der im defensiven Mittelfeld spielende Fabio Morena das Spielgeschehen nach der Pause und auch Gerd Dais hätte sich im zweiten Durchgang mehr Abgeklärtheit von seinen Spielern gewünscht: "Wir haben versäumt die Konter richtig zu Ende zu spielen". Tatsächlich war es der VfR Aalen, der im zweiten Durchgang auf den Ausgleich drängte, jedoch "in der Offensive nicht die nötige Durchschlagskraft entwickelte", wie VfR-Trainer Ralph Hasenhüttl geknickt festellte. So mussten die Sandhäuser zwar bis zum Ende zittern, retteten sich jedoch dank einer sicher stehenden Defensive ins Ziel.

Nach dem Spiel redete natürlich alles vom Newcomer Andrew Wooten, der so beeindruckend aufgetrumpft hatte. Sogar Gerd Dais, der die Dinge meistens sehr nüchtern betrachtet, geriet ins Schwärmen: "Er hat gezeigt, dass er die Position sehr gut spielen kann und hat viele gefährliche Situationen eingeleitet. Und natürlich die schöne Vorlage".
Torschütze Onuegbu sprach von einem "geilen Gefühl" wieder einmal ein Tor erzielt zu haben, lobte jedoch auch die Leistung seines Kollegen Wooten, mit dem er, wie er verriet, die Situation vor dem Tor des Tages bereits im Training erprobt hatte: "Er hat zu mir gesagt: wenn ich den Ball hab, dann lauf zum kurzen Pfosten".
Der Gelobte gab freudestrahlend Rede und Antwort über seinen ersten Einsatz von Beginn an: "Ich habe im Training immer Gas gegeben und bin froh, dass ich die Chance bekommen habe." Er fühle sich außerdem sehr wohl in Sandhausen, sei sehr gut von der Mannschaft aufgenommen worden.

Jetzt ist erstmal die Länderspielpause. Danach müssen die Sandhäuser auf dem Betzenberg antreten, dann wieder mit Onuegbu und vor allem Wooten ? Dais wollte sich darauf noch nicht zwei Wochen vorher festlegen, er "verteile schließlich keine Blankoschecks", außerdem sind Klotz, Adler und Riemann dann wieder einsatzbereit. Den 23-Jährigen, sympathischen Deutsch-Amerikaner würde es zumindest ungemein freuen, immerhin ist Kaiserslautern sein alter Verein. Wenn er an alter Wirkungsstätte zum Einsatz kommen sollte, dann werde er natürlich "100 Prozent" geben, denn "es geht noch besser", gab er mit einem Augenzwinkern zu. Die Fans werden mit diesem hochtalentierten, jungen Mann wohl noch viel Freude haben...



SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg, Pischorn, Schulz (32. Kittner), Achenbach; Morena; Fießer (79. Glibo), Tüting, Kandziora; Wooten, Onuegbu (83. Löning).

VfR Aalen: Fejzic; Traut, Barth, Hübner, Buballa; Hofmann, Grech (84. Bergheim); Lechleiter, Dausch, Klauß (63. Valentini); Cidimar (70. Reichwein).

gelbe Karten: Tüting, Glibo - Grech

Tor: 1:0 (20.) Onuegbu 

Zuschauer: 2.800 

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen), 


Sonntag, 15. April 2012

35. Spieltag: SV Sandhausen - VfB Stuttgart II 14.04.12 | 1:0

Noch zehn Minuten nach Abpfiff wurde der Sieg gegen die Amateure des VfB Stuttgart (1:0) von Mannschaft und Anhang frenetisch gefeiert. Nicht etwa, wegen des Sieges selbst, sondern weil der SV Sandhausen durch den Heimerfolg drei Spieltage vor Schluss drei Punkte vor Aalen und acht Punkte vor Chemnitz in der Tabelle liegt. Nach diesem knappen Erfolg, der durch ein Eigentor entschieden wurde, waren sich alle sicher: Das war der entscheidende Schritt zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, denn aus den drei verbleibenden Partien müssen die Sandhäuser gerade einmal einen Punkt holen, dann ist ihnen der Aufstiegsplatz nicht mehr zu nehmen. Dass dies gelingt, daran zweifelt niemand mehr im 14.500-Einwohner-Dorf und so schallte der bekannte Fangesang "Nie mehr 3. Liga", gesungen von Mannschaft und Fans, durch das Hardtwaldstadion. Selbst der eifrige RNZ-Sportredakteur Wolfgang Brück wurde so mehrere Male von den Spielern abgewiesen, weil diese einfach nur den Moment genießen wollten. Frühlingsgefühle in Sandhausen.


Vor dem Spiel:


Der SV Sandhausen wollte im Baden-Würtemberg-Derby unbedingt drei Punkte holen, denn das Motto dieser Saison lautete bis dato: Zu Hause hui, Auswärts pfui. Das hatte man auch unter der Woche in Saarbrücken gesehen, als die Mannschaft den Saarländern gnadenlos unterlegen war. Da nach den Amateuren des VfB nur noch die starken Heidenheimer an den Hardtwald kommen und man davor nach Münster und nach Osnabrück fahren muss, wäre alles andere als eine Niederlage nicht nur eine große Enttäuschung, sondern könnte der entscheidende Auslöser dafür sein, dass der SVS doch noch auf einen dritten oder vierten Platz verdrängt wird. So fragten sich viele Fans im Vorfeld der Partie, wie die Mannschaft die nur vier Tage zurückliegende Auswärtsniederlage verkraftet hatte.

Zwei Änderungen nahm Gerd Dais in seiner Aufstellung vor. Der wiedergenesene und schmerzlich vermisste Abwehrrecke Daniel Schulz rückte wieder für den gegen Saarbrücken katastrophal spielenden Ole Kittner in die Innenverteidigung. Aykut Öztürk wurde in Saarbrücken nach der Halbzeit eingewechselt, überzeugte sehr und schoss das Anschlusstor. So gab ihm Dais diesmal von Beginn an die Chance sich zu beweisen. Für Öztürk musste Nico Klotz auf der Bank Platz nehmen.

Für die Stuttgarter ging es in dieser Partie um nichts mehr, weder nach oben, noch nach unten ist in den restlichen Partien noch etwas möglich. Allerdings haben die Schwaben ihre letzten drei Partien allesamt gewonnen und einige der jungen Akteure drängen ja auch in den Bundesligakader und wollen in der dritten Liga zeigen was sie können.

Zum Spiel:


Das Spiel begann und Sandhausen war, im Vergleich zur Leistung in Saarbrücken, nicht wiederzuerkennen. Die Gastgeber spielten engagiert nach vorne und drängten von der ersten Minute an auf einen Treffer. Das Spiel verlagerte sich nahezu komplett in die Hälfte der Stuttgarter, die sich von Anfang an dazu gezwungen sahen, sie nur noch auf das Verteidigen zu reduzieren, da bei den Sandhäusern ein enormer Wille von Anfang an da war. Die Mannschaft hatte sich wohl an diesem Tag vorgenommen, dass sie nicht erst in der zweiten Halbzeit anfangen wollten zu spielen, wie es in den letzten Spielen der Fall war.
Die Hausherren hatten so in der erste Halbzeit sehr viele Chancen. Doch Öztürk (zweimal), Ulm, Schauerte, Danneberg, Schulz und Löning fehlte die letzte Präzision bzw. auch die letzten Konsequenz im Abschluss. Aykut Öztürk war bis dahin eine echte Bereicherung für das Spiel, zwar merkte man, dass er gegen Ende der ersten 45 Minuten etwas auf die Bremse treten musste, aber wen wundert das bei jemandem, der so wenig Spielpraxis bekommt.
So ging es torlos in die Pause, obwohl der SVS den Stuttgartern haushoch überlegen war, aber einfach seine Chancen nicht genutzt hat. Trotzdem: Die 4490 Zuschauer, unter denen sich der ehemalige Baden-Würtembergische Ministerpräsident Günther Oettinger befand, sahen ein schnelles und chancenreiches Spiel, das einzige was bis dato fehlte, waren die Tore. Spielerischer Höhepunkt der ersten Hälfte war wohl der Pass per Hacke von Tim Danneberg auf Julian Schauerte, da hat sich wohl der ein oder andere Erstbesucher am Hardtwald gewundert, was Drittligaspieler so alles können.


Die zweite Hälfte begann mit einer Aktion, die man im gesamten Spiel noch nicht gesehen hatte: Der VfB Stuttgart II hatte in der 48. Minute seinen ersten Schuss aufs Tor der Hausherren, der Ball ging jedoch ans Außennetz, weil er aus einem zu spitzen Winkel kam. Es war also eher eine Verzweiflungstat. Danach nahm alles wieder seinen gewohnten Gang auf. Sandhausen ackerte und wollte das Tor erzielen. Nach einem Freistoß von David Ulm brachte Daniel Schulz nicht genügend Druck hinter den Ball und setzte ihn leicht neben das Tor. Auch Danneberg war mit seinem Distanzschuss nicht erfolgreich. Dann war Schluss für den eifrigen Aykut Öztürk. Für ihn kam Danny Blum ins Spiel.
Nur noch Sandhausen spielte. Kurz darauf hatte Marco Pischorn eine Doppelchance, doch das 7. Saisontor gelang dem Innenverteidiger des SVS gegen seinen ehemaligen Verein heute nicht. Auch David Ulms Distanzschuss geht in der Folge über das Tor.
Doch dann ist es soweit: Tim Danneberg eroberte sich am Mittelkreis den Ball und rannte zielstrebig in Richtung des Strafraums der Gäste, auf der linken Seite lief Frank Löning mit. Als Danneberg merkte, dass er von zwei Gegenspielern bedrängt wurde und dass Löning mitgelaufen war, wollte er, nach eigener Aussage im Interview nach dem Spiel, den Ball durch die Schnittstelle auf Löning spielen, doch der Pass kam nicht durch. Stattdessen prallte der Ball vom Schienbein des Stuttgarters Geyer ab und flog in hohem Bogen, unhaltbar für VfB-Torwart Weis ins Tor. Das lang ersehnte und hochverdiente Führungstor für den SV Sandhausen. Nun stand das ganze Stadion und feierte die Schwarz-Weißen auf dem Platz, die ihrem Ziel ganz nahe waren.
Am Ende hatte Stuttgart nochmal eine Riesenchance zum Ausgleich, doch Janzer vergab aus ausichtsreicher Position. Als der Schiedsrichter Rene Rohde das Spiel beendete wurden die 4450 Hände in die Höhe gerissen und ein Jubelsturm brach los.

Kommentar:


Ein hochverdienter, aber knapper Sieg für unseren SVS. Mein Gott war das Spiel spannend, ich hatte schon gedacht, dass unsere Jungs es an diesem Tag nicht mehr schaffen würden, das Siegtor zu erzielen. Dass der Mannschaft nach so vielen Chancen ein Eigentor zum Sieg verhilft sollte nicht im Geringsten stören. Das ist einfach nunmal das Glück eines Aufsteigers. Bemerkenswert fande ich, dass die Mannschaft nach der Enttäuschung in Saarbrücken, die nur vier Tage zurücklag, so eine herausragende Leistung auf den Platz gebracht hat.
Der Aufstieg ist nun so gut wie geschafft, auch weil die Konkurrenz mal wieder gepatzt hat. Sowohl Aalen (0:2 in Babelsberg) und Chemnitz (1:1 gegen Wiesbaden), als auch Heidenheim und Burghausen (1:1 direktes Duell) ließen Punkte liegen.
Am nächsten Samstag sollten alle Sandhausen-Fans nach Münster fahren und ihre Mannschaft gebührend feiern, denn da kann diese dann endgültig alles klar machen, so dass sie auch rechnerisch nicht mehr einzuholen ist.

Trotz all der Freude habe ich auch noch einen negativen Punkt, den ich thematisieren wollte. Gerüchten zufolge möchten die Verantwortlichen des SVS den auslaufenden Vertrag von Roberto Pinto nicht verlängern. Es wäre schade wenn Pinto, wie damals Alf Mintzel, einfach "abgeschoben" werden würde, nach allem, was er in den letzten 5 Jahren für den SV Sandhausen alles geleistet hat. In den nächsten Spielen wird ein Spruchband im Block hochgehalten, auf dem sich für den Verbleib von Roberto Pinto eingesetzt wird.




SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Kandziora - Fießer - Pinto (86. Kittner), Danneberg, Ulm (81. Glibo), Öztürk (57. Blum) - Löning
VfB Stuttgart II: Weis - Vecchione (83. Röcker), Rüdiger, Geyer, Enderle - Khedira, Rathgeb - Riemann, Holzhauser, Janzer - Benyamina (67. Hemlein)
Gelbe Karten: Danneberg - Holzhauser, Riemann, Rathgeb
Tor: 1:0 Geyer (73. Eigentor)
Zuschauer: 4490
Schiedsrichter: Rohde (Rostock)

Sonntag, 8. April 2012

33. Spieltag: SV Sandhausen - SV Werder Bremen II 07.04.12 | 2:0

Pflichtaufgabe gelöst, Tabellenführung gefestigt - der SV Sandhausen gewinnt dank einer souveränen zweiten Spielhälfte gegen einen über weite Strecken munter mitspielenden Tabellenletzten mit 2:0. Gerd Dais hatte im Vorfeld ungewöhnlich offensiv angekündigt, dass alles andere als ein Erfolg gegen die Bremer Amateure eine Enttäuschung wäre. Der Druck war den Akteuren zu Beginn auch deutlich anzumerken, oftmals agierten sie vor dem Tor zu überhastet und nervös, so dass sie sich zwar gute Chancen erspielten, diese aber nicht nutzen konnte. Erst in der zweiten Halbzeit erlöste Marco Pischorn die Zuschauer am Hardtwald, indem er nach einer Standartsituation per Kopf für die Führung der Hausherren sorgte. In der Folge drängten die Sandhäuser auf das zweite Tor, das nach mehreren verpassten Möglichkeiten in der 72. Minute fiel: David Ulm verwandelte einen Foulelfmeter souverän zum 2:0-Endstand.
Der SV Sandhausen liegt fünf Spieltage vor Schluss drei Punkte vor dem VFR Aalen und sechs Punkte vor dem Dritten aus Chemnitz. Sowohl Aalen (0:0 in Oberhausen) und Chemnitz (0:0 gegen Darmstadt), als auch Heidenheim und Regensburg (0:0 direktes Duell) ließen an diesem Wochenende Punkte liegen, so dass der Sieg gegen den Tabellenletzten Gold wert ist.

Vor dem Spiel:


Hier können Sie den Vorbericht zum Spiel lesen

Im Vergleich zum letzten Spiel in Burghausen hatte Gerd Dais eine Änderung in seiner Startaufstellung vorgenommen. Wie sich schon unter der Woche abgezeichnet hatte, konnte Daniel Schulz verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden, so dass für ihn Ole Kittner in die Innenverteidigung rückte.

Zum Spiel:


Schon von Beginn an war zu erkennen, dass in diesem Spiel der Erste gegen den Letzten spielte, denn der SVS blies sofort zum Angriff. Vom Tabellenletzten aus Bremen war überhaupt nichts zu sehen. Fünf Minuten vor der Pause hätte es aber einen Elfmeter für die Norddeutschen geben müssen, als Marco Pischorn zwar unabsichtlich den Ball mit der Hand berührte, dies jedoch als aktive Bewegung einzustufen war, so dass Schiedsrichter Tim Sönder eigentlich in seine Pfeife hätte blasen müssen.
Fast alle Sandhäuser Angriffe wurden, wie schon gegen Burghausen, durch Roberto Pinto eingeleitet. So hatten die Sandhäuser mehrfach die Möglichkeit durch Ulm, Fießer und Kandziora in Führung zu gehen, sie ließen jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen.
Auch Frank Löning war sehr bemüht und hatte die beste Chance der ersten Halbzeit, als er nach einer Flanke von Roberto Pinto frei zum Kopfball kam, diesen jedoch völlig unplatziert in die Arme von Gäste-Torhüter Vander spielte.

Nach der Pause das gewohnte Bild. Der SV Sandhausen tat sich schwer gegen den Tabellenletzten, spielte zwar seine Chancen gut heraus, die Ausbeute war aber gleich 0. Dann gab es jedoch einen ruhenden Ball und mittlerweile weiß die gesamte Liga, dass die Sandhäuser da jemanden in der Innenverteidigung haben, der bei diesen ruhenden Bällen mit nach vorne kommt und für ganz viel Gefahr sorgt. So kam der von David Ulm getretene Freistoß auf den Kopf von Marco Pischorn, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und die lang ersehnte Führung für die Hausherren erzielte.
Das Führungstor beflügelte die Mannen von Trainer Gerd Dais, die in der Folge auf das zweite Tor drängten und immer gefährlicher wurden. Auch durch die Hereinnahme von Danny Blum, der für Nico Klotz kam (61.), wurde das Sandhäuser Spiel noch einmal schneller gemacht. Die Bremer machten nach etwas mehr als einer Stunde dann auch mal wieder durch eine Gelegenheit auf sich aufmerksam, ansonsten hatte der SVS die Partie aber komplett unter Kontrolle.
Als noch 20 Minuten zu spielen waren und sich die Zuschauer einig waren, dass das Tor nicht mehr lange auf sich warten lassen würde, bei dem Tempo, das der SVS vorlegte, wurde Tim Danneberg im Strafraum der Bremer zu Fall gebracht. Der Referee gab den Elfmeter und David Ulm sorgte so für die Entscheidung, indem er den Strafstoß souverän verwandelte.
In der Schlussphase kam dann noch Regis Dorn für Frank Löning und David Ulm hätte beinahe das 3:0 erzielt, jedoch zeigte Vander im Bremer Tor seine beste Leistung an diesem Tag und parierte den Schuss.
Es blieb beim 2:0-Erfolg für den SV Sandhausen, für den an diesem Wochenende alles nach Plan lief. Alle vier Verfolger ließen Punkte liegen.

Kommentar:


Ein ganz wichtiger Sieg! Gerade solche Spiele, bei denen immer alle einen klaren, eindeutigen Sieg erwarten, sind für die Mannschaft besonders schwer. Das hat man ihnen auch deutlich angemerkt, oftmals hatte ich das Gefühl, dass man im Abschluss zu viel wollte, nur so kann ich mir die zum Teil katastrophalen Torversuche  in Halbzeit 1 erklären. Beste Spieler an diesem Tag waren für mich eindeutig Roberto Pinto und David Ulm. Über Pinto wurde so gut wie jede gefährliche Möglichkeit eingeleitet, auch im Spiel gegen Burghausen war das schon so. Der Routinier hat nach seiner Verletzungspause und dem anschließenden Formtief endlich wieder Anschluss gefunden und spielt wieder alles in Grund und Boden. Ulm hat das wichtige 2:0 erzielt und war auch an der Großzahl der Offensivaktionen beteiligt

 Fünf Spieltage vor Schluss hat der SVS eine Ausgangssituation, die man nicht einmal in seinen kühnsten Träumen erwartet hätte, so liegt man drei (2.), sechs (3.), bzw. acht (4.) Punkte vor der Konkurrenz. Trotzdem darf man jetzt nicht nachlassen bis alles in trockenen Tüchern ist, ein gutes Ergebnis in Saarbrücken wäre ein nächster Schritt in Richtung 2. Bundesliga.



SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Kittner, Kandziora; Fießer; Pinto, Ulm (83. Blacha), Danneberg, Klotz (63. Blum); Löning (76. Dorn).
SV Werder Bremen: Vander; Stevanovic (50. Schmude), Schoppenhauer, Stallbaum, Hyde; Henze, Grashoff; Nagel, Schön, Wegner; Avdic.
Gelbe Karte: Ulm, Danneberg, Fießer - Henze
Tore: 1:0 (53.) Pischorn, 2:0 (72./FE) Ulm. 
Zuschauer: 2.810.
Schiedsrichter: Tim Sönder (Kiel),  

Sonntag, 25. März 2012

31. Spieltag: SV Sandhausen - SV Babelsberg 03 24.03.12 | 4:0

Noch lange nach Spielende feierten Fans und Spieler zusammen. Die Mannschaft des SV Sandhausen hat die Aufgabe gegen die "Nulldreier" aus Potsdam souverän gelöst und thront nun wieder vor dem VFR Aalen an der Tabellenspitze der 3. Liga. Nach der ersten Halbzeit war sich das Sandhäuser Publikum noch nicht sicher, ob die eigene Mannschaft wirklich zum Torerfolg und damit zu den drei wichtigen Punkten gegen die abstiegsbedrohten Babelsberger kommen würde, denn viele Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. Doch Gerd Dais hatte in der Kabine anscheinend wieder ganze Arbeit geleistet. Nach der Halbzeitpause legten die Schwarz-Weißen los wie die Feuerwehr und rannten Babelsberg in Grund und Boden. So hätten die Sandhäuser auch noch mehr als vier Tore erzielen können, hätten sie ihre Chancen konsequenter genutzt.
Die Belohnung für diese fulminante zweite Hälfte gab es direkt nach dem Spiel: Aalen, Burghausen und Erfurt ließen allesamt Punkte liegen und Regensburg verlor sogar. Dies heißt für den SVS, dass man nun wieder die Tabellenführung übernommen und weiterhin 6 Punkte Vorsprung auf den Dritten aus Chemnitz hat. Außerdem wurde der Abstand zu Platz Vier auf 8 Punkte vergrößert.


Vor dem Spiel:


Hier können Sie den Vorbericht zum Spiel lesen

Schon beim Aufwärmen wurde klar: Daniel Ischdonat würde an diesem Tag nicht spielen können. Der 35-jährige Schlussmann der Sandhäuser hatte sich am vergangenen Samstag in Erfurt eine Knöchelverletzung zugezogen. So kam der 19-jährige Philip Kühn, der im Sommer von Rot-Weiß Ahlen an den Hardtwald gekommen war, zu seinem Startelfdebüt für den SVS. Bisher war er nur einmal in dieser Saison zum Einsatz gekommen, als er nach 30 Minuten in Jena eingewechselt wurde.
Nachdem Jan-Andre Sievers seit dem 8. Spieltag dieser Saison nicht mehr eingesetzt wurde, gab Trainer Gerd Dais ihm, in den beiden Spielen gegen Jena und Erfurt, die Chance sich zu beweisen. Offensichtlich hatte er Dais nicht wirklich überzeugt, zumindest wurde er für das Spiel gegen Babelsberg wieder aus der Startelf genommen. Für ihn spielte Marcel Kandziora auf der Verteidigerposition. Da Kandziora zuvor im rechten Mittelfeld agierte, nahm Roberto Pinto dessen Position ein.

Zum Spiel:


Beide Mannschaften begannen sehr engagiert. Als sich nach ca. zehn Minuten eine Überlegenheit der Sandhäuser abzeichnete, zogen sich die Babelsberger etwas zurück und lauerten jetzt auf individuelle Fehler bzw. Lücken in der Sandhäuser Defensive. Ein solcher Fehler unterlief dem Sandhäuser Abwehrhühnen Daniel Schulz, der seinen Rückpass nicht präzise genug spielte, so dass der Babelsberger Hebisch beinahe an den Ball gekommen wäre. Philip Kühn war jedoch hellwach. Den Sandhäuser Spielern war sehr deutlich anzusehen, dass sie sich in diesem Spiel für die Niederlage gegen Erfurt revanchieren wollten. So zeigten sie vor allem das, was Gerd Dais auf der Pressekonferenz bemängelt hatte - sie kämpften um jeden Ball und hatten eine hohes Laufpensum.
Nach einer Viertelstunde wäre dann dem Sandhäuser Goalgetter und Kapitän Frank Löning beinahe die Führung gelungen. Der starke Nico Klotz hatte von der linken Seite in den Strafraum geflankt, wo Löning sehr frei zum Abschluss kam, doch Babelsberg-Keeper Marian Unger fischte den Ball noch mit einem überragenden Reflex von der Linie.
Der SVS spielte in der Folge weiter munter nach vorne, brachte die Angriffe aber oftmals nicht zu Ende, so dass im Abschluss nicht viel Zwingendes herauskam. Nach einer halben Stunde ging dann Tim Danneberg im Strafraum zu Boden und forderte Elfmeter, Schiedsrichter Thomas Stein ließ sich jedoch nicht beirren und gab diesen richtigerweise nicht. Auf der Gegenseite gab es dann auch mal wieder eine Chance für die auf Konter lauernden "Nulldreier". Makarenko kam vor Schauerte an den Ball, doch Philip Kühn war rechtzeitig zur Stelle. Auch bei einer Ecke kurze vor der Halbzeitpause musste Kühn das Tor für die Gäste verhindern.
Dann war Halbzeit in Sandhausen. Es musste etwas passieren, wenn der SVS gewinnen wollte, denn das Angriffsspiel war einfach nicht konsequent genug vorgetragen.


Gerd Dais hatte in der Kabine anscheinend die richtigen Anweisungen gegeben, denn die Sandhäuser zündeten den Turbo, gingen noch besser in die Zweikämpfe, spielten noch schneller nach vorne und zeigten jetzt auch jene, mehrfach als fehlend erwähnte Konsequenz im Abschluss. Danneberg verpasste es kurz nach Wiederanpfiff das Überzahlspiel zu nutzen, denn er hätte einfach nur auf den mitgelaufenen Nico Klotz ablegen müssen, der dann das freie Tor vor Augen gehabt hätte. Danach war dann ein David Ulm zu sehen, der drei, vier Gegenspieler austanzte, mit seinem Schuss jedoch knapp das Tor verfehlte. Man sah nun jedoch wirklich deutlich den Unterschied zwischen beiden Mannschaften, man sah, dass es das Duell zwischen einem Aufstiegs- und einem Abstiegsaspirant war. Es waren erst sieben Minuten in Halbzeit Zwei gespielt, als Roberto Pinto einen Freistoß aus halbrechter Position in den Strafraum spielte, wo der am Kopf verletzten Pischorn mit seinem Verband die hochverdiente Führung für die Hausherren erzielte.
Es ging weiter nur in eine Richtung und die Babelsberger Abwehr verlor zusehends die Ordnung. So kam das zweite Tor durch Nico Klotz auch nicht sehr überraschend. Tim Danneberg und Torschütze Klotz überliefen die Babelsberg Verteidigung, so dass Danneberg diesmal alles richtig machte, indem er auf Klotz ablegte. Dieser musste dann nur noch ins freie Tor einschieben.
Doch damit war es noch nicht vorbei. Diesmal gab sich der SV Sandhausen nicht mit einer einfach Führung zufrieden und zog sich dann in die Defensive zurück - nein, heute wollte man sich den ganzen Frust der letzten Woche von der Seele schießen. Eine Minuten nach dem zweiten Tor folgte dann auch das dritte. Pinto spielte aus dem Mittelfeld einen Pass auf David Ulm in die Schnittstelle der Babelsberger Abwehr und Ulm schloss sehenswert per Heber über Torwart Unger ab.
Nur zehn Minuten nach dem 3:0, folgte dann sogleich das 4:0. Nach einem Eckball spielte Löning auf den Kopf von Pischorn. Pischorn sah jedoch, dass Jan Fießer freistand und passte diesem so, dass er nur noch den Fuß hinhalten musste.
An diesem Tag wollten es sogar die Reservespieler wissen, denn zehn Minuten vor Ende gab es fast das nächste Tor. Der eingewechselte Regis Dorn spielte per Zuckerpass auf den ebenfalls eingewechselten Danny Blum, der jedoch scheiterte alleinstehen am Torwart der Filmstädter.
Auch der dritte Einwechselspieler David Blacha durfte mal. Sein Schuss ging nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei.
So gewinnt Der SV Sandhausen auch ohne seinen Stammtorhüter und Publikumsliebling Daniel Ischdonat hochverdient. Die Kurpfälzer waren über die gesamte Spielzeit die besser Mannschaft und zeigten dann in der zweiten Hälfte, dass sie zurecht dort oben stehen - durch diesen Sieg nun auch wieder ganz oben...


Kommentar:

Ein tolles Fußballfest an diesem Samstag. So konnte man sich zwar nach der ersten Halbzeit nicht sicher sein, ob die Mannschaft wirklich den Sieg einfahren würde, was sie dann aber in der zweiten Halbzeit abgeliefert hat, war auf besserem Zweitliganiveau. Die Babelsberger Abwehr konnte einem richtig leid tun, denn sie hatte wirklich lange gut gestanden und dagegengehalten, doch spätestens nach dem zweiten Tor sah man richtig, wie sie nach und nach auseinander fiel. Während und nach dem Spiel herrschte eine tollte Stimmung im Stadion, denn trotz der gewohnt wenigen, etwas mehr als 2.000 Zuschauer, standen diese bedingungslos als 12. Mann hinter ihrer Mannschaft und feierten die Spieler frenetisch.
Am Samstag muss der SVS nach Burghausen. Bei einem Sieg gegen die Bayern, die sich aktuell auf einem vierten Rang befinden, könnte man diese auf 11 Punkte distanzieren und außerdem die Tabellenführung festigen. Das dies nicht einfach wird ist klar, aber mit der Unterstützung der Fans in diesen fremden Gefilden wird das schon funktionieren.



SV Sandhausen: Kühn - Schauerte, Pischorn, Schulz, Kandziora - Fießer - Pinto (71. Blum), Danneberg, Ulm (79. Blacha), Klotz - Löning (78. Dorn)
SV Babelsberg 03: Unger - Kühne, Hebib, Morack, Rudolph - Prochnow, Evljuskin (61. Müller) - Makarenko, Stroh-Engel, Groß (61. Hartmann) - Hebisch (75. Kauffmann)
Gelbe Karten: Evljuskin, Kühne
Tore: 1:0 Pischorn (51.) 2:0 Klotz (65.) 3:0 Ulm (66.) 4:0 Fießer (76.) 
Zuschauer: 2100
Schiedsrichter: Stein (Homburg am Main)

Montag, 30. Januar 2012

23. Spieltag: SV Sandhausen - SpVgg Unterhaching 28.01.12 | 3:1

Endlich. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen schlägt der SV Sandhausen am heimischen Hardtwald die SpVgg Unterhaching mit 3:1. Nach einem über weite Strecken berauschenden Spiel, in welchem David Ulm zum Spieler des Spiels avancierte, haben die Sandhäuser also den befürchteten Fehlstart abgewendet und sind nun wieder Tabellenführer der 3. Liga. Jedoch dadurch begünstigt, dass das Spiel zwischen Regensburg und Osnabrück den schlechten Witterungsverhältnissen zum Opfer gefallen war und nicht stattfinden konnte. Es war für den SVS das 18. Heimspiel in Folge, in dem man nicht verlor. Die letzte Niederlage am Hardtwald ist auf den 11.02.2011 (24. Spieltag: 1:2 gegen Heidenheim) datiert.

Zum Spiel:


Nach der Niederlage in Darmstadt gab es zwei Änderungen in der Anfangself. Für Kristjan Glibo und Roberto Pinto spielten Jan Fießer und Danny Blum.

Nach der 1:4-Niederlage in Darmstadt musste die Mannschaft Wiedergutmachung betreiben um den Fehlstart zu verhindern. Außerdem hatte man schon vier Spiele in Folge nicht mehr gewonnen und wollte unbedingt die drei Punkte einfahren - immerhin steht, wenn man die derzeitige Situation betrachtet, die 2. Liga in Aussicht. Auch ging es an diesem Tag um die Wiedereroberung der Tabellenführung, denn, wie im Vorfeld bekannt wurde, musste das Spiel zwischen Regensburg und Osnabrück abgesagt werden. Dabei sollte auch der neue aber nicht als Dauerlösung gedachte Trikotsponsor "Machemeier Energy" helfen. Die neue Solar-Firma des Sandhäuser Präsidenten wird bis zum Saisonende die freie Werbefläche der Trikotbrust zu Werbezwecken nutzen.

Die Hachinger wollte aus Sandhausen mit mindestens einem Punkt zurückkommen, schließlich wurden die letzten sieben (!) Spiele in der Fremde allesamt verloren. Warum also nicht gegen die Sandhäuser den Negativtrend stoppen ? Zwar spielte man gegen den Tabellenzweiten, dieser jedoch hatte es bekanntlich in den letzten vier Partien nicht geschafft zu gewinnen. Man wollte also die Gunst der Stunde nutzen.

Nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff wären die Sandhäuser beinahe auf dem falschen Fuß erwischt worden. So konnte Pischorn aber einen Torversuch der Spielvereinigung noch rechtzeitig klären. Sandhausen danach jedoch wach. Kurz nach der Hachinger Möglichkeit war dann Platz zum kontern da und Neuzugang Nico Klotz hatte die Führung für den SVS eigentlich schon auf dem Fuß, fand jedoch in Haching-Schlussmann Riederer seinen Meister. Die Sandhäuser jetzt, im Vergleich zu den letzten Spielen, mit einer völlig anderen Körpersprache. Vor allem im Mittelfeld wurden immer wieder Angriffe der Hachinger gestoppt, Zweikampfstärke und schnelles Umschalten bestimmten das Sandhäuser Spiel. So sorgte David Ulm, über den an diesem Tag so ziemlich jede Offensivaktion eingeleitet wurde, für die frühe Führung der Hausherren in der 6. Minute. Das erste Tor war das Musterbeispiel zu den genannten Eigenschaften des Sandhäuser Spiels: Marco Pischorn erobert den Ball an der Mittellinie, spielt eine lang Flanke in Richtung des gegnerischen Strafraums, die Kandziora mit dem Kopf zu Löning verlängert. Löning legt den Ball in die Mitte, wo David Ulm lauert und vom Elfmeterpunkt in die rechte Ecke abzieht. Auch nach dem Führungstor waren die Sandhäuser die klar bessere Mannschaft und hätten bis zur Pause eigentlich alles klar machen müssen. Jedoch ließ man in Person von Klotz, Danneberg, Fießer und Blum hochkarätige Chancen liegen. So führte man zur Halbzeitpause "nur" mit 1:0.

Die beiden Mannschaften erschienen früh wieder auf dem Spielfeld, wovon sich das Schiedsrichtergespann jedoch nicht zur Eile drängen ließ. Nach exakt 15 Minuten wurde die Partie wieder angepfiffen. Es ging weiter wie es vor dem Pausenpfiff aufgehört hatte. Sandhausen war die bessere Mannschaft, Sandhausen mit  Zug zum Tor, Sandhausen steht sich selbst im Weg, was das Toreschießen anbelangt. Symbolisch dafür eine Szene kurz nach Wiederanpfiff: Nach einer Ecke stehen sich im Hachinger Strafraum Danneberg und Schulz beim Abschluss gegenseitig im Weg. Dann auch mal die Hachinger - und wie: Der Hachinger Niederlechner schob im Strafraum locker ein, jedoch entschied Schiedsrichter Markus Wingenbach auf Abseits - eine falsche Entscheidung, wie die TV-Aufnahmen später bewiesen. Auch der SVS antwortete in der Folge zweimal durch Löning. Bei der ersten Chance vergab Löning aus wenigen Metern vor dem freien Tor, bei der zweiten traf er per Kopf, was jedoch wieder durch den Referee wegen vermeintlicher Abseitsposition abgepfiffen wurde - auch bei dieser Entscheidung lag Wingenbach falsch. Es war jedoch auch symbolisch für die momentane Situation des Sandhäuser Kapitäns. Er ackert und kämpft, spielt gute, kluge Pässe, einzige vor dem Tor vergibt er fahrlässig seine Chancen. Wenn er dann, wie in diesem Spiel trifft, zählt das Tor nicht. So glänzt er auch in der nächsten Situation als Vorbereiter: Er spielt einen langen Ball in die Spitze auf Danny Blum, der die Kugel aus halblinker Position zum 2:0 ins lange Ecke zimmert. Ein Traumtor. Danny Blum, der Gewinner der offensiveren Systemausrichtung, immerhin hatte er den Vorzug vor dem routinierten Roberto Pinto erhalten, zahlt seinem Trainer das Vertrauen zurück.
Zehn Minuten vor Schluss wurde es dann nochmal spannend. Die Hachinger erzielten, wie aus dem Nichts, in der 79. Minute das Anschlusstor durch Vollmann, bei dessen Schuss der Ball unhaltbar für Daniel Ischdonat abgefälscht wurde. Kurz vor dem Abpfiff machte dann der beste Mann auf dem Feld sein zweites Tor an diesem Tag und sorgte damit für die Entscheidung, der eingewechselte Roberto Pinto konnte sich nochmal als Vorbereiter auszeichnen. Ulm schoss relativ schwach von der Strafraumgrenze - eigentlich durchaus haltbar für den sonst so guten Riederer. Das kümmerte die Sandhäuser danach nicht mehr. Das Spiel war entschieden, man hatte nach vier sieglosen Spielen endlich wieder gewonnen und die Tabellenspitze zurückerobert. Das Thema Chancenverwertung wurde jedoch auch noch nach Abpfiff heiß diskutiert.


Kommentar:


Na also ! Ob unser Trainer Gerd Dais wohl das SVS-Fanforum liest, in welchem nach dem Darmstadtspiel der Schrei nach einer offensiveren Spielweise erklang ? Fakt ist zumindest, dass die offensivere Systemumstellung gefruchtet hat, unsere Jungs überrannten Haching ja regelrecht. Obwohl das Spiel gewonnen wurde, gibt es aber genug zu meckern. Das Spiel hätte viel, viel früher entschieden worden müssen, denn man hatte wieder Chancen, die andere Mannschaften nicht mal für drei Siege brauchen - siehe Aalen, die aus vier Chancen gegen Wiesbaden drei Tore machten. Dass ein Danny Blum getroffen hat freut aber umso mehr, denn er spielte in der Vergangenheit zumeist gut, versagte aber sehr oft vor dem Tor. David Ulm, über den heute mal wieder alles lief, war mit Abstand der beste Spieler auf dem Feld, da kann sich mancher Zweitligaspielmacher noch viel von David abschauen, so wie er im Moment in Form ist. Nächsten Samstag spielt der SVS in Bielfeld. Man darf gespannt sein, wie sich das neue System gegen einen im Moment besser aufgelegten Gegner schlägt, immerhin hatte Unterhaching nicht nur dieses, sondern auch die letzten sieben Auswärtsspiele verloren und war nicht wirklich ein Maßstab. Vielleicht erledigt sich dann auch die Ladehemmung bei unserem Kapitän Frank Löning, der schon seit Ende Oktober nicht mehr getroffen hat und am Samstag beim Abschluss erneut eine unglückliche Figur machte.

Zu der Zuschauerzahl bleibt noch zu sagen, dass es mittlerweile soweit ist, dass ich anfange mich zu schämen. Da muss man sich mal vor Augen führen, dass der SV Sandhausen Tabellenzweiter vor dem Spiel, nun wieder Erster ist und es kommen 1800 Zuschauer...Ansonsten an diesem Tag aber ein toller Support der aktiven Fans.



SV Sandhausen: Ischdonat - Schauerte, Pischorn, Schulz, Kandziora - Fießer - Klotz (73. Pinto), Danneberg, Ulm (90. Imbs), Blum (81. Blacha) - Löning
SpVgg Unterhaching: Riederer - Schwabl, Ziegler, Drum, Stegmayer - Avdic (19. Kanca), Sternisko (65. Vollmann), Thiel, Bigalke - Tunjic, Niederlechner
Gelbe Karten: Danneberg  - Sternisko, Vollmann
Tore: 1:0 Ulm (6.), 2:0 Blum (70.), 2:1 Vollmann (79.), 3:1 Ulm (88.)
Zuschauer: 1800
Schiedsrichter: Wingenbach (Diez)